Claire Kennedy seit kurzem zurück in Ihrer Heimatstadt Lake Bluff hat nach dem überraschenden Tod Ihres Vaters seine Stelle als Bürgermeister übernommen, nachdem sie 4 Jahre lang in Atlanta als Produzentin gearbeitet hat. Nachdem Sie von ihrem fast Freund in Atlanta vergewaltigt wurde ist sie erleichtert nach Hause kommen zu können und hofft durch ihre Arbeit ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Eine ihrer Aufgaben ist es sich um das Vollmondfestival zu kümmern. Dafür hat Ihre Assistentin eine Gruppe Roma zur Unterhaltung der Touristen angeheuert. Dessen charismatischer Anführer Malachi Cartwright fällt ihr sogleich ins Auge, gleichzeitig ist sie aber Männer seit der noch nicht allzu lang zurückliegenden Vergewaltigung misstrauisch gegenüber, so dass sie sich die Anziehung zunächst nicht eingestehen will.
Als ein Tourist plötzlich von einem Wolf angefallen und schwer verletzt wird, und das obwohl schon seit Jahrhunderten kein Wolf um Lake Bluff mehr gesichtet wurde, geraten natürlich die Roma und Ihre wilden Tiere als erstes in Verdacht. Claire die inzwischen eine nähere Bekanntschaft mit Malachi gemacht hat, kann sich nicht vorstellen, dass er hinter dem Angriff steckt, vor allem da unter den Tieren der Roma kein Wolf zu finden ist. Als aber Claires Vergewaltiger plötzlich wieder vor der Tür steht und dieser nach einem Streit mit Malachi spurlos verschwindet, ebenso wie der Besitzer der Lokalzeitung, der unbedingt Bürgermeister werden will und Claire deswegen wann immer es möglich ist das Leben so schwer wie nur möglich macht kommen ihr doch erste Zweifel. Als dann auch noch der Tourist spurlos verschwindet und auf den Überwachungskameras des Krankenhauses keine Verletzungen mehr feststellbar sind beginnen Claire und Ihre Freundin Grace in eine richtung zu ermitteln mit der beide so nicht gerechnet hatten.
Mit Wolfsdunkel liegt der inzwischen 7. Teil der Reihe um die "Jägersucher" vor. Leider kam ich mir zwischendrin so vor, als würde der Autorin nichts neues mehr einfallen, da dieser Teil mich doch ziemlich stark an den ersten erinnerte. Wieder gibt es eine Protagonistin die eine öffentliche Position in einer Kleinstadt innehat, die sich selbst zwar nicht als hässlich sicher aber auch nicht als schön bezeichnen würde und einige Komplexe wegen ihres Äußeren hat. Dem gegenüber steht wie üblich der exotische unglaublich schöne Mann der ja eigentlich jede haben könnte, aber nach einem Blick auf die Heldin nur noch Sie will... Ehrlich gesagt kann ich nicht erkennen ob Lori Handeland mit dieser Reihe irgendwo hin möchte, oder ob es sich hierbei um eine Aneinanderreihung von lauter Einzeltiteln handelt, die kaum etwas miteinander zu tun haben. Ich gehe aber eher von letzterem aus, da auch in diesem Buch wieder so gut wie alles neu erklärt wird (Entstehung der Werwölfe), was ich für mich ein bisschen ermüdend fand da ich das in den letzten 6 Büchern so oder so ähnlich schließlich auch schon mal gelesen habe. Gut fand ich das Mandauer fast gar nicht vorkommt da ich diesen seit dem ersten Buch schon nicht leiden kann :) Abschließend denke ich Neueinsteiger können mit diesem Buch fast genauso gut anfangen wie mit dem ersten, andere die die Reihe schon kennen verpassen nicht allzu viel wenn sie das Buch nicht lesen da es keine neuen Entwicklungen oder Erkenntnisse gibt.