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Wolfsblut [Taschenbuch]

Jack London , Don-Oliver Matthies , Fritz Benke
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 4,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

8. September 2008 3570218724 978-3570218723
Ein Abenteuer kommt selten allein …

Kinder brauchen Klassiker. Geschichten, die die Fantasie beflügeln, den Entdeckergeist wecken und neugierig machen auf die großen Abenteuer dieser Welt. Die cbj Taschenbuch Klassiker versammeln die beliebtesten und aufregendsten Kinderromane der Weltliteratur – zum Schmökern, Träumen und Immer-Wieder-Lesen.

Wolfsblut ist Schlittenhund bei den Indianern, bis ihn sein Herr an einen skrupellosen Schausteller verkauft, der mit Hundekämpfen seine Geschäfte macht. Nun muss Wolfsblut gegen Wölfe, Hunde und Raubkatzen um sein Leben ringen und immer siegt er – bis er an einen Kampfhund gerät, der ihn beinahe umbringt …

• In wunderschöner moderner Ausstattung
• Behutsam überarbeitet und gekürzt


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: cbj (8. September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570218724
  • ISBN-13: 978-3570218723
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
  • Originaltitel: Withe Fang
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 134.243 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jack London wird am 12. Januar 1876 in San Francisco geboren und wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Er schlägt sich als Fabrikarbeiter, Austernpirat, Landstreicher und Seemann durch, holt das Abitur nach, beginnt zu studieren, geht dann als Goldsucher nach Alaska, lebt monatelang im Elendsviertel von London, gerät als Korrespondent im russisch-japanischen Krieg in Gefangenschaft und bereist die ganze Welt. Am 22. November 1916 setzt der berühmte Schriftsteller auf seiner Farm in Kalifornien seinem zuletzt von Alkohol, Erfolg und Extravaganz geprägten Leben ein Ende.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Finster drohend stand der Tannenwald zu beiden Seiten des eingefrorenen Wasserlaufs. Der Sturm hatte vor ein paar Tagen die weiße Schneedecke von den Bäumen weggewischt, sodass man nun den Eindruck hatte, sie suchten im düsteren Tageslicht beinahe Schutz. Tiefe Stille lag über dem Land, das eine Wildnis war, ohne Leben, ohne Bewegung, einsam und kalt und doch nicht traurig. Eher lag ein Lachen über ihm, das schrecklicher als alle Traurigkeit war, freudlos wie das Lächeln der Sphinx, kalt wie der Frost und fürchterlich wie die Not. Der unerforschliche Ratschluss des Ewigen lachte hier über die Sinnlosigkeit des Lebens und seiner Nöte. Es war die Wildnis: die unendliche, ungezähmte, grausam-kalte Wildnis des Nordens.
Und doch gab es Leben in diesem Lande, trotziges Leben: den eingefrorenen Wasserlauf entlang zog mühsam eine Reihe von wolfsähnlichen Hunden; ihr Atem gefror in der Luft, sowie er in dichten Dampfwolken aus dem Maul kam, und bildete fantastische Kristalle an ihrem Pelz. Sie waren mit ledernen Riemen an einen Schlitten gespannt, der keine Kufen hatte, sondern, aus dicker Birkenrinde verfertigt, mit seinem ganzen Gewicht auf dem Boden ruhte. Das vordere Ende war aufgebogen, um den weichen Schnee, der wie Wellenschaum emporstäubte, beiseite zu schieben. Auf dem Schlitten stand ein langer, schmaler, viereckiger Kasten, und noch manches andere, wie zum Beispiel Wolldecken, ein Beil, ein Kaffeetopf und eine Bratpfanne, war darauf festgeschnallt. Den weitaus größten Raum nahm jedoch der Kasten ein.
Vor den Hunden wanderte ein Mann auf breiten Schneeschuhen, hinter dem Schlitten ein zweiter. In dem Kasten auf dem Schlitten lag ein dritter, für den alle Mühe und Plage vorüber war, ein Mensch, den die Kälte besiegt hatte. Er rührte sich nicht mehr. Und nichts hasst die Wildnis des Nordens mehr als Bewegung.
Sie hasst das Leben, denn es ist Bewegung. Sie will alle Bewegung aufhören lassen. Sie lässt das Wasser gefrieren und hemmt seinen Lauf zum Meere. Sie treibt den Saft aus den Bäumen und tötet ihr Herz. Und sie verfolgt mit unendlicher Grausamkeit den Menschen und zwingt ihn zur Unterwerfung, ihn, der das ruheloseste aller Wesen ist, ihn, der sich immer gegen ihr Diktat, dass alle Bewegung aufhören müsse, auflehnt.
Unablässig und unerschrocken wanderten vor und hinter dem Schlitten die beiden Männer, die noch lebten. Ihr Körper war durch einen dicken Pelz und weich gegerbtes Leder geschützt. Ihre Wimpern, Wangen und Lippen waren mit den Eiskristallen ihres gefrorenen Atems bedeckt. Dadurch waren ihre Gesichtszüge unkenntlich, sodass sie eher gespenstischen Masken als Menschen glichen: oder Leichenträgern aus einer anderen Welt beim Leichenbegängnis eines Gespenstes.
Und doch waren sie Menschen: Abenteurer, die das Land des Schweigens durchwanderten und den Kampf gegen eine Welt aufnahmen, die fremd und ohne Leben war.
Sie sprachen beim Wandern kein Wort, um den Atem für die Arbeit ihrer Körper zu sparen. Ringsum herrschte lastende Stille, die sie bedrückte wie die Masse des Wassers den Taucher auf dem Grunde des Meeres. Sie machte sie klein und klar: Jede falsche Bewegung, jedes sinnlose Verlangen, jede übertriebene Wertschätzung des Irdischen fiel von ihnen ab. Sie waren nichts als kleine, bedeutungslose Atome im Weltenraum und bewegten sich, den Naturkräften preisgegeben, bald hierhin, bald dorthin. Stunde um Stunde verstrich. Das blasse Licht des kurzen, sonnigen Tages fing an zu erlöschen, und ein ferner, kaum hörbarer Laut stieg zum Himmel empor. Rasch glitt er hinauf, bis er zitternd auf dem höchsten Ton verweilte und dann wieder versank. Es hätte der Klageruf einer verlorenen Seele sein können, wenn nicht Gier und Wildheit in ihm die Traurigkeit übertönt hätten. Der Mann, der vorne ging, wandte sich zu seinem Gefährten um. Ihre Blicke trafen sich und sie verstanden einander vollkommen, ohne ein Wort zu sprechen. Wieder erklang dieser Laut, diesmal schrill das Schweigen zerreißend. Er kam aus der Schneewüste, die die beiden Männer hinter sich gelassen hatten. Und schon war ein dritter Schrei da, aus derselben Richtung.
»Sie verfolgen uns, Bill«, sagte der, der vorne ging. Seine heisere Stimme glich der eines Greises. Das Sprechen kostete ihn viel Mühe.
»Ja, es gibt nur wenig Fleisch«, erwiderte sein Gefährte, »seit Tagen habe ich keine Kaninchenspur mehr gesehen.«
Weiter sprachen sie nichts. Immer wieder erklang der Schrei der Verfolger hinter ihnen.
Als die Dunkelheit hereinbrach, lenkten sie die Hunde in ein Tannengebüsch am Rande des Wasserlaufs, um ein Lager zu errichten. Der Sarg stand neben dem Feuer: Er war Sitz und Tisch zugleich. Die wolfsähnlichen Hunde drängten sich beim Feuer zusammen, knurrten und bissen sich, wagten es aber nicht, ins Dunkel vorzudringen.
»Sie bleiben heute bei uns, Henry«, sagte Bill.
Henry, der für das Kaffeewasser ein Stück Eis in den Topf gab, nickte.
»Sie wissen ganz genau, wo sie am sichersten sind. Selber fressen ist besser, als gefressen zu werden. Sie sind gar nicht dumm.«
»Ist das so sicher?« Bill schüttelte den Kopf.
Der andere blickte ihn verwundert an. »Seit wann bist du von ihrer Klugheit nicht mehr überzeugt?«
Bill kaute an seinen Bohnen. »Hast du vielleicht bemerkt, welchen Krawall sie bei der Fütterung gemacht haben?«
»Ja, es ist mir aufgefallen.«
»Wie viel Hunde haben wir?« — »Sechs.«
»Gut...« Bill hielt ein wenig inne, wie um dem Gesagten mehr Nachdruck zu verleihen. »Wir haben sechs Hunde. Ich hatte sechs Fische in der Hand, als ich sie fütterte. Und ich gab jedem Hund seinen Fisch. Und ich hatte doch zu wenig, Henry.«
»Du hast dich geirrt.«
»Wir haben sechs Hunde«, wiederholte Bill ruhig. »Ich hatte sechs Fische in der Hand. Einohr bekam aber keinen. Für ihn musste ich einen siebenten Fisch holen.«
»Wir haben aber nur sechs Hunde.« Henry blieb hartnäckig.
»Gewiss, aber ich möchte nicht beschwören, dass alle, die einen Fisch bekommen haben, Hunde waren«, fuhr Bill fort.
Henry unterbrach seine Mahlzeit, blickte über das Feuer hinweg und zählte die Hunde.
»Es sind nur sechs«, sagte er.
»Einer lief über den Schnee davon«, beharrte Bill kühl und bestimmt, »ich sah es mit eigenen Augen. Außerdem kann ich bis sieben zählen.«
Henry warf ihm heimlich einen mitleidigen Blick zu.
»Hoffentlich ist diese Fahrt bald vorüber.«
»Was soll das heißen?«
»Das soll heißen, dass dich unsere Fracht fertig macht. Du siehst Gespenster.«
»Ich habe es zuerst auch geglaubt«, gab Bill ernst zur Antwort. »Darum hab ich, wie ich ihn weglaufen sah, den Schnee untersucht und hab Spuren gefunden. Dann habe ich die Hunde gezählt und es waren sechs. Die Spur ist noch da. Willst du sie sehen?«
Henry erwiderte nichts, sondern kaute schweigend weiter. Als er den Rest der Mahlzeit mit einer Tasse Kaffee hinuntergespült hatte, wischte er sich mit dem Handrücken den Mund und sagte: »Du glaubst also, dass ...«


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker 16. März 2010
Von Maxwell
Format:Taschenbuch
Es geht halt nichts über Altbewährtes. Habe es mit einer sechsten Klasse gelesen. Jungen und! Mädchen waren gleichermaßen begeistert - ein Glücksfall. Das Buch selbst ist sehr stabil und hält auch den rauhen Schulalltag aus.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wolfsblut 28. September 2011
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Ein bis heute immer noch äußerst empfehlenswertes Jugendbuch, das nichts an seiner Spannung eingebüßt hat. Auch für Erwachsene ein Buch, das sprachlich wie inhaltlich vorbildlich ist.
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4.0 von 5 Sternen Bewertung 12. Mai 2014
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Da Buch wurde in der Schule auf französisch gelesen. Die deutsche Ausgabe war quasi eine Simultanübersetzung und ich habe es deshalb gekauft.
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5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker 24. Juli 2014
Von Marie
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Ich kenne dieses Buch noch aus meiner Kindheit und habe es mir gekauft, damit ich es nun wieder in meiner Sammlung habe.
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