Meine folgende Rezension bezieht sich auf die Übersetzung durch Paul List:
Je mehr Respekt ich vor einem Buch habe, desto schwerer tue ich mich mit einer Rezension. Diese fällt mir sehr schwer.
Wolfsblut handelt von einem Mischling aus Wolf und Hündin und beschreibt dessen Gang von der Wildnis hin zum Menschen. Wäre es ein Mensch, könnte man es einen Bildungsroman nennen.
Bemerkenswert ist dabei, dass Wolfsblut vor ungefähr 100 Jahren geschrieben wurde und auch zu dieser Zeit stattfindet. Reiz wird dadurch nicht genommen.
Erzählt wird stets aus verschiedenen Perspektiven, also nicht platt aus derjenigen des Protagonisten. Dies geschieht jedoch spielerisch und nachvollziehbar. Eventuell als anstrengend kann der teilweise lehrhafte Stil dieses Buches sein, ebenso wie die etwas altertümlichere Sprache. Ich finde letzteres passt zu einer Geschichte die vor 100 Jahren stattfand.
Selten fand ich sowohl in fiktiven, als auch in non-fiktiven Abenteuerberichten so gut wie Wolfsblut. Die Story ist nach dem Klappentext klar, die Beschreibungen und die Entwicklungen um so mitreissender. Dabei bin ich gar kein ausgesprochener Tierliebhaber, darauf kommt es hier aber auch gar nicht an.
Wer einen literarisch guten und interessanten Abenteuerroman sucht, und Wolfsblut noch nicht gelesen hat, dem kann ich diese Lektüre nur empfehlen. Ich werde Wolfsblut auch erneut lesen!