Kurzbeschreibung
"Ich will in meiner Kunst neben dem Subjektiven auch die Welt spüren und wenn ich Glück habe, dann wird mir etwas zum Allgemeinen." Mattheuers Werk erscheint wie eine Folge von Parabeln über die Vielschichtigkeit des menschlichen Lebens. Seine Kunst ist geprägt durch Sinnbilder, die sich vordergründiger Annäherung nicht erschliessen. Die ihr innewohnende Ambivalenz ist das Ergebnis seiner kritisch-hinterfragenden Sicht auf die Welt. Die mythologischen, antiken und biblischen Helden seiner Bilder, die Maskenmänner und die Menschen im Zwiespalt, die sich variierend in der Vielfalt zwischen Alltag und Allegorie bewegen, öffnen den Blick für Realitäten und Lebensrätsel. Wolfgang Mattheuer ist einer der interessantesten und zugleich umstrittensten Künstler Ostdeutschlands. Der Band bietet in grossen Abbildungen einen repräsentativen Überblick über das Schaffen Mattheuers von 1948 bis zur Gegenwart.
Über den Autor
Professor Wolfgang Mattheuer, geboren am 7. April 1927 in Reichenbach im Vogtland, hat nach einer Lithographenlehre und seinem Militärdienst zuerst an der Kunstgewerbeschule und dann an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert. 1951/52 war er Grafiker in Berlin, 1953 wurde er Lehrer an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, von 1965 bis 1974 als Professor. Seit 1958 wendete er sich der Malerei zu, seit 1974 ist er freischaffend tätig. Er wurde u. a. mit dem Nationalpreis I. Klasse der DDR und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Seine Grafiken und Bilder waren auf vielen Ausstellungen des In- und Auslandes zu sehen, sie befinden sich in zahlreichen Museen und Privatsammlungen in Ost und West. 1990 erschien nach zwei Monographien über ihn unter dem Titel "Äußerungen" ein Textband von ihm.