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Kundenrezensionen

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am 26. Oktober 2011
Für das DDR-TV-Archiv werden nach und nach alle Schätze ans Licht geholt. Nun endlich auch "Wolf unter Wölfen" aus dem Jahre 1964(!) nach Hans Falladas eindrucksvollstem Roman. Der Fernsehroman kann sich Zeit lassen, die umfangreiche Handlung des Romans zu gestalten. In vier Teilen jeweils in Spielfilmlänge lief der Film seiner Zeit im DDR-Fersehen. Als Jugendlicher war ich begeistert und habe anschließend auch den Roman verschlungen. Beim Wiedersehen fällt der ruhige Erzählfluß besonders auf,der für an heutigen Sehgewohnheiten geschulte Zuschauer sicher gewöhnungsbedürftig ist. Aber schnell gerät man in den Bann der Geschichte, die zur Zeit der Weltwirtschaftskrise im "Sündenbabel" Berlin und auf dem scheinbar ruhigen Rittergut Neulohe spielt. Die erste Garde der DEFA-Schauspieler macht den Film zum besonderen Erlebnis: Der junge Armin Müller-Stahl, Annekatrin Bürger, Jürgen Frohrieb, Inge Keller, Wolfgang Langhoff - besonders excelent Eckehardt Schall als schmieriger, hinterhältiger Diener und Herbert Köfer, mal nicht als Komiker! Die Zeitstimmung wird in Dokumentaraufnahmen authentisch eingefangen - und im Off kommentiert (Die Agitatoren-Stimme nervt allerdings etwas - und ist vielleicht das Einzige heute nicht mehr Zeitgemäße). Zeit- und Lebensumstände sind aufwändig in den DEFA-Studios nachgestaltet worden, und die Kamera trumpft mit tollen Schwarz-Weiß-Bildern auf. Eine außergewöhnlich gelungene Literaturverfilmung. Beispielhaft! Als DVD in sehr guter technischer Qualität!
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am 21. April 2010
Ich habe den Mehrteiler bereits in den 60er Jahren im Fernsehen der DDR gesehen und konnte mich noch gut an manche Szene und schauspielerische Leistung erinnern.
Der Roman Falladas, auf dem der Film basiert, erschien in einer 10 bändigen Reihe des Aufbau-Verlages auch in den 60er Jahren in zwei Teilen.
Die Romanvorlage wurde vom Regisseur und seinen Schauspielern gut umgesetzt.
Man sollte, wenn man den Film gesehen, hat unbedingt das Buch dazu lesen. Nicht als Ergänzung, sondern als Entdeckung und Bereicherung. "Wolf unter Wölfen" nimmt in Falladas Werk einen besondern Platz ein, denn er legt den Finger auf die Wunde der Weimarer Republick in der Zeit der Krise und Inflation.
Also Film unbedingt ansehen und Buch unbedingt lesen.
Und übrigens lief diese Verfilmung auch in den 60er Jahren im Ersten Deutschen Fernsehen.
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am 10. Oktober 2010
Eine ganz hervorragende und werkgetreue Verfilmung eines der besten Fallada-Romane ! Die Rollen sind mit den besten Schauspielern besetzt, welche die DDR zur damaligen Zeit zu bieten hatte und die auch teilweise heute noch zur "ersten Garnitur" gehören.
Die Figur des "Pippig", die in der Rollen- u. Darstellerauflistung aufgeführt ist, gehört allerdings in den Roman "Nackt unter Wölfen" von Bruno Apitz.
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am 16. Januar 2013
Sehr geeigneter Film und Dokumentation, wenn man sich mal mit den angeblich so "goldenen Zwanziger Jahren" befassen will.
Draufgezahlt haben immer nur die einfachen Leute. In Meinen Augen das Hauptwerk von Hans Fallada
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am 13. Februar 2011
In den Sechzigern (West), ich war ein sogenannter Teenie, gehörte Hans Fallada, meine Eltern besaßen einiges von ihm, zu meinen Lieblingsautoren. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich "Bauern, Bomben und Bonzen", "Jeder stirbt für sich allein", "Der Trinker" und gerade auch "Wolf unter Wölfen" gelesen habe. Der auch sprachlich "leicht faßliche" (Diener Hubert Räder in "Wolf unter Wölfen") Fallada hat meine lebenslange Liebe zum realistischen Roman begründet.
Irgendwann einmal in den Siebzigern sah ich in einer Programmzeitschrift ein Filmfoto,eine elegante Dame, anscheinend Verkäuferin in einem Modesalon, im Hintergrund hatte sich ein besserer älterer Herr gewissermaßen aufgebaut. "Das ist doch...", dachte ich - ja wirklich, es zeigte eine der Schlußszenen aus "Wolf unter Wölfen". Das mag beispielhaft verdeutlichen, wie anschaulich (und damit einprägsam) F. schrieb und wie werkgetreu der hier zu besprechende Vierteiler das Buch umsetzt. Vom Film war ich ohne Wenn und Aber" begeistert und habe ihn immer wieder einmal als DVD gesucht.
Werkgetreu: Bei einer Romanverfilmung kann das natürlich nur mit den gattungsspezifischen Einschränkungen gelten. Selbst die erfreulich lange Verfilmung mußte kürzen. In der Originalausgabe von 1937 hat das Werk über 1.100 Seiten. Gleichwohl stammen manche Off-Texte, auch sozialkritisches Gedankengut, und viele Dialoge des Films von Fallada, er hat geradezu drehbuchreif geschrieben.
Der eine oder andere Off-Text ist allerdings O-Ton Marke "SED" (Für die Jüngeren: Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, herrschte "drüben" diktatorisch, nach der Wende umbenannt in PDS, heute in der Partei "Die Linke" aufgegangen). So schildert der Sprecher beispielsweise (mit Fallada) die Not von Landarbeitern und führt dies dann (O-Ton SED, nicht mehr Fallada) auf ihre mangelnde Organisiertheit zurück. Den redlichen und pflichtbewußten, aber weitgehend lebensuntauglichen Ex-Oberleutnant v. Studmann schickt das Drehbuch als Angehörigen der verhaßten Offiziers"kaste" mit viel harscheren Worten aus dem Film als der viel mildere Fallada aus dem Roman. Völlig überflüssig bekommt auch der von Fallada ohnehin äußerst negativ gezeichnete Putschist "Leutnant Fritz" aus dem dem Off einmal die pädagogische Parteipeitsche. Hatte man Angst, "Junge Pioniere" legten ohne solche Belehrung demnächst schwarze Waffenlager an? Insgesamt stört das aber nicht sonderlich und fällt ohnehin nur dem auf, der ein geschärftes Organ für "SED-Sprech" hat und sich in etwa im klaren darüber ist, was Fallada 1937, also mitten in der Nazizeit, publizieren konnte.
Übrigens, zum Stichwort "mangelnde Organisiertheit" noch ein Fallada-Kuriosum: Die Nazis hatten Fallada gezwungen, seinem Roman "Der Eiserne Gustav" (1938) ein nationalsozialisches Ende anzupappen: Ein eigentlich völlig unpolitisch gezeichneter, letztlich wohlgeratener Sohn des Eisernen Gustav landete also überraschend zuschlechterletzt bei der SA, auch der Eiserne Gustav begann mit dieser Verbrecherbande zu sympathisieren... (In den Nachkriegsdrucken ist das alles natürlich wieder getilgt). Aber irgendwie ist es schon (tragik)komisch, daß NSDAP und SED Falladas fehlendes Parteiengagement korrigieren zu müssen glaubten.
Mit den Stadtansichten zu Beginn einzelner Teile hat der Film den "Roaring Twenties" im Berlin des Jahres 1923 eine beeindruckende visuelle Referenz erwiesen, übrigens auch Fallada selbst: Gezeigt wird einmal kurz eine Zwangsversteigerung von Vieh, wie sie in "Bauern, Bonzen und Bomben" beschrieben wird.
Also: Buch und Film unvergeßlich. Fünf Sterne für den Film, auch nach vierzig Jahren, aber nur, weil mehr Sterne nicht geht.
Zum Abschluß die ganz dringende Empfehlung: Sehen Sie erst den Film und lesen Sie danach das noch inhaltsreichere Buch.
Ein wenig historische Lektüre, sei es auch nur in Wikipedia zu "Deutsche Inflation 1914 bis 1923", "Ostelbien (historisches Gebiet)" und "Junker" ist ratsam, aber nicht unerläßlich.
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am 12. Januar 2011
Meine Mutter hatte sich "Wolf unter Wölfen" zu Weihnachten gewünscht. Ich selbst hatte noch nie von diesen Filmen gehört und selbst wenn ich sie durch Zufall einmal in den Händen gehalten hätte, hätte ich sie mir zugelegt.

Aber ich muss sagen, die Geschichte um alte Militärkamaraden aus des Keisers Regiment und ihrem Kampf um tägliche Dasein als Zivilist, im vom der Weltwirtschaftskrise 1920 gebeutelten Deutschland, ist spannend und gleichzeitig auch ammüsand. Auch wenn mich die gelegendlichen Einspielungen von Verrat und Intriege schwer an eine Vormittags Seifenoper errinnerten.

Fazit:
Alles in allem ist es ein gelungener Vierteiler mit einem großartigen Armin Müller Stahl in einer der Hauptrollen. Den man ja auch nicht alt zu oft in, ich möchte fast sagen, komischen Rollen sieht.
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am 23. Mai 2010
Sehr geehrte Damen und Herren,

..das gekaufte Video zeigt uns, dass die Künstler der ehem. DDR bei weitem denen der ehem. BRD handwerklich und von der filmischen Darstellungskraft überlegen waren.
Ein grandioses Meiterwerk im Spiegel seiner Zeit mit grandios agierenden Schauspielern.

Ein nie langweilig wirkender Vierteiler!
Vielen Dank!
Marcell Gentz
Berlin
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am 19. Februar 2011
Da vielles aus dem Roman wegelassen wird verkommt der Film zu einem "Sülzenstück".
Der Sprecher erinnert an die deutsche Wochenschau und ist ziemlich nervig. Das hat dieser großartige Roman wirklich nicht verdient, daß man da von einem Fallada Roman spricht ist ziemlich vermessen, der Film hat mit dem Roman nicht mehr viel zu tun und verfremdet sogar die Dialoge.
Erst das Buch lesen und wenn man will den Film gucken aber nicht mit hohen Erwartungen.
Das Gute an dem Film sind die alten Bilder und schwarz-weis Film, wie alte Edgar Wallce Filme.

Der Film hat mit Fallada fast soviel zu tun, wie die DDR mit Sozialismus zu tun hatte.
44 Kommentare|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden