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"Wolf Creek" wird pro forma als Horrorfilm gehandelt, allerdings wird das dem Film nicht wirklich gerecht, denn was Greg McLean hier abliefert, ist die sehr realistische Darstellung eines Zwischenfalls, der in Australien so oder ähnlich vorkam. Jährlich verschwinden Tausende Menschen dort, ohne jemals wieder entdeckt zu werden. McLean zeigt, was passieren kann, wobei er sein Drama langsam aufbaut und Zeit gibt, die Figuren kennen zu lernen. Exzellent ist der Killer Mick dargestellt, bei dem McLean mit den typischen Klischees, wie man sich einen Australier vorstellt, spielt. Herausragend ist das Setting, denn der Regisseur versteht es, den Outback zum fünften Protagonisten des Films zu machen. Die Bilder dieser unheimlichen Leere sind es, die zur bedrückenden Wirkung des Films beitragen. "Wolf Creek" ist ein enorm effektiver Film, nicht wirklich Horror, aber dennoch beängstigend. Sehenswert!
Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch auf hohem Niveau, lediglich beim Ton gibt es doch etwas zu bemängeln. Das Bonusmaterial gefällt.
Bild: Das Bild dieser doch sehr günstigen Produktion stellt sich als hochwertig heraus. Die Farben sind natürlich gehalten und unterstreichen den dokumentarischen Charakter des Films. Rauschen ist nur in minimalem Maße vorhanden, wie man auch sehr schön an den Panorama-Sequenzen erkennen kann (00.08:49). Der Kontrast ist vielleicht die größte Schwäche des Films. Allerdings muss man konstatieren, dass er sehr natürlich gehalten ist, was auch von der realistischen Beleuchtung gestützt wird. Bei der Camping-Szene kann man auch gut die Konturen im Hintergrund erkennen (00:13:44), während bei anderen nachtschwarzen Szenen aufgrund mangelnder Beleuchtung natürlich schwerer das Geschehen auszumachen ist (01:05:11). Das ist aber eher ein filmbedingtes Problem. Gelegentlich fallen Rauschblöcke auf. Die Schärfe ist hochwertig, besonders natürlich auch bei Großaufnahmen wie etwa bai 00:49:02.
Ton: Man kann zwischen drei verschiedenen Tonspuren wählen, wobei vor allem der O-Ton enttäuscht. Er klingt oft sehr blechern und hat bisweilen sogar einen richtigen Widerhall drin. Die deutsche Fassung klingt da weit zugänglicher und letzten Endes auch akkustisch verständlicher. Dennoch fallen hier leichte Tonschwankungen auf (bei Minute 69). Es wird auf wenig Musik gesetzt, was den dokumentarischen Stil des Films unterstützt. Die Dialoge sind im Deutschen an sich gut verständlich, die Umgebung wird einigermaßen gut eingefangen, wobei man sich Dank des Outbacks eine etwas stärkere Kulisse hätte vorstellen können.
Extras: Das Bonsumaterial ist sowohl reichhaltig als auch informativ. Der Audiokommentar geht spezifisch auf die Produktion des Films ein. In dasselbe Horn stößt auch das Making Of, bei dem McLean darauf eingeht, wie er die Geschichte dem Budget anpassen musste und wie wichtig es war, die richtigen Darsteller zu finden. Es gibt drei entfallene Szenen, die auch ein paar Charaktermomente enthalten und die Figur von Kristy noch etwas ausbauen. Außerdem gibt es eine durchaus spannende Sequenz mit Liz, die aber besser für sich betrachtet wird, da sie den Film wohl nur unnötig gestreckt hätte. Abgerundet wird das Ganze mit Trailer, TV Spots und Fotogalerie. --movieman.de
Produktbeschreibungen
Die britischen Touristinnen Kristy und Liz lernen an der sonnigen Westküste Australiens den Surfer Ben kennen. In einem alten Ford Kombi reisen sie gemeinsam durch den Wolf Creek Nationalpark. Eine Tour voller Sommerhitze, Abenteuer und Romantik. Als mitten in der verlassenen Gegend ihr Auto nicht mehr anspringt, taucht Hilfe in Gestalt des Truckers Mick auf. Der schrullige Mann bietet den Jugendlichen an, sie mit seinem Truck abzuschleppen und am nächsten Tag ihr Auto zu reparieren. Doch bei Sonnenaufgang wird klar, dass Mick sie nicht gehen lassen will. Nie wieder. Der Urlaub wird für die Kids zum grausamen Kampf ums