Gebäudeerweiterungen sind eine Alternative zu Neubauten, die nicht zuletzt durch die zunehmende Baulandverknappung immer schwieriger werden. Erweiterungen auf eigenem Boden haben sogar den Vorteil, daß meist eine gute Infrastruktur vorhanden ist und nicht neu geschaffen werden muß. Dabei hat der Architekt zwei verschiedene Möglichkeiten, mit der Anbindung an ein bestehendes Gebäude umzugehen: Er känn sich für die Unterordnung und Anpassung oder für den selbstbewußten Kontrast entscheiden.
"Bauliche Erweiterungen" bietet Architekten und Planern eine umfassende und systematische Darstellung der verschiedenen Planungsstrategien zur Gebäudeerweiterung. Nach dem einleitenden Kapitel über die Planungsgrundlagen - von der Bauordnung bis zum Wärme- und Schallschutz - führt der Autor die verschiedenen Anbaumöglichkeiten auf, die er in lineare, axiale, parallele, metastatische und vertikale Erweiterungen gliedert. Zur ästhetischen Kernfrage "Anpassung und Unterordnung oder Kontrast und Konfrontation" erläutert der Autor im Kapitel "Formale und ästhetische Prinzipien" die gestalterischen Kriterien und ihre Konsequenzen.
Den Hauptteil des Buches nimmt die Darstellung der ausgeführten Beispiele ein. Es werden über 90 Projektbeispiele aus den letzten zehn Jahren mit dem Raumprogramm, den Grundriß- und Lageplänen sowie Ansichtszeichnungen und farbigen Abbildungen präsentiert. Thematisch sind sie nach Aufstockungen, Verwaltungsgebäuden, Schulen und Hochschulen, Sozial-, Kur-, Sport-, Gesundheitsbauten und gewerblichen Bauten, kulturellen Bauten sowie Wohnhäusern gegliedert.
Ergänzt wird die Darstellung durch Literaturhinweise und ein Verzeichnis sämtlicher im Beispielteil genannten Architekten. Ein ausführliches Stichwortverzeichnis ermöglicht dem Leser einen Zugang nach individueller Themenwahl.