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Produktinformation
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Drei Millionen Leser verfolgten den Erstabdruck dieses Romans, der 1928 in der größten Illustrierten des Kontinents, der Berliner Illustrirten Zeitung, in Fortsetzungen erschien. Wohin rollst du, Äpfelchen wurde von den Lesern verschlungen, der Titel wurde Ende der zwanziger Jahre zu einem Schlagwort, in dem Ungewissheit und Zukunftsangst der Menschen ihren Ausdruck fand.
Wien 1918/19. Der einstige Offizier Georg Vittorin kann die Demütigung nicht vergessen, die er als Kriegsgefangener von dem russischen Lagerkommandanten Seljukow erdulden musste, und beschließt, als Rächer nach Russland zurückzukehren. Eine dramatische Verfolgungsjagd beginnt, die ihn durch die Sowjetunion, nach Konstantinopel, Mailand, Paris und weiter treibt, bis es schließlich zu dem erhofften »Duell ohne Zeugen« kommt.
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Perutz liefert eine Heimkehrergeschichte, anders als die gewohnten. Vittorin ist ein Mann, der aus für ihn wichtigen Gründen, alles um sich aufgibt um einen nur ihm selbst gestellten Kodex zu erfüllen. Um das zu erreichen kennt er keine Moral und kein Gewissen, er gibt Versprechungen, von denen er weiß, dass er sie nicht halten kann, nur um sein Ziel zu erreichen. Sein Ziel ist es Seljukow für die erlittenen Schmähungen, die sich immer mehr nur als verletzter Stolz erweisen, zur Rede zu stellen, obwohl Vittorin selbst nicht weiß, was er machen wird, wenn er dem ehemaligen Lagerkommandanten gegenüber stehen wird. Vittorin bleibt sich immer gleich. Seine Verwandten, seine Kameraden und auch die Welt um ihn verändert sich, während er, wie mit Scheuklappen behaftet, nur dem selbst gestellten Ziel hinterherläuft. Dafür scheut er bei dessen Erfüllung auch weder Mühe noch Kosten, noch kümmert er sich um sein eigenes, noch um das Leben der anderen.
Vittorin ist eine typische Gestalt Perutz', der seinen Weg geht, ohne Konsequenzen und dabei für die Welt um sich zu einem Phantom wird. Wie bei „Zwischen Neun und Neun", wo ein überraschendes Ende die Besonderheit des Helden hervorhebt, ist auch in diesem Roman für den Leser klar, dass Georg Vittorin außerhalb der eigentlichen Maßstäbe handelt. Mit einer ganz hervorragenden Sprache und einem nur Perutz' eigenem Einfühlungsvermögen ist man gezwungen dieses Buch zu verschlingen, wie schon alle anderen von Perutz zuvor.
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