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4.0 von 5 Sternen
Endlich mal was anderes!, 31. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Wodka pur.: Ein Moskau-Krimi (Taschenbuch)
Als ehemalige Berlinerin kam ich mit dem Sozialismus und Russen unweigerlich in Kontakt, war aber leider selber noch nie in Russland. Ich habe wirklich schon viele Bücher gelesen, aber die spielen entweder in Deutschland, Skandinavien, Südeuropa oder den USA. Ich fand dieses Buch nicht nur sehr interessant, da man mehr über Moskau und Russland erfuhr, sondern auch die Handlung war keineswegs einfach und durchschaubar. Bis zum Schluß bleibt es spannend, die Charaktere sind gut ausgearbeitet und überraschen mit angenehmen menschlichen Zügen. Faith Zanetti reift innerhalb des Buches von einer Abenteurerin zu einer Frau, die zu ihren Taten steht. Schade, dass Anna Blundy nicht mehr Bücher geschrieben hat, die in Russland spielen. Dieses Land ist mehr als nur Kälte und Wodka pur!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gut durchdachte und spannende Story, 26. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Wodka pur.: Ein Moskau-Krimi (Taschenbuch)
Als Faith Zanetti vor fünfzehn Jahren zuletzt in Moskau war, hatten die Kommunisten gerade ihre Macht verloren und die öffentliche Ordnung brach total zusammen. Trotz, oder gerade wegen der chaotischen Verhältnisse damals, verliebte sich die junge, naive Faith in die Stadt und in einen äußerst charismatischen Russen, den sie Hals über Kopf heiratete. Die Ehe war von Beginn an zum Scheitern verurteilt und ging schnell in die Brüche. Faith ließ sich dennoch nicht scheiden. Lange Jahre war sie in der Zwischenzeit als Journalistin in der ganzen Welt unterwegs - nun soll sie zurück nach Moskau und dort einen Job als Korrespondentin antreten. Faith freut sich auf diese Aufgabe, denn ihre Abenteuerlust ist ebenso groß, wie ihre Sucht nach Alkohol und Zigaretten - in der schillernden Metropole Moskau findet sie dies alles im Überfluss. Doch auch Verrat und Gewalt beherrschen das russische Leben. Wenige Tage nach ihrer Ankunft in Moskau, wird Faith ein Mord angelastet, der schon lange Zeit zurück liegt. Der einzige Zeuge hierfür soll ihr Ehemann sein, der inzwischen in einer psychiatrischen Klinik untergebracht ist. Auf eigene Faust beginnt Faith zu ermitteln und steht bald einem der gefährlichsten Männer Moskaus gegenüber... "Wodka pur" ist der erste Roman von Autorin Anna Blundy. Mit einem überraschend flotten Erzähltempo stürzt sich Blundy in eine gut durchdacht und durchaus spannende Story über Träume und die harte Wirklichkeit. Zwischendurch wirkt die Geschichte etwas abgedroschen, insgesamt aber unterhaltsam und durchaus lesenswert.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Leichte Kost alla Marinina und Donna Leon nich weiter zuempfehlen, 18. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Wodka pur.: Ein Moskau-Krimi (Taschenbuch)
Der Titel des Buches klang nahezu vielversprechend "Wodka pur. Ein Moskau-Krimi." Aufgrund dessen schwer einzuschätzen in welche Richtung die Autorin gehen wollte, wurde es jedoch nach wenigen Seiten klar, dass es ein Trivialroman ist, der sich ausgiebig allen Klischees bedient hat. Umso erstaunlich war ich darüber, dass die Autorin ein Studium des Russischen absolviert hat und sich 1 Jahr in Moskau als Journalistin aufgehalten hat. Abgesehen von der Tatsache, dass alle Russen als Alkoholiker beschrieben sind, in Russland eine Anarchie herrsche und die Neureichen pervertiert seien, werden die afrikanischen Konflikte und Kriege (warum auch immer!) in diesem Buch ausgiebig polemisiert. In dieser Schubladendenkweise verfällt die Autorin durchgehend, kurz aufgehellt durch die Momente. Die Hauptperson Faith Zanetti, die angebliche Bridget Jones (laut Guardian)stammt aus zerütetten Familienverhältnissen, die (Achtung!) natürlich auf die Alkoholabhängigkeit ihrer Mutter zurückzuführen sind, hält sich in Russland auf. Sie steht unter Mordverdacht, weil sie als Neunzehnjährige in Moskau gelebt geheiratet hat. In einer Nacht betrinkt (!) sie sich dermassen, dass sie einen Filmriss hat, der ihr 17 Jahre später zum Verhängnis wird. Im großen und Ganzen wird hier eine transparente Selbstanalyse einer 30-jährigen betrieben. Nach den ersten 150 Seiten fehlte mir definitiv immer noch eine Kulmination. Fazit: Talent färbt nicht ab auf die Nachkommenschaft. Es reicht nicht einen Vater, den berühmten Auslandskorrespondenten zu haben, um gut schreiben zu können. 1 Stern für den jämmerlichen Versuch alle Klischees in einem Buch zusammenzufassen.
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