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Wodans Fluch [Taschenbuch]

Stephan Grundy , Verena C. Harksen
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, März 2005 --  

Kurzbeschreibung

März 2005
Wer 'Rheingold' gerne gelesen hat, wird 'Wodans Fluch' verschlingen. Ein reifes, in sich geschlossenes Werk mit einem faszinierenden, schillernden, dunklen Helden und historischer Einfühlsamkeit, die eine vergangene Welt zu neuem Leben erweckt. Wieder gelingt es, aus altbekanntem Sagenstoff eine völlig neue Geschichte zu erfinden.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 558 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596137632
  • ISBN-13: 978-3596137633
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 297.462 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Stephan Grundy war 25, als sein Erstling »Rheingold«, der 1992 im Wolfgang Krüger Verlag erschien, mehrere Monate auf der Spiegel-Bestsellerliste stand. Der Autor, der 1967 in New York geboren wurde, promovierte in Cambridge über den germanischen Kriegsgott Wotan, ein Sagenstoff, den er im 1996 bei Krüger erschienenen Roman »Wodans Fluch« fesselnd neu erzählt. Gemeinsam mit seiner Frau Melodi lebt er seit 1995 in Irland.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Kunde aus dem Osten

Waldhari hob das Gesicht in den Wind, der über die niedrigen Steinmauern seines Gartens wehte. Der scharfe Geruch nach Schnee, schon dicht gefolgt von den schweren, grauen Wolken, die vom östlichen Gebirge heranzogen, drang beißend in seine Lungen. Edler, weißer Fuchspelz aus dem hohen Norden hielt Waldhari warm, wenn er als Waldharius Rex auf seinem Thron saß; hier in seinem eigenen Heim fühlte er sich wohler in den dicken Falten seines Wollmantels, im schlichten Wams und in den einfachen Hosen, die er jetzt trug. Der Stumpf seines Handgelenks stach ein wenig in der Kälte, aber dieser Schmerz war ihm seit fast zwanzig Jahren vertraut, und wenn sich ein Unwetter ankündigte, bedeutete es kaum einen Unterschied, ob er draußen im Garten stand oder drinnen am Feuer sag und las.

Seine Füße knirschten in der dünnen Schneeschicht, die wie feiner Weizenmehlstaub auf braunem Brot über der dunklen Erde lag. Er verließ den mit Steinplatten gepflasterten Weg und ging tiefer in den Garten hinein. Er betrachtete die kahlen, dornigen Stiele der Rosen und die eisglänzenden Äste seiner Apfelbäume. Tot sind sie, dachte Waldhari, und doch läßt Gott sie im Frühling von neuem sprießen. Ist es nicht ein großartiges Zeichen für das Vertrauen, das wir in ihn setzen dürfen ?

Sinnend rieb er die weiße Narbe an der Stelle, wo sein Unterarm endete. Der Schwertstreich, der ihm die Hand geraubt hatte, war sauber geführt worden und hatte den Knochen so reinlich durchtrennt wie das Hackbeil des Fleischers die Gelenke eines Bullen. So hatte sein Leben als junger Krieger einen jähen Abschluß gefunden, seine Zeit als König begonnen.

Eigentlich tat es ihm kaum leid, denn er hatte mit seiner Frau freudig und gut gelebt und mehrere Kinder gezeugt. Ein starker Ältester, der seine Nachfolge antreten würde - Alphari, nach Waldharis eigenem Vater benannt -, und der jetzt so alt war, wie Waldhari selbst es gewesen ... . -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

4.5 von 5 Sternen
4.5 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Konterpart von Siegfried in Aktion 19. April 2005
Von fusselbiene TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Hagen, Protagnist des Buches, ist zunächstmal alles andere als ein sonniger Held. Er ist ein faszinierender, unglaublich tiefer Charakter, der einen spätestens auf Seite 2 in seinen Bann schlägt. Mit ihm erleben wir die Sage um Siegfried und die Nibelungen aus der Sicht des dunklen Gegenbilds zu Siegfried.
Ich bin durch Zufall in meinem Buchladen auf dieses Buch gestoßen und habe - wie üblich! - die erste Seite zu lesen begonnen. Großer Fehler! ;)
Dieses Buch dürfte nämlich alle Leser, die sich für die Nibelungen und andere Sagen, aber auch für Abenteuerromane, historische Romane und Volkssagen interessieren, ein absolut fesselndes Leseerlebnis werden. Auf mich treffen alle Punkte zu, darum hab ich auch die ersten 100 Seiten in der Buchhandlung gelesen, bevor ich's gemerkt hab und dann mein letztes Geld dagelassen, um den Rest nicht zu verpassen. Inzwischen lese ich dieses Buch zum fünften oder sechsten mal und kann es daher nur wärmstens weiterempfehlen!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfühlsam und mitreißend 3. August 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wer sich bei der Lektüre von "Rheingold" gefragt hat, warum Hagen so wurde, wie er ist, der bekommt jetzt eine Antwort auf diese Frage: In "Wodans Fluch" erzählt Stephan Grundy von Hagens Jugendjahren und von den Ereignissen, die ihn geprägt haben. Wieder gelingt es dem Autor mühelos, einen alten Sagenstoff für moderne Leser "aufzubereiten". Er formt die Figuren neu, verleiht ihnen individuelle, faszinierende Charakterzüge, überläßt das letztendliche Urteil über Sympathie oder Antipathie aber dem Leser. Grundys Figuren sind nicht "gut" oder "böse"; sie leben in einer Welt, die ihr Handeln täglich in Frage stellt, die manchmal zu Grausamkeit zwingt, die aber auch Raum für Liebe und Freundschaft läßt. "Wodans Fluch" ist auch ein Buch über Religion, über religiöse (In-)Toleranz. Hagan, der den alten Göttern anhängt, und Walthari, der Christ, können trotz der Religionsschranken Freunde werden, während um sie herum der alte Glaube immer mehr verdrängt wird - Hagen wird so zum Symbol einer aussterbenden Welt, einer Welt, die dem neuen Glauben, dem Christentum, weichen muß. Und hier ist Grundys melancholische Sympathie für diese alte Welt ausnahmsweise unverkennbar: Zwischen den Zeilen von "Wodans Fluch" steht immer wieder eine stumme Liebeserklärung an die untergegangene Zeit der Schicksalsmächte, der Götter und der großen Krieger - an eine Zeit, die Stephan Grundys Buch für seine Leser großartig wieder aufleben läßt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen eine Homage an die Alte Religion 24. Juli 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Stephan Grundy: Wodans Fluch (orig. Attilla's Treasure) FischerTB Nun ich muß zugeben dieses Buch vor seinem Einstiegswerk "Rheingold" gelesen zu haben. Doch ich werde dies sicherlich noch nachholen. Der grimme Hagen ist für mich eben einfach interessanter als Strahlemann Siegfried. Womit wohl auch dem letzten klar sein dürfte, daß es sich hierbei mal wieder um die alte sagenhafte Geschichte handelt. Beleuchtet wird diesmal Hagens Vorgeschichte - das Waldhari-Lied. Insgesamt ist das Buch eine einzige Verbeugung vor der alten Religion und Zeit, deren Vertreter Hagen ist. Das dies packend und glaubwürdig gelingt, dürfte nicht verwundern, immerhin hat der Autor seine Doktorarbeit über Wotan geschrieben. Aber dieses Buch ist alles andere als trocken wissenschaftlich. Es vermag vielmehr Wissen in einer guten Geschichte zu transportieren, welche in sich und ihrer Umgebung schlüssig bleibt. Mir persönlich wird Hagens Person aber etwas zu sehr in Richtung Merlin verschoben und die angedeutete Homosexualität, welche hier den wenigen Männerfreundschaften des Tronjers angedichtet wird, lasse ich hier unkommentiert im Raum stehen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten Bücher die es gibt! 27. April 2007
Von Alexandra
Format:Taschenbuch
Dieses Buch muß man auf jeden Fall gelesen haben! Es verquickt auf anspruchsvolle und spannende Weise historische Tatsachen mit germanischer Folklore und Mythologie, es ist aber auch lesbar, ohne daß man sich zuvor intensiv mit der Thematik beschäftigt hat.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch ist zum Verschlingen!!! 14. Oktober 2002
Format:Taschenbuch
Ich glaub ich hab das Buch schon mindestens 3x gelesen.
Es ist echt einmalig wie Grundy die Mysterien der Germanen und Hunnen rüberbringt.
Ich kann nur eins dazu sagen, jeder der Lust hat in einer fantastischen, historisch sehr realen Welt zu versinken sollte dieses Buch umbedingt zulegen... *keine weiteren Kommentare - das Buch spricht glaub ich für sich selbst genug*
;-)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel kann man dazu nicht sagen. 30. Januar 2010
Format:Taschenbuch
Stephan Grundy weiß, was er tut. Er sammelt die Geschichten von sämtlichen Werken rund um die Nibelungen und fasst sie in einen Roman zusammen, um uns die Vergangenheit des legendären Hagen von Troneg (im Buch Hagan genannt) näher zu bringen. Die wenigen Männerfreundschaften, die er pflegt, werden mit einer wunderbaren Intensität verstärkt und sein Glaube an Odin zu einer Reise zwischen Wirklichkeit und der Realität. Von einem arroganten Jüngling wächst er zu dem grimmigen Krieger heran, den wir aus dem Nibelungenlied kennen. Das Buch liest sich wie ein filmisches Meisterwerk oder ein aufwändig inszeniertes Theaterstück mit einer Atmosphäre, in die man hineingezogen wird.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Sehr spannend geschrieben
Wer den ersten Teil der Nibelungensage von Stephan Grundy "Rheingold" gelesen hat, kommt auch im 2. Band "Wodans Fluch" voll auf seine Kosten. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Tigermieze veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Mitleidenswert
ich liebe dieses Buch einfach,weil ich die alten Götter liebe.Es ist Grundy einfach gut gelungen die historische Wirklichkeit mit ein bißchen Fantasie(Flug als Rabe) zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. September 2010 von Spielvogel
4.0 von 5 Sternen Nicht ganz so gut
Da ich das Buch "Rheingold" kenne, barg das Buch nicht wirklich etwas Neues. Es ist aber gut und flüssig erzählt. Daher heute vier Punkte.
Veröffentlicht am 12. März 2010 von Brigitte Deininger
3.0 von 5 Sternen Anders als erwartet
So ganz kann ich dem Lob der Rezensenten vor mir nicht zustimmen. Für mich brauchte es gut 150 Seiten, bis die Handlung endlich in Fahrt kam. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Oktober 2009 von Andreas Barlage
5.0 von 5 Sternen Spannend und kurzweilig
Spannend und kurzweilig, historisch nicht korrekt, who cares, die Abenteuer sind glaubhaft, die Konflikte der verschiedenen Welte, Reiche und Glaubensrichtungen werden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Juli 2009 von Christoph Anschütz
3.0 von 5 Sternen Hagans Bezug zu Frauen
Das Buch gefällt mir sehr gut, lediglich Hagans Bezug zu Frauen (er bevorzugt Männer) entspricht nicht meinen Vorstellungen eines Helden.
Veröffentlicht am 4. Juli 2009 von R. Herzog
4.0 von 5 Sternen Hagens Jugend
Zuerst hatte ich bei diesem Buch auf eine Art "Rheingold aus der Sicht Hagens" gehofft. Aber das ist es nicht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. April 2009 von dirtsc
4.0 von 5 Sternen Hagan und die Hunnen
Ich habe "Rheingold" von Stephan Grundy verschlungen und im Vergleich zu dem Buch hinkt "Wodans Fluch" ein wenig hinterher. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. August 2008 von Historienfreak
5.0 von 5 Sternen grandioses Epos aus der Völkerwanderungszeit
Genial, was Stephan Grundy mit Wodans Fluch abgeliefert hat. Bei aller epischen Wucht und mystischen Kraft seiner Erzählung, schildert Grundy seine Protagonisten erfrischend... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juni 2008 von Friedemann
4.0 von 5 Sternen Gelungen und gut - Wodans Segen mit Euch!
Im 5. Jahrhundert n. Chr. - im Lager von Attila - irgendwo zwischen Worms und Passau lässt Stephan Grundy seine Idee freien Lauf. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Februar 2008 von Little Finger
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