... Ich arbeite hauptberuflich mit körperbehinderten, chronisch und psychisch kranken Jugendlichen zusammen, viele von ihnen sind Rollstuhlfahrer und sie haben mir als deren Erzieher diesen Film voller Leidenschaft empfohlen ! Es hat sich bestätigt, die Jugendlichen konnten mit diesem Film über ihre Handicaps lachen und es gibt mit diesem Film keine Abgrenzung mehr zwischen behindert oder nicht behindert. Wir Menschen haben alle in irgendeiner Art "ne` kleine oder grosse Behinderung", bei vielen sieht man die Handicaps nicht äusserlich, weil die Behinderung in der Persönlichkeit verankert ist. Die Mutter, die ihrem Kind alles gerecht machen will und sich von ihrem Kind unter Druck setzen lässt, damit das Kind "materiell" glücklich wird, vergisst, dass Liebe zu einem Kind auch darin besteht "Nein" sagen zu können. So hat die Mutter eine "kleine Behinderung in ihrer Persönlichkeit". Selbstverständlich ist die Pflegeheimleiterin übertrieben dargestellt worden, aber Übertreibungen gibt es immer in Humorfilmen. Ich finde, Til Schweiger und seine Mitschauspieler(-innen)ob behindert oder weniger behindert, haben mit diesem Thema als deutsche Schauspieler bisher ihre besten schauspielerischen Leistungen zu einem sensiblen Thema gezeigt. Ich hoffe, es schauen sich noch mehr Menschen diesen Film an, um ihre Ängste oder Vorurteile gegnüber den behinderten Mitmenschen abzubauen. Mir wird jeden Tag im Umgang mit den behinderten Mitmenschen bewusst, dass man selbst jeden Tag ganz schnell durch Unfall oder Krankheit von einer Minute zur nächsten "behindert" sein kann. Und trotzdem geht das Leben weiter und man kann sich über andere kleine Dinge freuen.
Ein Klasse Film zur Ergänzung meiner alltäglichen Arbeit. Toll auch, dass die "Behinderten" Schauspieler die grosse Artikulationsschwierigkeiten haben mitspielen durften und es kostet täglich wirklich viel Geduld ihnen zuzuhören und sie zu verstehen. DAS IST REALITÄTNAH, SICHER ANSTRENGEND ABER LIEBENSWERT !