"Wo dein Herz zu Hause ist" kann in der Tat als Herz-Schmerz-Roman und, da es eben vor allem um Gefühle geht, Frauenliteratur bezeichnet werden. Doch trotzdem ist Anna McPartlins Geschichte keine 0815-Lovestory, keine Fließbandliteratur.
Die Geschichte dreht sich rund um die dreißigjährige Harri, die, anstatt wie geplant ihrem Verlobten James das Ja-Wort zu geben, mit einer Panikattacke im Krankenhaus landet, womit bereits ihr zweiter Heiratsversuch scheitert. Im Folgenden muss sie sich ihrer Gefühle bewusst werden, bzw. ihre Gefühle ergründen und sich diesen stellen. Harri sucht dabei ihre eigenen Wurzeln, sucht ihre Eltern, die sie nicht kennt, und sucht gewissermaßen ihre Heimat.
Die Geschichte schafft es von Beginn an, den Leser zu unterhalten und mit fortlaufender Handlung auch zu emotionalisieren.
Denn McPartlins Roman ist eine gut gelungene Mischung aus Humor, Dramatik und Romantik - wodurch beim Leser zwischen Lachen und Weinen das ganze Spektrum an Emotionen bedient wird. Und das alles erfolgt - und das kann gar nicht genug betont und hervorgehobenen werden - ohne dass sich die Autorin in einem Übermaß an Kitsch, überbordender Romantik oder Pathos verlieren würde. Dadurch erst wirkt die Geschichte so authentisch und glaubhaft.
"Wo dein Herz zu Hause ist" ist daher nicht nur Frauen oder Fans von "Gefühls-Romanen" zu empfehlen, sondern schlichtweg jedem, der einige kurzweilige Stunden mit einer fesselnden, ergreifenden, lustigen und einfühlsamen Geschichte verbringen will.