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am 11. April 2014
Der Autor Ilan Goren ist Kind einer Mutter, die zeitlebens ihrem Sohn vom fernen Berlin vorschwärmte und versuchte, ihm deutsche Tugenden beizubringen. Nach dem Tod seiner Mutter kommt er zu dem Entschluss, in Deutschland nach seinen Wurzeln zu graben und er übernimmt für 1 Jahr den Job eines Auslandskorrespondenten in Berlin für den israelischen Fernseh-Sender Channel 10.

Was nun folgt ist eine ansprechende Mischung aus Suche nach der Geschichte seiner Vorfahren und eigenen Erfahrungen im heutigen Berlin. Goren bekommt eine Kiste mit Habseligkeiten seiner verstorbenen Großmutter, die schon lange wieder in Deutschland lebte, geschickt. U. a. eine Art Notizbuch seines Urgroßvaters. Seine Mutter hasste ihre Mutter, hat jedoch nie verstanden, dies ihrem Sohn zu erklären. Sicher einer der Gründe, warum Ilan auf die Suche gegangen ist.

Sehr spannend fand ich, sozusagen mit ihm gemeinsam in diesem Notizbuch zu lesen und die Geschichte seines Urgroßvaters zu erfahren, wie er vor fast 100 Jahren in Deutschland angekommen ist und wie es ihm erging. Im Verlauf findet ein steter Wechsel statt zwischen Notizbuch und eigenem Erleben, das oft genug absurd erscheint - nicht zuletzt wegen der etwas sonderbaren Bekanntschaften, die Goren im modernen Berlin macht.

Immer klarer wird, dass es eigentlich kaum deutsche Wurzeln gibt, die er finden könnte und dass der Unterschied zwischen ihm und seinem Urgroßvater gar nicht so fürchterlich groß ist. Letzen Endes waren beide Emigranten in einem fremden Land und fühlten sich zu Beginn verloren in der fremden Welt. Nur das seine Vorfahren leider nicht die Möglichkeit hatten, ihr Leben konstant in Berlin aufzubauen. Obwohl sein Urgroßvater beste Voraussetzungen und eine gute Stellung inne hatte. Gott sei Dank zog seine Familie nach dessen politisch begründeten Entlassung die richtigen Schlüsse und wanderte rechtzeitig aus. Wenngleich dies durch einen spielerischen Zufall ausgelöst wurde. Wer weiß, ob es Ilan sonst heute geben würde?

Insgesamt finde ich das Buch wirklich bemerkens- und lesenswert. Ohne jede Anklage oder Schuldzuweisung bzw. überhaupt Suche danach. Der Schreibstil ist unaufdringlich, amüsant die Erinnerungen an die eigene Kindheit, die Formulierungen leicht und etwas frech, alles in allem mit einer guten Portion Humor ausgestattet. Da mich das deutsch-jüdische Verhältnis schon seit Jahrzehnten interessiert, hat gerade dieses Buch für mich einen besonderen Stellenwert. Meine Erkenntnis ist: Junge Israelis von heute gehen mit jungen Deutschen von heute recht ungezwungen und normal um. Das hat mich wirklich sehr gefreut! Übrigens ist er nicht wieder zurück nach Tel Aviv gegangen.
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am 19. Januar 2014
Nach dem Tod seiner Mutter zieht der Israeli Ilan Goren nach Berlin Er arbeitet hier als Auslandskorrespondent des israelischen Fernsehsenders Channel 10. Aber vor allem möchte er seinen deutschen Wurzeln und Ahnen näher kommen und damit natürlich auch sich selbst.

Das Buch ist in zwei ineinander verwobene Erzählstränge gegliedert, die in ihrer Qualität recht unterschiedlich sind.

Der autobiographische Erzählstrang seines Lebens in Berlin, mit dem besonderen Blick des Ausländers, liest sich episodenhaft und oft witzig. Durch das Episodenhafte bleibt allerdings manchmal die Spannung etwas auf der Strecke. Goren entwirft hier eine kleine Hommage auf Berlin und zeichnet die typischen Berliner Besonderheiten: Multikulti, 1.Mai Krawalle, Grunewald, Prenzlauer Berg und Kreuzbergatmosphäre, Sexclubs u.a.. Aber auch Neues gibt es zu erfahren, so wusste ich (als Berlinerin) z.B. nicht, dass es ein Internationales Aktivistenkomitee, Ostberliner Flügel, Niederlassung Friedrichshain gibt..:)

Der zweite Erzählstrang befasst sich mit seiner Familiengeschichte. Ilan fällt der Nachlass seiner verstorbenen Großmutter in die Hände. Darin befinden sich unter anderem ein psychiatrisches Gutachten über seine Großmutter und das Tagebuch seines Urgroßvaters. Dieses bezieht sich vor allem auf die Zeit von 1918- 1932. 1918 wanderte sein jüdischer Urgroßvater aus Polen nach Berlin ein. Von dort emigrierte er 1932 mit seiner Familie nach Palästina.
Diesen Erzählstrang fand ich durchweg interessant, spannend und sehr berührend geschrieben. Eine dysfunktionale, entwurzelte Familie jüdischen Hintergrunds wurde hier beschrieben, auf der Suche nach kultureller und religiöser Identität, Heimat und Zugehörigkeit.

Ilan Goren lässt den Leser ein Stück auf seinem Selbstfindungsprozess teilhaben, wenn gleich auch stets recht distanziert. Tiefere Prozesse skizziert er nur und lässt sie den Leser erahnen. Melancholie und Einsamkeit zeigen sich hier und dort, neben Witz und Humor.

Verwirrt war ich etwas, da ich erst nicht wirklich einordnen konnte, ob der zweite Erzählstrang auch autobiographisch ist oder nicht. Aber ich meine im Nachhinein verstanden zu haben, dass dieses der fiktionale Anteil ist – so wird das Buch auch als „halb Roman, halb Reportage“ ausgewiesen. Schade, diese Mischung irritierte mich.

Eine Bewertung fällt mir schwer, ich würde gern 3,5 Sterne geben, entscheide mich dann aber eher für 4, da das Werk mich doch sehr berührt hat.
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am 31. Dezember 2013
Wenn ein Israeli sich auf die Suche nach seinen Wurzeln in Deutschland begibt, kann es für mich nur interessant werden, vor allem wenn diese Suche in Berlin stattfindet.
Dieser Israeli ist Ilan Goren, als Europakorrespondent nach Berlin geschickt worden, kurz nachdem seine halbdeutsche Mutter gestorben war.
In Berlin wartet auf ihn nicht nur aufregendes Material für Reportagen, sondern auch das Erbe seiner Großmutter: das Tagebuch seines polnischen Ur-Großvaters, der genau wie er nach Berlin ging, um Neues zu erleben, und als Jude auch einiges zu erzählen hatte.
In diesem Tagebuch findet Ilan seine Wurzeln, die Geschichte seiner Ahnen.
Während Ilan ein Berliner Abenteuer nach dem anderen erlebt, liest er in seiner Freizeit das Tagebuch seines Ur-Großvaters. Und was er dabei erfährt, übertrifft seine ganzen Vorstellungen.
Das Tagebuch enthüllt nicht nur viele Geheimnisse, es ist auch Zeitzeuge der Entwicklung einer Stadt in den 20er und 30er Jahren, gesehen durch die Augen eines jungen jüdischen Einwanderers aus der verarmten Provinz Polens.

Ilan Goren erzählt seine eigene Geschichte mit einem gewissen Witz und mit einer aus meiner Sicht intelligenten Sprache. Ich habe die vielen Wendungen und die Schnelligkeit, mit der sich die Ergebnisse häufen, sehr genossen.
Der Inhalt vom Tagebuch, über den er parallel zu seinen Berliner Abenteuern berichtet, hat mich tief berührt. So viel Schmerz, so viele Enttäuschungen, so vieles, was nicht ausgesprochen wurde und nur dem Tagebuch anvertraut wurde.
Dieser Tagebuchbericht war für mich das Highlight von "Wo bist du, Motek?" von Ilan Goren, und gleichzeitig eine Überraschung, denn so eine berührende Geschichte habe ich gar nicht erwartet.

"Wo bist du, Motek?" ist ein unterhaltsames und berührendes Buch über einen jungen Mann auf der Suche nach seinen Wurzeln.
Ausgerechnet ein Israeli in Berlin.
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am 10. November 2013
Ein turbulentes, ereignisreiches Jahr verbringt Ilan Goren in Berlin. Im Auftrag des israelischen Senders „Channel 10“ soll er Reportagen über aktuelle Ereignisse drehen. Der neugekürte Europakorrespondent will diese Zeit nutzen, um Karriere zu machen; vor allem aber hat er den Wunsch, kurz nach dem Tod seiner Mutter ihrer Vorliebe für alles Deutsche – von Markenware über Spielzeug bis zu Kinderreimen - nachzuspüren und in Berlin vielleicht einiges über seine deutschen Ahnen in Erfahrung zu bringen.

In einer lockeren, freimütigen Sprache, die jedoch nie ausfällig wird, berichtet Goren, der in seinem Buch „Motek“ genannt wird (ein hebräisches Wort für „Süßer“), über sein alltägliches Leben in Berlin mit Freunden, seiner Arbeit - und immer wieder Schokolade. Aus seiner Perspektive heraus entwirft er ein Stimmungsbild des modernen Berlin. Wie eine Collage werden Impressionen, Erinnerungen und neue Erfahrungen zu einer Einheit zusammengetragen. Als wegweisende Figur im Hintergrund stets die verstorbene Mutter und ihre Lebensweisheiten, die Motek geprägt haben. Dabei wird immer wieder deutlich, wie sehr sich Moteks Ansichten, der in dem biblischen „gelobten Land“ groß geworden ist, von denen unterscheiden, die er hier in Deutschland, dem „gelobten Land“ seiner Mutter, antrifft.

Mit Hilfe eines Tagebuchs, das sein Urgroßvater einst geführt hat, und einigen handgeschriebenen Zetteln seiner Großmutter gelingt es Motek, sich ein Bild seiner Vorfahren und deren Leben zu machen.
Der Autor versteht es, den Leser in wechselnden Erzählperspektiven von seiner Geschichte zu fesseln: da ist zum einen seine eigene gegenwärtige Situation in Berlin, zum anderen auch Episoden aus dem Leben und der Sicht von Else und Juda/Joachim, den Urgroßeltern, die er dem Tagebuch und den handschriftlichen Notizen von Großmutter Jutta entnimmt. Dabei passt er seinen Sprachstil jeweils der Vergangenheit bzw. der Gegenwart an.

Temporeich, spritzig erzählt Ilan Goren den Ablauf eines ganzen Jahres. Bei aller Vergnüglichkeit und dem Humor, den Motek nie verliert, ist das Buch doch auch mit einer guten Portion Ernst und Nachdenklichkeit gewürzt.

„Sie sehen genauso aus wie vor einem Jahr“, stellt schließlich die Mitarbeiterin der Ausländerbehörde fest. Rein äußerlich, vielleicht. Doch für Motek hat sich viel verändert: eine Beziehung zerbricht, Freunde gehen neue Wege, er selbst verliert seine Arbeit - aber er hat etwas über sich und seine Wurzeln erfahren. Was liegt da näher, als ein weiteres Jahr in Berlin zu verbringen? Und wo bist du heute, Motek? Auf der Suche nach Deinen Wurzeln? Auf der Suche nach Dir selbst? Oder auf der Suche nach einer Story?
Wie auch immer: ich bin überzeugt, dass sich viele Leser mit großem Vergnügen Moteks Suche anschließen werden.
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am 20. Juni 2015
Wo bist du, Motek? Ein Israeli in Berlin. Geschrieben von Ilan Goren.

Das Buch ist aus der Sicht von Ilan geschrieben, sein Spitzname in Israel ist Motek. Ilan kommt aus Tel Aviv, um in Berlin ein Jahr als Europakorrespondent für einen israelischen Fernsehsender zu arbeiten.

Diesen Job in Berlin hat er sich ausgesucht, um auf Spurensuche der Vergangenheit seiner Familie zu gehen. Seine Mutter ist vor kurzem in Israel an einer Krebserkrankung gestorben. Die Urgroßmutter von Motek - Else und der Urgroßvater Juda haben sich in Berlin kennengelernt, haben dort geheiratet und im Juni 1923 wurde die Tochter geboren - Jutta, Motek seine Oma.

Moteks Mutter hat immer von der deutschen Schokolade und von der deutschen Pünktlichkeit geschwärmt. Als er in Berlin angekommen ist, stößt er auf eine Kiste. In dieser Kiste sind einige Dinge aus der Vergangenheit unter anderem ein Notizbuch von seinem Urgroßvater Juda der Jude ist. Die Geschichte der Vergangenheit wird aus diesem Notizbuch heraus erzählt. Die Urgroßeltern erleben die Anfänge der Judenverfolgung in Berlin und entscheiden sich Gott sei Dank noch rechtzeitig, nach Palästina auszuwandern. Moteks Oma (Jutta) ist zu diesem Zeitpunkt 9 Jahre alt.

Wir lernen Motek kennen, wie er in Berlin arbeitet, lebt und wie er Zeit mit seinen Freunden verbringt.

Die Kombination aus der historischen Geschichte und der aktuellen ist gut kombiniert! Das Buch insgesamt ist gut verständlich und flüssig geschrieben. Die Gestaltung des Buches mit dem Titelbild finde ich ebenfalls gut gelungen. Die knapp 250 Seiten habe ich sehr schnell durchlesen können. Einzig den Preis von 17,00 € finde ich für diese knapp 250 Seiten zu hoch.
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am 17. November 2013
Wo bist du, Motek?: Ein Israeli in BerlinDer Autor Ilan Goren soll für seinen Sender Channel 10 als Auslandskorrespondent aus Berlin berichten.
Er hat merkwürdige Vorstellungen von Deutschland, denn seine kürzlich verstorbene deutschstämmige Mutter hat bis zuletzt von Deutschland geschwärmt. Daher hat er eine seltsame Kombination aus israelischen und deutschen Gepflogenheiten kennengelernt. Deutsche Schokolade konnte dabei helfen, größere und kleinere Probleme zu lösen.
Kaum ist er in Berlin, erhält er eine Kiste mit Tagebüchern und anderen Dokumenten als Nachlass seiner Großmutter, die auch seit einiger Zeit tot ist. Eigentlich hatte er keine Beziehung zu seiner Großmutter Jutta, denn seine Mutter hielt nichts von ihr.
So versucht er auf der einen Seite Deutschland kennenzulernen, auf der anderen Seite seiner Familiengeschichte nachzuspüren. Mit der Zeit merkt Ilan, dass die Familiengeschichte wohl ein wenig anders verlaufen ist, als das seine Mutter geschildert hat. Das erklärt auch das Verhältnis der beiden Frauen.
Der Roman springt von der Kindheit in die Gegenwart, dann wieder in die Zeit der Vorfahren. Alles geht ein wenig chaotisch zu, zumal die Anweisungen aus Israel bezüglich seiner Arbeit auch nicht immer klar sind. Immer ist er auf der Jagd nach einer Story, so dass seine aus Israel angereist Freundin nie viel von ihm hat. Aber er lernt eine Menge Typen kennen, die alle auch ein wenig von der Rolle sind. Alles ist ein wenig oberflächlich.
Die Geschichte ist ganz witzig zu lesen, der Schreibstil locker. Trotzdem habe ich mich beim Lesen etwas schwer getan, da es mir zu sprunghaft und chaotisch zuging.
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am 23. November 2013
Ilan Goren wird von seiner alleinerziehenden deutschen Mutter in Tel Aviv großgezogen. Von der deutschen Verwandschaft erfährt er nicht viel. Manchmal muß er mit seiner Großmutter telefonieren und versteht nicht viel. Seine Mutter hat ein ganz schlechtes Verhältnis zur Großmutter, was Ilan nicht verstehen kann. Er begleitet seine Mutter durch die letzten Monate der Krebserkrankung. Da er von Deutschland nicht viel kennt und weiß, außer quadratischer Schokolade, dafür hatte seine Mutter irgendwie immer Geld, geht Ilan (Spitzname Motek) nach dem Tod seiner Mutter als als Europakorrespondent für Channel 10 von Tel Aviv nach Berlin.
Seine Reise wird erschwert, als er sich vor der Abreise nach Deutschland in Karen verliebt.

Kaum in Berlin angekommen, erfährt Motek, daß seine Großmutter verstorben ist. Er erhält ihren Nachlaß - eine große schwarze Kiste! In dieser Kiste findet er ein Tagebuch seines Urgroßvaters. Nun erfährt man in Rückblicken die Geschichte seiner Urgroßeltern uns seiner Oma. Diese waren gar keine "Deutschen", wie seine Mutter ihm immer erzählt hatte.

Als Motek seine Arbeit und Karen verliert überdenkt er sein Leben und kehrt Tel Aviv den Rücken...

Das Buch läßt mich sehr verwirrt zurück. Zeitweise war es super zu lesen und ich konnte es gar nicht aus der Hand legen. Stellenweise muß man arg mitdenken und Stellen doppelt lesen (denken kann nicht schaden). Die Rückblicke der Großeltern waren sehr interessant, teilweise schwierige Übergänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Mal ein ganz anderer Blick auf uns Deutsche :-)
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am 17. November 2013
Ilan Goren, Fernsehreporter, in Tel Aviv aufgewachsen, begleitet seine krebskranke Mutter mit deutschen Wurzeln in ihren letzten Stunden. Als alleinerziehende hatte sie es nie leicht, für deutsche Schokolade hat es jedoch immer irgendwie gereicht, sowie auch für Deutsche Lieder und Geschichten.
Zur Verwandtschaft in Deutschland hat sie kein gutes Verhältnis, wenn die anruft muss Ilan ans Telefon.
Nach dem Tod der Mutter, geht Ilan als Europakorrespondent für den Sender Chanel 10 nach Berlin. Ausgerechnet kurz vor seinem Abflug nach Berlin verliebt er sich in seine Kollegin Karen.
In Berlin, dieser so ganz anderen Welt, muss sich Ilan (Spitznamen Motek) erst mal zurecht finden.
Aus einem Nachlass erhält er eine Kiste mit Erinnerungen seiner Urgroßmutter. Darin ist auch ein Tagebuch seines Urgoßvaters enthalten. Motek bekommt einen Einblick und stellt fest, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Waren die Verwandten Juden oder nicht, er begibt sich auf die Suche nach seinen Deutschen Wurzeln.
Als er dann seinen Job und auch Karen verliert, wendet er Tel Aviv den Rücken zu.
Er beginnt ein neues Leben.

Sehr gut geschrieben, habe das Buch förmlich verschlungen. Zeitweise war einige Konzentration von Nöten, was mir aber nichts ausgemacht hat. Das Gehirn einzuschalten kann ja nicht schaden. Der Autor beschreibt seine Eindrücke, den Kulturschock mit esprit, zum schmunzeln, aber auch ernst. Diese hin-und hergerissen sein , die zwei Seiten sozusagen wurde gut beschrieben .Das Cover passt gut zur Geschichte.
Dafür gibt es verdiente fünf Sternchen!
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am 11. November 2013
Der Autor wird als Auslandskorrespondent des Fernsehsenders Chanel 10, ausgestattet mit einer Mini-Kamera und winzigem Budget, von Israel nach Berlin entsandt. Für Ilan die Gelegenheit, sich seinen Deutschen Wurzeln zu nähern, die seine verstorbene Mutter so hoch gelobt und in Ehren gehalten hat.

In Deutschland angekommen, erhält er unerwartet die Hinterlassenschaft seiner Großmutter in Form einer großen Kiste. Unter Fotografien, handschriftlichen Kommentaren, Briefen, billigem Schmuck und hässlichen Gemälden findet er ein kleines Buch; das Tagebuch seines Ur-Großvaters. Und so hält er einen Leitfaden in den Händen, seiner Identität nachzuspüren.

Das Fazit seiner Reise in die Familiengeschichte mündet in der Erkenntnis, dass man den Erinnerungen seiner Vorfahren nicht immer so ganz glauben darf.

Parallel versucht Ilan sich im Berlin von Heute zurechtzufinden und sein eigenes Leben zu meistern.

Die Leseprobe hatte aufgrund ihres Witzes, amüsanter Deutscher Tugenden und Qualitätsprodukte mein Interesse an diesem Buch geweckt. Die Suche nach den Wurzeln ist aber letztlich eine ernsthafte Schilderung eines schweren Lebens der Ur-Großeltern, der Oma sowie der Mutter.

Und so ist es für mich letztlich nur" ein Sachbuch, welches mir das Leben einer israelisch-stämmigen Familie zwischen Palästina und Deutschland nahebringt. Und dies über vier Generationen hinweg, in Zeiten des Krieges und relativen Friedens.

Rezension: Ilan Goren, Wo bist Du, Motek?, Graf-Verlag, Literatur, 256 Seiten, 16,99 €, Erscheinungsdatum: 11.11.2013
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am 15. November 2013
Der junge israelische Journalist Ilan Goren bekommt die Chance als Europa-Korrespondent für einen Fernsehsender aus Tel Aviv nach Berlin zu gehen und von dort aus zu arbeiten.
Ilans verstorbene Mutter hatte deutsche Wurzeln. Ihre Mutter, seine Großmutter wurde in Berlin geboren. Da seine Mutter ihm von Deutschland und allem was ihrer Meinung nach dazugehört immer vorgeschwärmt hat, bekommt er nun die Gelegenheit, sich selber ein Bild davon zu machen.
In Berlin angekommen, wird ihm von dem Nachbarn seiner kürzlich verstorbenen Großmutter deren Nachlass zugeschickt, eine Kiste mit einem Tagebuch seines Urgroßvaters, mit alten Dokumenten und Bildern.
So muss sich Ilan nicht nur in seiner neuen Umgebung zurechtfinden, sondern erhält auch noch Einblick in seine Familiengeschichte. Die anders aussieht, als er sich eigentlich vorgestellt hat. Sein Urgroßvater war kein gebürtiger Deutsche, sondern ein Jude aus Polen. Seine Urgroßmutter dagegen war zunächst keine Jüdin. Sie konvertierte ihrem zukünftigem Ehemann zuliebe. Sein Urgroßvater schlug seine Urgroßmutter. Die nach dem frühen Tod ihrer Schwester allmählich in eine Zwangserkrankung herein geriet.
Alle diese Erfahrungen die Ilan macht, die über die Vergangenheit und die aus der Gegenwart, bilden eine interessante Geschichte.

Lustig sind die Elemente, bei denen der Autor den Deutschen einen Spiegel vorhält. Sind wir Deutschen wirklich so?
Spannende Elemente finden sich im langsamen Aufdecken der Familiengeschichte.
Alles in allem ein gut zu lesendes Buch, aber manchmal etwas verwirrend.
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