Helmut Wirfler hat zehn Jahre lang sommers wie winters - mit Unterbrechungen - im Yukon gelebt und ist nicht nur mal für kurze Zeit dagewesen. Der Autor weiß wovon er schreibt, wägt im Buch sorgsam die Vor- und Nachteile beider Lebensweisen ab und hat sich letztendlich mit seiner Frau für ein Leben im Yukon entschieden, wohnt und arbeitet er doch immer noch dort.
Ausführlich beschreibt er den Bau der Blockhütte in der Wildnis. Das Leben dort fasziniert das Paar, ohne dass es jedoch verherrlicht wird. Schwierigkeiten und Nachteile werden nicht verschwiegen, sondern bewältigt und in Kauf genommen, um den Traum zu realisieren und zu leben. Ein ehrliches und offenes Buch über die Schönheiten und Widrigkeiten der ganzjährigen Existenz im zentralen Yukon, fernab der Zivilisation.
Besonders beeindruckend waren für mich die Beschreibungen der Tierbeobachtungen, speziell der Wölfe. Man merkt dem Autor seine Begeisterung für diese Ikone der nordischen Wildnis an, ohne dass er die Verbindung zur Realität verliert. Die schönen Bilder unterstreichen und ergänzen den Text ideal. Manchmal fiel es mir schwer die Zeiten der Handlung genau einzuordnen, da vor- und zurückgegriffen wurde, doch das trübt den Lesegenuss keineswegs.