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Wo der Tag beginnt: Storys aus Neuseeland
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. August 2012
Das Buch fällt in den Bereich literarischer Reisebericht ähnlich den Büchern von Helge Timmerberg oder Andreas Altmann.

Der Autor erzählt von seiner Zeit in Neuseeland und von den Leuten, denen er begegnet ist.
Das führt zu einer großen Anzahl kleiner und kleinster Portraits von normalen Leuten, meistens aber eher ungewöhnlichen Menschen.
Fast immer sind es alltägliche Gespräche auf der Straße oder in Kneipen, die den originellen Stoff bieten.
Ich schätze an den Autor sehr, dass er die Menschen so genau beobachtet und dann ehrlich über sie berichtet. Nicht geschönt, aber immer mit einer gehörigen Portion Sympathie. Das gilt selbst für die Leute, die wenig sympathisch handeln.

Oft sind die Geschichten sehr kurz, mehr Skizzenhaft als mit viel Handlung unterlegt.
Das Lesegefühl dabei lässt mich an episodenhafte Romane von John Steinbeck denken, z.B. Die Straße der Ölsardinen oder Die wunderlichen Schelme von Tortilla Flat.

Das ganze wirkt dann noch stärker, wenn Martn Bettinger nicht nur in seiner Sprache erzählt, sondern den jeweiligen Erzähler eine eigene Sprachfärbung verleiht.
Martin Bettinger spürt den besonderen Momenten des Alltags nach.
Viele Personen tauchen mehrfach in den kleinen Geschichten auf, dadurch gewinnt das Buch eine Geschlossenheit.

Sprachlich ist das Buch durchgängig interessant. Oft dominiert eine milde Form von Ironie.

Manche der Kapitel sind so kurz gehalten, dass sie nahezu zur Lyrik werden.

Beispiel

Wenn der Tag beginnt.
paddelt Marlynn zur kleinen
Insel hinüber. Zurückkommend
trägt ihr Hemd eine Zeichnung
aus Salz. Als hätte ihr
Das Meer einen Brief geschrieben.
Jeden Tag einen Neuen.

Für mich ein ganz besonderes Buch!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. September 2012
Herrlich ehrlich, manchmal tragisch und amüsant zugleich, ironisch aber menschlich.
Die Kurzgeschichten erzählen in ihrer Knappheit vom Leben der Menschen in Neuseeland, ihren Wünschen, Bedürfnissen und vor allem Sehnsüchten. Da kommt der umherziehende und nach Glück suchende Backpacker, der umherstreuende Ich-Erzähler, der nicht so ganz in das Bild der dort Lebenden passen mag, Auswanderer, Lebensgenießer,... da findet sich jeder ein Stück weit selbst. Da bemerkt man erst recht spät, dass man diesen Menschen in weiter Ferne in ihrem irrtümlichen Paradies in seinem eigenem Alltag näher ist als man denkt und einem manchmal lieb ist.
Wo der Tag beginnt: Stories aus Neuseeland
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. September 2012
Manchmal stößt man auf Bücher, die einen sofort ansprechen.
"Wo der Tag beginnt" ist so ein Fall.
Martin Bettinger skizziert darin mit wenigen Worten herrliche Bilder, die lange im Gedächtnis bleiben.
Die wunderbar leicht geschriebenen Texte erinnern an die subtilen Finessen guter französischer Filme.
Wie dort, so steht auch in Bettingers Buch der Mensch im Vordergrund. Der Mensch mit, wie er sagt, all seinen "alten Fehlern".
Bettinger versteht es, gerade diese auf liebevolle Art als das darzustellen, was sie eigentlich sind - das, was unser Leben so abwechslungsreich und spannend macht.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. September 2012
Martin Bettinger zeichnet Menschen und schenkt der Lesegemeinde Einsichten, so klar und anschaulich, dass man sich wünschte, dem einen oder anderen Typen wäre im Anschluss an dieses Buch ein eigener Roman gewidmet. Kann ja vielleicht sein. Ich kann die Lektüre nur empfehlen, zum einen weil diese zu Fernweh führen kann, zum anderen weil dies eben nicht zwingend so sein muss. Insoweit sei an die klassische Andeutung im Titel der Rezension erinnert. Es menschelt nunmal überall, nur selten ist dies so unterhaltsam wie nachdenklich präsentiert und auf einen territorialen Punkt gebracht worden.
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am 20. September 2012
Martin Bettinger beschreibt auf witzige, treffende Art die "Typen", die die golden bay bevölkern: Heilsucher, Arbeitsscheue, Lebenskünstler, zum Teil verschrobene doch liebenswerte Menschen, von denen ich auch einige kennen lernen durfte.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. November 2012
Ich bin zufällig auf dieses Buch gestoßen, aber es ist genau das richtige, um über die trüben Novembertage zu kommen. Kurze Geschichten einer langen Reise, mit kantigen Porträts, klaren Dialoge und einem wunderbareren Humor. "Sie kommt im Bikini auf mich zu: Nicht zu sagen, ob all das Zeug drin ist und raus will, oder ob es draußen ist und wieder hinein will." Wo der Tag beginnt - dort will ich auch mal hin!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. November 2012
Großartiger Storyband! Schon bei "Dachschaden" war ich von der guten Beobachtungsgabe des Autors beeindruckt. Die ungekünstelte Wiedergabe der in Neuseeland gewonnenen Eindrücke macht diesen Text so sympathisch und lesenswert! Gekonnt wie immer präsentiert sich dieser neue Text von Martin Bettinger!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. November 2012
Die Geschichten lesen sich sehr gut und zeigen auf eine dichte, kompakte Art ein wunderbares Stück Lebenswelt. Viele der Storys haben mir gefallen, sehr gut, ich werde sie öfter lesen. Sie sind wie gute Bilder in einer Galerie.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. September 2012
Auch in seinem neuesten Buch fasziniert Martin Bettinger wieder mit seiner Erzählhaltung, die einen zur Leichtigkeit verführt. Mit ihm und seiner unvoreingenommen Sichtweise betrachtet man das Leben, in all seinen Dimensionen.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. September 2012
Martin Bettingers "Wo der Tag beginnt" ist vielleicht das beste Buch, das der Autor bislang geschrieben hat. Gerade weil es scheinbar so leicht und fließend daher kommt, so unprätentiös, so jugendlich, dass man zuweilen fast übersieht, welcher menschliche Reifungsprozess der Produktion vorausging. Es schließt an die frühen "Dachschaden"-Erzählgedichte an, ohne sich in Wiederholungen zu erschöpfen. Eher werden damalige Ansätze gedanklich vertieft.
Trotz aller thematischen Begrenzung stellt sich ein Gefühl der Weite ein. Denn die literarische Parade der Sinnsucher oder Käuze am 'Rande der Welt' gelingt nicht zuletzt deshalb, weil deren Schilderungen bei aller Skurrilität zugleich prägnante Sozialstudien enthalten. Bettinger gibt nach wie vor den Romantiker, den "Taugenichts". Doch der ist ebenso realistisch wie poetisch fundiert.
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