"Wo samma" könnte man nach "Wellcome to Bavaria" als zweitbestes Album der drei Well-Brüder bezeichnen. Das Titellied ist eine feinsinnige Korruptionshymne ("Samma die mehran, samma die schweran, wer ko der ko, nehma damma scho..wer ko der ko, da samma net aso"), die von merkwürdigen afrikanischen Instrumenten begleitet werden, die irgendwie an Klostöpsel erinnern (zu sehen auf der DVD "Tschurangrati"). Daneben gibt es mindestens vier weitere Lieder der obersten Kategorie.
"Milbertshofner Hausmusik" erzählt von Abgründen zwischen Stubenmusi und Frauenmisshandlung, "Asylantenschwemme" treibt bayrische Fremdenangst auf die Spitze und "Kenia ken i aa" besingt die Nöte von Sextouristen in Afrika. "Drehleier unplugged" ist irisch Folk auf bajuwarisch und "Da boarisch Hiasl" eine wunderbare Neuinterpretation des alten Räubererliedes in Kooperation mit den Toten Hosen. Dazwischen gibt es auch ein paar mittelprächtige Stücke, aber insgesamt ein essentielles Werk der drei aufmüpfigen Prachtbayern.