da vergehen dann 2 jahre seit den beiden höchst erfolgreichen "posen" und "von allen gedanken...", und dann kommt dieser stilwandel:
"wo ist hier" ist zweifelsfrei ein konzeptalbum, wie es im bilderbuch steht. ich denke mir immer wieder, dass sich die sterne sehr viel bei dem album gedacht haben. ihr mut, diese gedanken mit den bisherigen sterne-horizont überschreitenden mitteln auszudrücken ist bemerkenswert, aber auch gewöhnungbedürftig.
eingänig bleiben sie doch des öfteren, und nach einiger zeit kann man "nichts wie wirs kennen" oder "manchmal sagt man.." als "typische" sterne-songs identifizieren. aber es braucht eben zeit die "nichts wie..."-instrumentierung zu schlucken. oder den "beastbeat". oder die "melodie d'amour".
sobald man aber das alles mal akzeptiert hat, stellt man schnell fest, dass unter dieer stilistischen neuheit nicht wirklich viel steckt. das album wirkt - von dem stilbruch mal dekonstruiert - leer und inhaltslos, alles in allem scheint der stilbruch ein vorwand zu sein. würde ich nicht wissen, dass das folgende album "irres licht" (in der selben neuen stilistik) nicht doch eine leichte aufwärtsbewegung bedeutet hat, würde ich "wo ist hier" als den potenziellen untergang der sterne bezeichnen. aber sie haben die kurve dann doch gekriegt.