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Wittgensteins Neffe: Eine Freundschaft (suhrkamp taschenbuch)
 
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Wittgensteins Neffe: Eine Freundschaft (suhrkamp taschenbuch) [Sondereinband]

Thomas Bernhard
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Produktinformation

  • Sondereinband: 176 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 15 (25. Oktober 1987)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518379658
  • ISBN-13: 978-3518379653
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,9 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 131.322 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Thomas Bernhard
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mit seiner 1982 vorgelegten Arbeit über die Geschichte einer Freundschaft führt Bernhard seine Autobiographie, die Beschreibung seiner Kindheit und Jugend in fünf Bänden, weiter in die Jahre 1967 bis 1979. Bei einem Sanatoriumsaufenthalt vertiefte sich seine Freundschaft mit Paul Wittgenstein, die in leidenschaftlichen Diskussionen über Musik begonnen hatte. Paul Wittgenstein, der Neffe Ludwig Wittgensteins, maturierte am Theresianeum in Wien und studierte danach Mathematik. Seit seinem 35. Lebensjahr brach seine Nervenkrankheit immer wieder durch. Anfänglich finanziell sehr gut gesichert durch die Reichtümer einer der reichsten Familien Österreichs, verschenkte er sein Vermögen unbekümmert an Freunde und Arme, bis er selber in Armut dahinvegetierte. In seinen letzten Lebensjahren vereinsamte er mehr und mehr, nur noch mit seinem Freund Thomas Bernhard verbunden. Bernhards Notizen sind zum Bericht der Sterbegeschichte des Paul Wittgenstein geworden. Zwölf Jahre hindurch hatte er das Sterben seines Freundes beobachtet. Und durch diese Beobachtung hat sich auch die Selbstbeobachtung Thomas Bernhards verschärft - so daß durch den Porträtierten auch das Bild des Porträtisten starke Konturen gewinnt.

Über den Autor

1931
geboren am 9. Februar in Heerlen (Niederlande) als unehelicher Sohn von Herta Bernhard, der Tochter des Schriftstellers Johannes Freumbichler; den Vater Alois Zuckerstätter lernt Bernhard nie kennen

1931-35
zusammen mit der Mutter und deren Eltern in Wien; schwierige ökonomische Situation; enge Beziehung zum Großvater mütterlicherseits

1935
Übersiedlung mit Mutter und Großeltern nach Seekirchen am Wallersee (Land Salzburg)

1938
Übersiedlung nach Traunstein (Bayern); Bernhards Mutter hat mit ihrem Ehemann Emil Fabjan zwei weitere Kinder; Peter (geb. 1938), Susanne (geb. 1940)

1943
ab Herbst im NS-Schülerheim in Salzburg; Gymnasium; in den folgenden Jahren u.a. Geigen- und Gesangsunterricht

1945
katholisches Schülerheim Johanneum

1946
Übersiedlung der gesamten Familie nach Salzburg (Radetzkystraße )

1947
Abbruch des Gymnasiums; Kaufmannslehre (Scherzhauserfeldsiedlung)

1949-51
in der Folge Lungentuberkulose; Aufenthalte im Krankenhaus, in Sanatorien und Heilstätten (u.a. in der Lungenheilstätte Grafenhof bei St. Veit im Pongau, Land Salzburg)
1949
Tod des Großvaters

1956
lernt Hedwig Stavianicek - seinen ›Lebensmenschen‹ - kennen; Tod der Mutter

1952-55
freie Mitarbeit beim Salzburger ›Demokratischen Volksblatt‹; Gerichtssaalberichte, Buch-, Theater- und Filmkritiken; erste literarische Veröffentlichungen: Gedichte, Erzählungen 1955 erste von zahlreichen Jugoslawienreisen mit Hedwig Stavianicek

1955-57
Hochschule für Musik und darstellende Kunst ›Mozarteum‹ in Salzburg: Musikunterricht, Regie- und Schauspielstudium

1956
erste Venedigreise mit Hedwig Stavianicek

1957-60
Freundschaft mit dem Komponisten Gerhard Lampersberg; längere Aufenthalte auf dessen Tonhof (Maria Saal, Kärnten)

1957
erster Gedichtband: Auf der Erde und in der Hölle

1958
In hora mortis; Unter dem Eisen des Mondes (Gedichtbände)

1959
die rosen der einöde. fünf sätze für ballett, stimmen und orchester

1960
Aufführung der Kurzoper Köpfe und einiger Kurzschauspiele im Theater am Tonhof; erste große Italienreise mit Hedwig Stavianicek (u.a. Sizilien), Reise nach England (kurzer Aufenthalt in London)

1963
literarischer Durchbruch mit dem Roman Frost; erste Polenreise

1964
Amras; Julius Campe-Preis

1965
Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen; Kauf eines Vierkanthofs in Obernathal bei Ohlsdorf (Oberösterreich; vermittelt durch den Immobilienmakler Karl Ignaz Hennetmair), jahrelange Restaurierung des Gebäudes; später Kauf zweier weiterer Häuser bei Reindlmühl und Ottnang; daneben immer wieder Aufenthalte in Wien (Wohnung Hedwig Stavianiceks in der Döblinger Obkirchergasse) und Reisen vor allem in den mediterranen Süden (Jugoslawien etc.), wo auch einige Werke entstehen

1967
Verstörung; Prosa; Operation im Pulmologischen Krankenhaus der Stadt Wien auf der Baumgartner Höhe

1968
Ungenach; Kleiner Österreichischer Staatspreis 1967; Anton Wildgans-Preis

1969
Watten; Ereignisse (entstanden 1957); An der Baumgrenze

1970
Das Kalkwerk; Ein Fest für Boris (uraufgeführt in Hamburg unter der Regie von Claus Peymann, der auch einen Großteil der weiteren Stücke erstinszeniert), Fernsehfilm Drei Tage (Regie: Ferry Radax); Vortragsreise durch Jugoslawien und Italien

1971
Gehen; Midland in Stilfs; Der Italiener (verfilmt von Ferry Radax)

1972
Der Ignorant und der Wahnsinnige (Uraufführung bei den Salzburger Festspielen); Franz Theodor Csokor-Preis, Adolf Grimme-Preis, Grillparzer-Preis

1974
Die Jagdgesellschaft (Uraufführung am Wiener Burgtheater); Die Macht der Gewohnheit; Der Kulterer (verfilmt von Vojtech Jasny); erste Portugalreise

1975
Die Ursache (erster Band der autobiographischen Pentalogie; wie die übrigen Bände erschienen im von Wolfgang Schaftier geleiteten Salzburger Residenz-Verlag; Ehrenbeleidigungsklage des Salzburger Stadtpfarrers Franz Wesenauer); Korrektur; Der Präsident

1976
Der Keller; Die Berühmten

1977
Minetti; größere Reisen nach Italien (u.a. Rom, Sizilien), in den Iran, nach Ägypten und Israel

1978
Der Atem; Ja; Der Stimmenimitator; Immanuel Kant; erste Reise nach Mallorca

1979
Der Weltverbesserer, Vor dem Ruhestand; Austritt aus der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung; Reise in die USA (New York)

1980
Die Billigesser

1981
Die Kälte; Ober allen Gipfeln ist Ruh; Am Ziel; Ave Vergil Ende der fünfziger Jahre entstandenen Gedichten); Reise in die Türkei

1982
Ein Kind; Beton; Wittgensteins Neffe; Premio Prato

1983
Der Untergeher; Der Schein trügt; Premio Mondello; erste Reise nach Spanien

1984
Tod Hedwig Stavianiceks
Holzfällen (vorübergehende Beschlagnahmung des Romans auf Antrag Gerhard Lampersbergs); Der Theatermacher; Ritter, Dene, Voss

1985
Alte Meister

1986
Auslöschung; Einfach kompliziert

1987
Elisabeth II

1988
Heldenplatz (große öffentliche Auseinandersetzung um Bernhards am Wiener Burgtheater uraufgeführtes Theaterstück zum ›Bedenkjahr‹ 50 Jahre Anschluß Osterreichs an NS-Deutschland); Prix Medicis; letzte Reise nach Spanien (Torremolinos)
1989
gestorben nach jahrelanger schwerer Krankheit am 12. Februar in Gmunden (Oberösterreich); beigesetzt im Grab Hedwig Stavianiceks auf dem Grinzinger Friedhof in Wien


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von gerleim
Format:Sondereinband
ein bernhard der auch sehr gut für interessierte (einsteiger) geeignet ist und der den ein oder anderen in den sog nach mehr hineinziehen wird. nicht zu umfangreich, nicht zu unverständlich tiefgründig. in dieser, anfang der 80er jahre erschienenen erzählung, wird man mit sämtlichen eigenheiten von thomas bernhard konfrontiert. da ist zum ersten, die weltanklage schlechthin. da ist zum zweiten die masslose übertreibung dieser anklage. und zum dritten, und dahin führt das ganze, ist der meist übersehene oder (meiner meinung nach) missverstandene HUMOR. das foto auf dem einband zeigt bernhard schmunzelnd, und genauso muss man sich bernhard beim verfassen des textes vorstellen. er selbst sagte in einem interview, wenn er über etwas lachen wolle, so lese er entweder eines seiner eigenen bücher oder etwas der verbitterten pessimistischen philosophen (schopenhauer, kant,..) die tragische komik. das komische an der tragödie.... der schreibstil ist hier leicht verdaulich für jedermann, ohne der langatmigkeit wie bei zB "frost", büßt aber dennoch nichts an der rhytmik und eingänglichkeit, die so typisch für bernhard sind, ein. die geschichte ist teils real und teils fiktiv, bernhard war in behandlung aufgrund einer lungenerkrankung und wittgenstein war in psychiatrischer behandlung, die beiden kannten sich (es gibt fotomaterial), und beide waren auf der baumgartnerhöhe in wien16 in behandlung.
ich habe dieses buch jedesmal in einem einzigen zug ausgelesen, um nicht zu sagen, in einem einzigen ATEMzug ausgelesen, vor begeisterung und hingabe.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gefühlvoll 21. Juni 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Aus Berhards gigantischem wie genialen Werk eines herauszunehmen, nimmt sich fast wie ein Verbrechen aus, sind seine Zeilen doch im Geiste miteinander verbunden. Dennoch "Wittgensteins Neffe" ist hängengeblieben. Unmerklich. Leise. Thomas Bernhard widmet sich seinem Freund, und das Bild welches er Wort um Wort zeichnet ist persönlich, und fast eine Nuance gefühlvoller als in jedem seiner anderen Werke. Das diese Freundschaft innerhalb der Erzählung nur noch aus der Distanz gelebt wird, Gedanke für Gedanke, schafft eine große, unmittelbare Nähe. Wer verstehen möchte warum Bernhard ein solch kluger wie außergewöhnlicher Schriftsteller ist, fast schon jenseits der Buchstaben, der sollte hier einen passenden Einstieg finden.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lesenswert! 20. Januar 2001
Format:Sondereinband
Diese selten erwähnte, kurze Schilderung der Freundschaft zwischen Bernhard und Wittgenstein bietet einen geradezu idealen Einstieg in die Welt Bernhards. Geschildert wird die (manische) Erkrankung Wittgensteins, seine Vereinsamung, welche die Vereinsamung des Erzählers spiegelt, bis Bernhard selbst dem vom Tode Gezeichneten aus dem Wege geht, weil dieser ihn mit dem eigenen Tode konfrontiert. In komprimierter Form ist in diesem Buch alles drin, was besonders den späten Bernhard ausmacht: die Krankheit, die Schimpftiraden, die Übertreibungen, die Polarisierungen. Doch dann ist auch überdeutlich der menschliche Bernhard spürbar, jener Bernhard, der sich einer Sentimentalität hingeben kann, ohne kitschig zu werden.
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Vor 10 Monaten von Helmut Barro veröffentlicht
Schonungslos
Das Buch heisst "Wittgensteins Neffe". Der kommt natürlich in dem Buch vor, aber vor allem ist es ein Buch über Thomas Bernhard. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Sagittarius veröffentlicht
Patienten unter sich
Marcel Reich Ranicki hat nicht umsonst gesagt: "Nie hat Bernhard zärtlicher geschrieben." Das Buch beschreibt eine Freundschaft zwischen einem "Irren", der ständig den... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Robert Zimmerman veröffentlicht
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Das Buch hatte ich zuerst in der Bücherei ausgeliehen, dann in einem Rutsch fasziniert ausgelesen und daraufhin gleich gekauft, weil ich es unbedingt immer bei mir in meiner... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Februar 2010 von Jakob Binsen
Menschliches, berührendes Portrait einer Freundschaft
Ich habe ja schon etliche Bücher des großen Grantlers und Nörglers gelesen, aber hier war ich beim Lesen doch wieder neu berührt:
Wie feinfühlig und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Mai 2009 von hartmutw
Der ausgewogenste, ja menschliche Bernhard
Mit diesem 1982 erschienenen Werk legt Bernhard zweifellos eines seiner schönsten, ausgeglichensten Werke vor. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2008 von C. Spengler
Vollendete Erzählkunst
Hätte Bernhard auch nur dieses eine Büchlein geschrieben - man müsste ihn dennoch zu den ganz Großen der Erzählkunst rechnen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2008 von Stefan Schmalhaus
autobiographisch
Dieser Text von Thomas Bernhard ist, im Gegensatz zu vielen anderen, leicht zu lesen. Er ist melancholisch, lustig und natürlich arrogant. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Januar 2006 von J. Fromholzer
Geniale Einfachheit
Unbedingt zu empfehlen! Mal zum nachdenklichen Schmunzeln, mal zum tiefgründigen Nachdenken. Eines der besten Werke von Thomas Bernhard.
Veröffentlicht am 23. Juni 2005 von Andrea Lochmahr
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