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Wittgensteins Neffe. Eine Freundschaft. [Pappbilderbuch]

Thomas. Bernhard
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Pappbilderbuch
  • Verlag: Suhrkamp Verlag, (1983)
  • ASIN: B002KIZB1I
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.099.572 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Der innig geliebte Großvater, bei dem er aufwuchs, und die 37 Jahre ältere Hedwig Stavianicek, die er 1956 im Sanatorium kennengelernt hatte und die er seinen "Lebensmenschen" nannte, das waren für Thomas Bernhard (1931-1989) die wichtigsten Bezugspersonen. 1957 erschien sein erster Gedichtband "Auf der Erde und in der Hölle". Die schwere Kindheit, seine ständige Todesnähe durch Lungentuberkulose und der frühe Verlust des Großvaters spiegeln sich in seinem Werk wider. Mit dem Roman "Frost" wurde Bernhard 1963 schlagartig bekannt. Er schrieb Theaterstücke, Romane und Erzählungen und erhielt etliche Ehrungen - die ihm in späteren Lebensjahren aber mitunter peinlich waren. Bernhard wurde in Wien neben Hedwig und ihrem Mann beigesetzt.

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44 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bernhard auf den Punkt gebracht......... 12. März 2004
Von gerleim
Format:Sondereinband
ein bernhard der auch sehr gut für interessierte (einsteiger) geeignet ist und der den ein oder anderen in den sog nach mehr hineinziehen wird. nicht zu umfangreich, nicht zu unverständlich tiefgründig. in dieser, anfang der 80er jahre erschienenen erzählung, wird man mit sämtlichen eigenheiten von thomas bernhard konfrontiert. da ist zum ersten, die weltanklage schlechthin. da ist zum zweiten die masslose übertreibung dieser anklage. und zum dritten, und dahin führt das ganze, ist der meist übersehene oder (meiner meinung nach) missverstandene HUMOR. das foto auf dem einband zeigt bernhard schmunzelnd, und genauso muss man sich bernhard beim verfassen des textes vorstellen. er selbst sagte in einem interview, wenn er über etwas lachen wolle, so lese er entweder eines seiner eigenen bücher oder etwas der verbitterten pessimistischen philosophen (schopenhauer, kant,..) die tragische komik. das komische an der tragödie.... der schreibstil ist hier leicht verdaulich für jedermann, ohne der langatmigkeit wie bei zB "frost", büßt aber dennoch nichts an der rhytmik und eingänglichkeit, die so typisch für bernhard sind, ein. die geschichte ist teils real und teils fiktiv, bernhard war in behandlung aufgrund einer lungenerkrankung und wittgenstein war in psychiatrischer behandlung, die beiden kannten sich (es gibt fotomaterial), und beide waren auf der baumgartnerhöhe in wien16 in behandlung.
ich habe dieses buch jedesmal in einem einzigen zug ausgelesen, um nicht zu sagen, in einem einzigen ATEMzug ausgelesen, vor begeisterung und hingabe.
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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesenswert! 20. Januar 2001
Format:Sondereinband
Diese selten erwähnte, kurze Schilderung der Freundschaft zwischen Bernhard und Wittgenstein bietet einen geradezu idealen Einstieg in die Welt Bernhards. Geschildert wird die (manische) Erkrankung Wittgensteins, seine Vereinsamung, welche die Vereinsamung des Erzählers spiegelt, bis Bernhard selbst dem vom Tode Gezeichneten aus dem Wege geht, weil dieser ihn mit dem eigenen Tode konfrontiert. In komprimierter Form ist in diesem Buch alles drin, was besonders den späten Bernhard ausmacht: die Krankheit, die Schimpftiraden, die Übertreibungen, die Polarisierungen. Doch dann ist auch überdeutlich der menschliche Bernhard spürbar, jener Bernhard, der sich einer Sentimentalität hingeben kann, ohne kitschig zu werden.
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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefühlvoll 21. Juni 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Aus Berhards gigantischem wie genialen Werk eines herauszunehmen, nimmt sich fast wie ein Verbrechen aus, sind seine Zeilen doch im Geiste miteinander verbunden. Dennoch "Wittgensteins Neffe" ist hängengeblieben. Unmerklich. Leise. Thomas Bernhard widmet sich seinem Freund, und das Bild welches er Wort um Wort zeichnet ist persönlich, und fast eine Nuance gefühlvoller als in jedem seiner anderen Werke. Das diese Freundschaft innerhalb der Erzählung nur noch aus der Distanz gelebt wird, Gedanke für Gedanke, schafft eine große, unmittelbare Nähe. Wer verstehen möchte warum Bernhard ein solch kluger wie außergewöhnlicher Schriftsteller ist, fast schon jenseits der Buchstaben, der sollte hier einen passenden Einstieg finden.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der ausgewogenste, ja menschliche Bernhard 28. Dezember 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Mit diesem 1982 erschienenen Werk legt Bernhard zweifellos eines seiner schönsten, ausgeglichensten Werke vor. Bernhard führt hier sein autobiographisches Werk fort und beschreibt die tiefe Freundschaft zu Paul Wittgenstein, dem Neffen des berühmten Philosophen. Eine Freundschaft, so der Erzähler, die sich nicht einfach so entwickelt hat, sondern um die beide immer wieder kämpfen mussten. Eine lange, tiefe Freundschaft zwischen zwei krassen, dafür umso genialeren Außenseiter, die beide in ihrer ganz eigenen Welt, oder, wie Bernhard sagen würde, Geisteswelt existierten. Zwei Genies, die sich in ihrer unendlichen Liebe zur Kultur, besonders der Musik, so viel bereichern konnten. Das alles ist, naturgemäß, begleitet von Krankheit, Zerfall und Tod. Die Sprache schwebt zwischen dem atemlosen, galoppierenden, ausweglosen Duktus Bernhards, wie man ihn aus dem Kalkwerk oder Amras kennt und einer herrlichen Leichtfüßigkeit. Auch die Themen sind auf das Ausgewogenste und Harmonischte variiert: Nicht mehr findet sich nur die Ausweglosigkeit, die Kälte, die Krankheit, schließlich der Zerfall und Tod, sondern es gelingt Bernhard hier eben auch menschlich, liebenswürdig zu schreiben, ohne ins Lächerliche, Tränenschwappende zu geraten. Diese menschliche Note macht das Werk sowohl für Einsteiger als auch Bernhard-Fanatiker zum vielleicht besten seines Spätwerks.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Freundschaft a la Thomas Bernhard 2. Februar 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch hatte ich zuerst in der Bücherei ausgeliehen, dann in einem Rutsch fasziniert ausgelesen und daraufhin gleich gekauft, weil ich es unbedingt immer bei mir in meiner Bibliothek haben muss. Das Buch ist so gut geschrieben, dass ich jederzeit - je nach Gemütslage - sofortigen Zugriff darauf haben möchte.

Thomas Bernhard beginnt seine Geschichte 1967 mit seinem Aufenthalt im pulmologischen Krankenhaus auf der Baumgartner Höhe im Pavillon Hermann in Wien. Der Stil ist typisch Marke "Bernhards", ohne Absätze und ellenlange, verschachtelte Sätze manchmal über Seiten hinweg... Thomas Bernhard trifft im Sanatorium (das Kuckucksnest lässt grüßen) den Paul Wittgenstein (Neffe des Philosophen Ludwig Wittgenstein), den eine Geisteskrankheit in den Krallen hält und der in seinen letzten Zügen zu liegen scheint.

In den Treffen und Reminiszenzen zwischen Thomas und Paul geht es im Prinzip um das Thema Freundschaft, um die Erlebnisse und den Verfall, um Schächen und Menschlichkeit. Ein ganz starkes Buch.
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5.0 von 5 Sternen Eine Freundschaft und ein großer Name
Bernhard beschreibt die Eindringlichkeit seines Freundes Wittgenstein, seine abgebremste Genialität, die mit dem großen Namen Wittgenstein zusammenhängt und... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von bartsch veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eines der besten von Thomas Bernard
Falls Sie den Schriftsteller schätzen und lieben : dieses Buch ist unentbehrlich in Ihrer Bibliothek. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Kralik Erika veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Buch für Bernhard-Einsteiger
"Nie hat Bernhard menschenfreundlicher, nie zärtlicher geschrieben", so Marcel Reich-Ranicki über "Wittgensteins Neffe. Eine Freundschaft". Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Daniel Büttrich veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen kann ich noch nicht bewerten
Hab das Buch noch nicht gelesen, aber Bernhard ist immer gut, einer meiner Lieblingsschriftsteller. Werde es bewerten wenn ich es gelesen habe.
Vor 19 Monaten von Luisa Marlene Pohle veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die Geschichte einer Freundschaft
In dem autobiografisch geprägten Werk widmet sich Thomas Bernhard seinem langjährigen Freund Paul Wittgenstein, der, ebenso feingeistig wie exzentrisch, zeitlebens an... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von MM1981 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswert
Thomas Bernhard war kein einfacher Schriftsteller, wie andere Autoren
bzw. Erzähler. Deshalb findet der neue Leser oftmals nur schwer den für ihn geeigneten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. März 2012 von Insider
5.0 von 5 Sternen Spitalinsassen unter sich
Eine schonungslose Autobiografie - der Autor, der seine jahrelange Freundschaft mit Paul Wittgenstein, dem Neffen des berühmten Philosophen, beschreibt, sagt dadurch auch sehr... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Juli 2011 von Tabàro e baùta
5.0 von 5 Sternen Schonungslos
Das Buch heisst "Wittgensteins Neffe". Der kommt natürlich in dem Buch vor, aber vor allem ist es ein Buch über Thomas Bernhard. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juli 2011 von Sagittarius
5.0 von 5 Sternen Patienten unter sich
Marcel Reich Ranicki hat nicht umsonst gesagt: "Nie hat Bernhard zärtlicher geschrieben." Das Buch beschreibt eine Freundschaft zwischen einem "Irren", der ständig den... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Juli 2010 von Robert Zimmerman
5.0 von 5 Sternen Menschliches, berührendes Portrait einer Freundschaft
Ich habe ja schon etliche Bücher des großen Grantlers und Nörglers gelesen, aber hier war ich beim Lesen doch wieder neu berührt:
Wie feinfühlig und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Mai 2009 von hartmutw
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