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Wittgensteins Neffe. Eine Freundschaft. [Broschiert]

Thomas Bernhard
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1996
Wittgensteins Neffe ist die Geschichte einer Freundschaft, mir der Thomas Bernhard seine Autobiographie in die Jahre 1967 bis 1979 fortführt. Bei einem Sanatoriumsaufenthalt vertieft sich seine Freundschaft mit Paul Wittgenstein, die mit leidenschaftlichen Diskussionen über Musik begonnen hatte. Der Mathematiker Wittgenstein, der Neffe Ludwig Wittgensteins, leidet seit seinem 35. Lebensjahr an einer Nervenkrankheit. Als Mitglied einer der reichsten Familien Österreichs anfangs finanziell unabhängig, verschenkt er sein Vermögen unbekümmert an andere, bis er selbst in Armut abgleitet und in seinen letzten Lebensjahren mehr und mehr vereinsamt. Nur mit seinem Freund Thomas Bernhard bleibt er verbunden, und dessen Notizen werden zum Bericht der Sterbegeschichte des Paul Wittgenstein.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


Produktinformation

  • Broschiert: 163 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp (1996)
  • ISBN-10: 3518391186
  • ISBN-13: 978-3518391181
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,6 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 738.086 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Nie hat Thomas Bernhard menschenfreundlicher, nie zärtlicher geschrieben." (Marcel Reich-Ranicki)

"Eine große Herausforderung an den Sprecher - Thomas Holtzmann versteht sie aufs beste. (...) Thomas Bernhard stumm lesen ist ein bloß zweidimensionales Vergnügen; Thomas Holtzmann fügt ihm - kongenial - die dritte Dimension hinzu." (Die Welt)

"Berührend wie brillant, mitreißend wie meisterlich." (Frankfurter Allgemeine Zeitung) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Über den Autor

1931
geboren am 9. Februar in Heerlen (Niederlande) als unehelicher Sohn von Herta Bernhard, der Tochter des Schriftstellers Johannes Freumbichler; den Vater Alois Zuckerstätter lernt Bernhard nie kennen

1931-35
zusammen mit der Mutter und deren Eltern in Wien; schwierige ökonomische Situation; enge Beziehung zum Großvater mütterlicherseits

1935
Übersiedlung mit Mutter und Großeltern nach Seekirchen am Wallersee (Land Salzburg)

1938
Übersiedlung nach Traunstein (Bayern); Bernhards Mutter hat mit ihrem Ehemann Emil Fabjan zwei weitere Kinder; Peter (geb. 1938), Susanne (geb. 1940)

1943
ab Herbst im NS-Schülerheim in Salzburg; Gymnasium; in den folgenden Jahren u.a. Geigen- und Gesangsunterricht

1945
katholisches Schülerheim Johanneum

1946
Übersiedlung der gesamten Familie nach Salzburg (Radetzkystraße )

1947
Abbruch des Gymnasiums; Kaufmannslehre (Scherzhauserfeldsiedlung)

1949-51
in der Folge Lungentuberkulose; Aufenthalte im Krankenhaus, in Sanatorien und Heilstätten (u.a. in der Lungenheilstätte Grafenhof bei St. Veit im Pongau, Land Salzburg)
1949
Tod des Großvaters

1956
lernt Hedwig Stavianicek - seinen ›Lebensmenschen‹ - kennen; Tod der Mutter

1952-55
freie Mitarbeit beim Salzburger ›Demokratischen Volksblatt‹; Gerichtssaalberichte, Buch-, Theater- und Filmkritiken; erste literarische Veröffentlichungen: Gedichte, Erzählungen 1955 erste von zahlreichen Jugoslawienreisen mit Hedwig Stavianicek

1955-57
Hochschule für Musik und darstellende Kunst ›Mozarteum‹ in Salzburg: Musikunterricht, Regie- und Schauspielstudium

1956
erste Venedigreise mit Hedwig Stavianicek

1957-60
Freundschaft mit dem Komponisten Gerhard Lampersberg; längere Aufenthalte auf dessen Tonhof (Maria Saal, Kärnten)

1957
erster Gedichtband: Auf der Erde und in der Hölle

1958
In hora mortis; Unter dem Eisen des Mondes (Gedichtbände)

1959
die rosen der einöde. fünf sätze für ballett, stimmen und orchester

1960
Aufführung der Kurzoper Köpfe und einiger Kurzschauspiele im Theater am Tonhof; erste große Italienreise mit Hedwig Stavianicek (u.a. Sizilien), Reise nach England (kurzer Aufenthalt in London)

1963
literarischer Durchbruch mit dem Roman Frost; erste Polenreise

1964
Amras; Julius Campe-Preis

1965
Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen; Kauf eines Vierkanthofs in Obernathal bei Ohlsdorf (Oberösterreich; vermittelt durch den Immobilienmakler Karl Ignaz Hennetmair), jahrelange Restaurierung des Gebäudes; später Kauf zweier weiterer Häuser bei Reindlmühl und Ottnang; daneben immer wieder Aufenthalte in Wien (Wohnung Hedwig Stavianiceks in der Döblinger Obkirchergasse) und Reisen vor allem in den mediterranen Süden (Jugoslawien etc.), wo auch einige Werke entstehen

1967
Verstörung; Prosa; Operation im Pulmologischen Krankenhaus der Stadt Wien auf der Baumgartner Höhe

1968
Ungenach; Kleiner Österreichischer Staatspreis 1967; Anton Wildgans-Preis

1969
Watten; Ereignisse (entstanden 1957); An der Baumgrenze

1970
Das Kalkwerk; Ein Fest für Boris (uraufgeführt in Hamburg unter der Regie von Claus Peymann, der auch einen Großteil der weiteren Stücke erstinszeniert), Fernsehfilm Drei Tage (Regie: Ferry Radax); Vortragsreise durch Jugoslawien und Italien

1971
Gehen; Midland in Stilfs; Der Italiener (verfilmt von Ferry Radax)

1972
Der Ignorant und der Wahnsinnige (Uraufführung bei den Salzburger Festspielen); Franz Theodor Csokor-Preis, Adolf Grimme-Preis, Grillparzer-Preis

1974
Die Jagdgesellschaft (Uraufführung am Wiener Burgtheater); Die Macht der Gewohnheit; Der Kulterer (verfilmt von Vojtech Jasny); erste Portugalreise

1975
Die Ursache (erster Band der autobiographischen Pentalogie; wie die übrigen Bände erschienen im von Wolfgang Schaftier geleiteten Salzburger Residenz-Verlag; Ehrenbeleidigungsklage des Salzburger Stadtpfarrers Franz Wesenauer); Korrektur; Der Präsident

1976
Der Keller; Die Berühmten

1977
Minetti; größere Reisen nach Italien (u.a. Rom, Sizilien), in den Iran, nach Ägypten und Israel

1978
Der Atem; Ja; Der Stimmenimitator; Immanuel Kant; erste Reise nach Mallorca

1979
Der Weltverbesserer, Vor dem Ruhestand; Austritt aus der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung; Reise in die USA (New York)

1980
Die Billigesser

1981
Die Kälte; Ober allen Gipfeln ist Ruh; Am Ziel; Ave Vergil Ende der fünfziger Jahre entstandenen Gedichten); Reise in die Türkei

1982
Ein Kind; Beton; Wittgensteins Neffe; Premio Prato

1983
Der Untergeher; Der Schein trügt; Premio Mondello; erste Reise nach Spanien

1984
Tod Hedwig Stavianiceks
Holzfällen (vorübergehende Beschlagnahmung des Romans auf Antrag Gerhard Lampersbergs); Der Theatermacher; Ritter, Dene, Voss

1985
Alte Meister

1986
Auslöschung; Einfach kompliziert

1987
Elisabeth II

1988
Heldenplatz (große öffentliche Auseinandersetzung um Bernhards am Wiener Burgtheater uraufgeführtes Theaterstück zum ›Bedenkjahr‹ 50 Jahre Anschluß Osterreichs an NS-Deutschland); Prix Medicis; letzte Reise nach Spanien (Torremolinos)
1989
gestorben nach jahrelanger schwerer Krankheit am 12. Februar in Gmunden (Oberösterreich); beigesetzt im Grab Hedwig Stavianiceks auf dem Grinzinger Friedhof in Wien

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bernhard auf den Punkt gebracht......... 12. März 2004
Von gerleim
Format:Sondereinband
ein bernhard der auch sehr gut für interessierte (einsteiger) geeignet ist und der den ein oder anderen in den sog nach mehr hineinziehen wird. nicht zu umfangreich, nicht zu unverständlich tiefgründig. in dieser, anfang der 80er jahre erschienenen erzählung, wird man mit sämtlichen eigenheiten von thomas bernhard konfrontiert. da ist zum ersten, die weltanklage schlechthin. da ist zum zweiten die masslose übertreibung dieser anklage. und zum dritten, und dahin führt das ganze, ist der meist übersehene oder (meiner meinung nach) missverstandene HUMOR. das foto auf dem einband zeigt bernhard schmunzelnd, und genauso muss man sich bernhard beim verfassen des textes vorstellen. er selbst sagte in einem interview, wenn er über etwas lachen wolle, so lese er entweder eines seiner eigenen bücher oder etwas der verbitterten pessimistischen philosophen (schopenhauer, kant,..) die tragische komik. das komische an der tragödie.... der schreibstil ist hier leicht verdaulich für jedermann, ohne der langatmigkeit wie bei zB "frost", büßt aber dennoch nichts an der rhytmik und eingänglichkeit, die so typisch für bernhard sind, ein. die geschichte ist teils real und teils fiktiv, bernhard war in behandlung aufgrund einer lungenerkrankung und wittgenstein war in psychiatrischer behandlung, die beiden kannten sich (es gibt fotomaterial), und beide waren auf der baumgartnerhöhe in wien16 in behandlung.
ich habe dieses buch jedesmal in einem einzigen zug ausgelesen, um nicht zu sagen, in einem einzigen ATEMzug ausgelesen, vor begeisterung und hingabe.
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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesenswert! 20. Januar 2001
Format:Sondereinband
Diese selten erwähnte, kurze Schilderung der Freundschaft zwischen Bernhard und Wittgenstein bietet einen geradezu idealen Einstieg in die Welt Bernhards. Geschildert wird die (manische) Erkrankung Wittgensteins, seine Vereinsamung, welche die Vereinsamung des Erzählers spiegelt, bis Bernhard selbst dem vom Tode Gezeichneten aus dem Wege geht, weil dieser ihn mit dem eigenen Tode konfrontiert. In komprimierter Form ist in diesem Buch alles drin, was besonders den späten Bernhard ausmacht: die Krankheit, die Schimpftiraden, die Übertreibungen, die Polarisierungen. Doch dann ist auch überdeutlich der menschliche Bernhard spürbar, jener Bernhard, der sich einer Sentimentalität hingeben kann, ohne kitschig zu werden.
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefühlvoll 21. Juni 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Aus Berhards gigantischem wie genialen Werk eines herauszunehmen, nimmt sich fast wie ein Verbrechen aus, sind seine Zeilen doch im Geiste miteinander verbunden. Dennoch "Wittgensteins Neffe" ist hängengeblieben. Unmerklich. Leise. Thomas Bernhard widmet sich seinem Freund, und das Bild welches er Wort um Wort zeichnet ist persönlich, und fast eine Nuance gefühlvoller als in jedem seiner anderen Werke. Das diese Freundschaft innerhalb der Erzählung nur noch aus der Distanz gelebt wird, Gedanke für Gedanke, schafft eine große, unmittelbare Nähe. Wer verstehen möchte warum Bernhard ein solch kluger wie außergewöhnlicher Schriftsteller ist, fast schon jenseits der Buchstaben, der sollte hier einen passenden Einstieg finden.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Eines der besten von Thomas Bernard
Falls Sie den Schriftsteller schätzen und lieben : dieses Buch ist unentbehrlich in Ihrer Bibliothek. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Kralik Erika veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Buch für Bernhard-Einsteiger
"Nie hat Bernhard menschenfreundlicher, nie zärtlicher geschrieben", so Marcel Reich-Ranicki über "Wittgensteins Neffe. Eine Freundschaft". Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Daniel Büttrich veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen kann ich noch nicht bewerten
Hab das Buch noch nicht gelesen, aber Bernhard ist immer gut, einer meiner Lieblingsschriftsteller. Werde es bewerten wenn ich es gelesen habe.
Vor 5 Monaten von Luisa Marlene Pohle veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die Geschichte einer Freundschaft
In dem autobiografisch geprägten Werk widmet sich Thomas Bernhard seinem langjährigen Freund Paul Wittgenstein, der, ebenso feingeistig wie exzentrisch, zeitlebens an... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Marc Malleis veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswert
Thomas Bernhard war kein einfacher Schriftsteller, wie andere Autoren
bzw. Erzähler. Deshalb findet der neue Leser oftmals nur schwer den für ihn geeigneten... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Burgmann, der Buecher-Max veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Spitalinsassen unter sich
Eine schonungslose Autobiografie - der Autor, der seine jahrelange Freundschaft mit Paul Wittgenstein, dem Neffen des berühmten Philosophen, beschreibt, sagt dadurch auch sehr... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Helmut Barro veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schonungslos
Das Buch heisst "Wittgensteins Neffe". Der kommt natürlich in dem Buch vor, aber vor allem ist es ein Buch über Thomas Bernhard. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Sagittarius veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Patienten unter sich
Marcel Reich Ranicki hat nicht umsonst gesagt: "Nie hat Bernhard zärtlicher geschrieben." Das Buch beschreibt eine Freundschaft zwischen einem "Irren", der ständig den... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Juli 2010 von Robert Zimmerman
5.0 von 5 Sternen Eine Freundschaft a la Thomas Bernhard
Das Buch hatte ich zuerst in der Bücherei ausgeliehen, dann in einem Rutsch fasziniert ausgelesen und daraufhin gleich gekauft, weil ich es unbedingt immer bei mir in meiner... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Februar 2010 von Jakob Binsen
5.0 von 5 Sternen Menschliches, berührendes Portrait einer Freundschaft
Ich habe ja schon etliche Bücher des großen Grantlers und Nörglers gelesen, aber hier war ich beim Lesen doch wieder neu berührt:
Wie feinfühlig und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Mai 2009 von hartmutw
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