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Witiko
 
 
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Witiko [Taschenbuch]

Adalbert Stifter
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Dtv (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423128690
  • ISBN-13: 978-3423128698
  • Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 12,4 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.202.594 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Adalbert Stifter
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Adalbert Stifters monumentales Historiengemälde über die Frühzeit der tschechischen Staatsgründung.

»Ich habe gearbeitet wie ein Pflugstier«, bekannte Adalbert Stifter, als sein monumentales Historiengemälde 1867 erschien, an dem er zehn Jahre geschrieben hatte.

Mittelpunkt der im 12. Jahrhundert spielenden Handlung ist der erfundene Held Witiko, dessen Schicksal verknüpft wird mit der Frühzeit der tschechischen Staatsgründung, mit den Bürgerkriegen und blutigen Kämpfen um die Königswürde im vormaligen Königreich Böhmen. Dennoch ist der Adelige Witiko nicht ein Romanheld im landläufigen Sinn, sondern steht stellvertretend für den sittlich-handelnden Menschen.

»Hier war Geschichte mit einemmal gebildet und lebend geworden, und ich kenne keinen historischen Roman, der auf eine so lautere reine Art Geschichte in Dichtung zu verwandeln wußte als diesen.«Stefan Zweig

Der Verlag über das Buch

»Hier war die Geschichte mit einemmal gebildet und lebendig geworden, und ich kenne keinen historischen Roman, der auf eine so lautere, reine Art die Geschichte in Dichtung zu verwandeln wusste als diesen.« Stefan Zweig -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Behäbig 3. Juni 2007
Von deathdealer92618 TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Adalbert Stifter hat in seinem historischen Roman "Witiko" die Gründung des Königreiches Böhmen im 12. Jahrhundert beschrieben. Da dieses Werk fast 900 dick ist, muss man bei der Wiedergabe des Inhaltes aufpassen sich nicht zu verstricken. Also kurz gefasst: Der "Titelheld" Witiko, beschrieben als treu, tapfer, fromm, der Recht schnell von Unrecht unterscheiden kann und außerdem durch seine Weitsicht und Fürsorge die Bezeichnung "echter Herr" wahrlich verdient, wird von der Geschichte seiner Heimat quasi mitgezogen. Er kämpft immer mutig an vorderster Front, sagt seine Meinung ohne Furcht uns ist immer loyal seinem Herrscher gegenüber. Und das in blutigen Auseinandersetzungen und Bürgerkriegen, die sich alle um die Staatsgründung Tschechiens drehen.

Mehr kann und sollte man eigentlich nicht sagen, schon allein, weil eine wirkliche Geschichte hier gar nicht dahinter steckt. Laut diverser Quellen hat Stifter mehr als 10 Jahre (nimmt man die Planungsphase hinzu, sogar mehr als 20 Jahre!) an diesem Roman gearbeitet und teilweise mutet es an, als würde man auch eben so lange brauchen, um selbigen zu lesen. Jede noch so kleine Kleinigkeit wird von Stifter in vollster epischer Breite erläutert. Das ist anfangs wirklich toll, ein genaueres Bild von Böhmens Landschaften kann man kaum bekommen, aber irgendwann ist es doch zuviel des Guten. Wenn zum Beispiel bei einer Versammlung auch noch der zehnte Mann der sein Wort erhebt von der Haar- und Augenfarbe, über Statur und Kleidung bis zur Feder am Hut auf's allergenauste beschrieben wird, dann geht einem schon die Luft aus. Und das ist ja noch nicht alles: Vieles, was die Handlung in keinster Weise voran führt wird ebenfalls haarklein erwähnt. So darf man dann minutiös lesen, was der gute Witiko denn so treibt, wenn er mal einige Tage auf irgeneinem Gut rastet. Überhaupt sind die Figuren hier alle eher oberflächlich gezeichnet, dem guten Stifter ging es wohl nur darum Landschaften und Geschehnisse bunt und sehr detailgetreu auszumalen.

Das Buch kam mir teilweise wie ein vollgesogener Schwamm vor, der erst zu gebrauchen ist, wenn er ausgewrungen wird. Leider ist ein Buch nur schwerlich auswringbar, aber dennoch möchte ich nicht vergessen zu erwähnen, dass es durchaus auch interessante Daten und Fakten hier zu erfahren gibt. Denn immerhin ist das meiste hier Beschriebene ja geschichtlich verbrieft, nur die Nebenfiguren sollen frei erfunden sein.

So insgesamt 3 Sterne, weil es interessante Ansätze hat, zum größten Teil aber sehr behäbig geschrieben und daher mühsam zu lesen ist. Proust und Musil, die ja nun auch dicke Schinken schrieben mit sehr vielen Details, haben mehr Sterne bekommen, weil die es wirklich gut konnten und man nicht schon voher wusste, das bald wieder eine seitenlange Beschreibung von irgendetwas folgt. Denn genau das weiß man hier ja, der Herzog muss nur wieder eine neue Versammlung einberufen und schon geht es von vorne los...dunkelblaues Kleid...schwarze Feder...roter Bart...
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Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Witiko" ist ein verborgener Klassiker. Von der Kritik weitgehend abgelehnt, hat das Buch nie eine größere Leserschaft erreicht. Dies, obwohl Stifter den Roman als Krönung seines Werks betrachtete. Schon zum Zeitpunkt des Erscheinens wirkte "Witiko" seltsam unzeitgemäß, der Stoff abseitig, der Stil archaisierend, die Figurenzeichnung extrem idealisierend. Der Titelheld etwa ist eine geradezu übermenschlich gutartige Lichtgestalt. Sein Lebensweg wird mit dem Geschick Böhmens im 12. Jahrhundert verschränkt: Der junge Witiko stellt sich in den Dienst des gewählten und gerechten böhmischen Herzogs und erwirbt sich im Krieg den Ruf eines edlen, großherzigen Mannes. Er steigt zum Lehnsherrn des Böhmerwalds auf und wird vom dortigen Volk als vorbildlicher Führer verehrt. Am Ende steht die Erkenntnis, dass Tugend sich lohnt und die Geschichte sittlichen Gesetzmäßigkeiten unterworfen ist, die letztlich zum Guten führen. Der Weg zu dieser Einsicht ist allerdings ein steiniger: Das handlungsarme, aber ausufernde Biedermeier-Buch ist und bleibt ein harter Brocken, selbst für ausdauernde Leser.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der Roman von Adalbert Stifter erzählt die Geschichte des Geschlechts der Witigonen, die im beginnenden Mittelalter den Aufstieg Böhmens und Prags zur zentralen Macht in Mitteleuropa mit ihren südböhmischen Waldleuten mithalfen einzuleiten. Die Romanerzählung aus der Zeit des 19. Jahrhunderts bringt uns viele Aspekte einer naturnahen, wilden Landschaft zurück, eines Aufbruchs aus den Wäldern in eine neue Zivilisation, in den Goldenen Steig oder Salzsteig zwischen Bayerischem und Böhmerwald, in der in romantischer Einkleidung der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit zelebriert wird, sein Aufstieg zum Kultur- und Zivilisationswesen.

Damit wird Adalbert Stifter in seinen Schilderungen zum Chronisten einer Zeit im Umbruch, einer Zeit, die in neue historische Umbrüche hineingeht und die Herausforderungen, die sich im Übergang zu einer ganz anderen Welt stellen, zu bewältigen. Insofern ist Stifters Werk interessanter und signifikanter als jemals zuvor. Es kann ein Leitfaden sein, ein Hinweis, wie die herausforderungen an den einzelnen, die bis in sein persönlichen Leben hineinwirken, zu bewältigen sind.

Aldalbert Stifters Romanerzählung zählt zu den ganz großen Werken der Weltliteratur, weil er beispielhaft und mit großer Symbolkraft zeigt, was immer wieder in der Geschichte geschieht, das, was große Bedeutung für Mitteleuropa und Europa hat und immer und immer wieder unterschätzt wurde.

Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend; 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.
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