Cornadoor hält, was viele gehofft haben. Mit seinem Debüt-Album legt er den Grundstein für seine noch junge Musiker-Karriere. Das Album besteht in seiner digitalen Form aus 20 Songs, von denen 14 (!) Stücke neu und unveröffentlicht sind. Die dicksten Nummern sind in meinen Ohren "To All My People", "Ten A Dem", "We nuh know" und "Be Aware". Man könnte hier noch locker 2,3 weitere Songs in die Top 10 wählen. Das Album lebt von seiner Abwechslung und der perfekten Mischung aus klassischen Roots-Riddim und aktueller klingenden Produktionen, die nie die Melodie und den Groove links liegen lassen. Ich kann diese Platte 5 mal hintereinander hören, ohne dass mich irgendetwas nervt und weil Cornadoor ein gepflegtes Yardie-Patois an den Tag legt, muss man sowieso weitaus öfter auf Play drücken, um seine Texte komplett zu erfassen. Textlich prangert er vor allem die gesellschaftlichen Missstände an und hält mit seiner Meinung zu Themen wie Armut und ungerechte Verteilung, Willkür und Staat, Polizei und Grass nicht hinterm Berg. Sehr persönliche Einblicke gewährt er in den Songs "Things you gone through", "From the day", was er seiner Tochter gewidmet hat. Mit "Outta Mi Heart" besiegelt Corndaoor, dass man ihm alles (weg-)nehmen könne, nur nicht die Liebe Gottes - die steht für den jungen Sänger über allem und ist unantastbar.
Without Restrictions