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Withnail & I
 
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Withnail & I

Richard E. Grant , Paul McGann , Bruce Robinson    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Richard E. Grant, Paul McGann, Richard Griffiths
  • Regisseur(e): Bruce Robinson
  • Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Sunfilm im Vertrieb der KNM Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 18. August 2011
  • Produktionsjahr: 1987
  • Spieldauer: 103 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0006B7KJ2
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 41.542 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Während "Withnail & I" in Großbritannien echten Kultstatus genießt, ist der Film hierzulande eher unbekannt. Dabei ist das Regiedebüt von Bruce Robinson, der auch das Drehbuch schrieb, ein außergewöhnlicher Film, der Humor mit Tragik verbindet und dabei mitten ins Herz trifft. Die schauspielerischen Leistungen von Richard E. Grant und Paul McGann in den Hauptrollen sind famos, wobei ersterer mit seiner überdrehten Art natürlich mehr ins Auge sticht. Bemerkenswert ist die Leistung von Robinson, der einen zutiefst düsteren Film inszenierte, aber dennoch Humor im Elend findet. Damit ist dieser autobiographisch eingefärbte Film natürlich mitten im Leben platziert und sorgt dafür, dass ein fast jeder sich mit der Geschichte oder den Figuren identifizieren kann. Fazit: Britischer Klassiker

Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch dem Alter entsprechend gut. Beim Bonusmaterial gibt es nichts zu klagen — hier wird viel Informatives geboten.

Bild: Rauschen ist in hohem Maße vorhanden (00:17:34). Dazu kommt, dass die Farben recht mager ausgefallen sind. Die typisch britische Unterkühltheit sorgt zusammen mit dem alten Filmmaterial für einen etwas tristen Gesamteindruck, was — immerhin! — der Geschichte zuträglich ist. Die Schärfe ist allenfalls als angenehm zu bezeichnen. Feine Einzelheiten sind nicht zu erkennen, weder bei Haaren, noch bei der Musterung einer Jacke (00:44:54). Der Kontrast ist ordentlich, auch in etwas abgedunkelten Innenräumen (00:59:17), in anderen Momenten wird es dann schon etwas diffuser (01:18:35), aber insgesamt doch noch ordentlich. . Die Vorlage ist recht gut erhalten. Nur selten fallen irgendwelche Verschmutzungen auf.

Ton: Die deutsche Fassung liegt nur in Stereo vor, ist jedoch gut verständlich und ohne nennenswerte Störungen. Hier gefällt die Klarheit des Dialogs, die auch nicht zu klinisch ist, sondern perfekt für den Film situiert ist. Die englische Sprachfassung präsentiert sich in DD 5.1, allerdings gilt zu vermerken, dass der Dialog etwas blechern klingt. Der Sound ist eher frontal angelegt und breitet sich nur bedingt aus. Die rückwärtigen Kanäle werden selten angespielt und erzeugen ein Minimum an Raumfeeling.

Extras: Wieder einmal gibt es "Die Handmade Story", die kurz, aber prägnant Aufschluss über George Harrisons Firma gibt. Dabei wirkt das Ganze eher wie ein filmischer Essay, getragen von einer guten Off-Stimme, während man ansonsten fast nur Filmmaterial aus Trailern oder Standfotos zu sehen bekommt. Die kurze Dokumentation über "Withnail & I" gibt prägnanten Einblick in dieses Kleinod des UK-Films. Außerdem gibt es ein kurzes Interview mit Robinson, der erklärt, dass er einen ganz eigenen Sinn für Humor hat, der eigentlich nicht mit den üblichen Handmade-Konventionen einhergeht. Neben verschiedenen Trailern gibt es auch noch einen Audiokommentar des Regisseurs, bei dem er noch mehr in die Tiefe geht als bei seinem Interview. --movieman.de

Produktbeschreibungen

Genie und Wahnsinn liegen nah beieinander. Manchmal fahren sie auch gemeinsam in Urlaub... London 1969. Der manische Withnail und der ängstliche Marwood hausen zusammen in einer versifften Wohnung und kennen nur ein Rezept gegen den drögen Alltag ausgiebig Drogen- und Alkoholkonsum. Den Nerven der beiden Schauspieler bekommt das auf Dauer nicht und so beschließen sie, dass man auch als verkanntes Genie einen Anspruch auf Urlaub hat. Sie machen sich auf den Weg zum Landhaus von Withnail's Onkel, wo das Landleben mit ungeahnten Gefahren auf sie wartet...

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Kundenrezensionen

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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Das Ausgangsszenario '- wie oben beschrieben '- erscheint ja hinlänglich bekannt: zwei neurotische Städter verschlägt es aufs Land und dort werden sie durch den Unbill der Ansässigen und Mutter Natur belästigt.

Und bevor ich das erste Mal "Withnail and I" sah, stellte ich mir weniger die Frage nach dem Kultstatus, sondern eher, massenmediengeschädigt, wie man heute halt ist, ob dies nur wieder ein Etikett für einen Slapstick-Film war?

Gottseidank nicht!

'"Withnail and I"' ist eine wunderbare Mischung aus Situationskomödie und Tiefgründigkeit. Nicht nur die Hauptakteure, sondern auch alle Nebencharaktere sind karikaturenhaft dargestellt. Da ist der Wirt im Pub, der selbst sein bester Kunde ist, der Wilderer, der seine Ware (die manchmal noch nicht recht tot ist) unter seinen Klamotten versteckt, Danny, der Drogendealer, der in Pelz und Sonnenbrille, aber ohne Schuhe herumläuft. Der einzig '"Normale'" scheint Marwood (I) zu sein, dem man mehr als einmal ansieht, dass er an seinem Verstand, oder dem der anderen, zweifelt.

Auf der menschlichen Ebene porträtiert der Film die Suche nach dem Glück des Einzelnen. Die Dynamik in der Freundschaft zwischen Withnail und Marwood ist facettenreich dargestellt und auch nach mehrmaligem Sehen nicht eindeutig auslegbar (etwas, das mir besonders gut gefällt). Dazu wartet der Film mit einmaligen Sehenswürdigkeiten auf (Hey! Ein total versifftes Spülbecken ist zwar nicht einmalig, mag der Uneingeweihte sagen, aber dieses ist es!!).

Zur Musik muß man nicht mehr sagen, als dass sie die Stimmung des Filmes wunderbar unterstützt und einige sehr schöne Stücke enthält, so zum Beispiel "All along the watchtower" und eine Live-Version von "A Whiter Shade of Pale".

Die DVD hat leider keine englischen Untertitel und die deutsche Synchronisation ist nicht schlecht, aber die Stimmen recht gewöhnungsbedürftig. Wer also des Englischen einigermaßen mächtig ist, sollte den Film eher auf englisch mit deutschem Untertitel sehen, so verpasst man nicht die skurilen Akzente der Charaktere.

Fazit: '"Withnail and I'" gehört seit dem ersten Mal Sehen zu meinen Lieblingsfilmen. Eben gerade durch die Mischung von Absurdität und Melancholie sticht er aus der heutigen Seicht-Unterhaltung heraus, hinterlässt nach dem Schauen aber keinen unangenehmen Nachgeschmack wie er bei Filmen mit melodramatischem Touch üblich ist. Es ist anzuraten, dass man den Film mindestens zweimal sieht (Details wie Blumenkohl auf dem Couchtisch bleiben sonst verborgen) und ziemlich bald schleicht sich auch das ein oder andere Zitat ins Hirn (Rede ich hier von toten Fischen? Ja!).

Es ist schade, dass ein so exzellenter Film hierzulande kaum bekannt ist.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Eine DVD die ich, mal wieder, nur wegen einem Schauspieler, in diesem Fall Paul McGann, gekauft habe. Ich hab, ehrlich gesagt, nicht viel erwartet, doch dieser Film hat das Potential, einer meiner Lieblingsfilme zu werden, und das nicht nur wegen Paul, obwohl er großartig ist.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Peter Marwood (I) erzählt. Zwei ambitionierte und äußerst erfolglose Jungschauspieler schlagen sich mit Hilfe von jeder Menge Alkohol und Drogen durchs London von 1969. Am Anfang der Geschichte kommt der Erzähler (Paul McGann) gerade von seinem Tripp runter und wird dabei ein wenig ... naja, nennen wir es einfach mal paranoid. Als er dann sich dann auch noch mit dem übervollen und sehr ekligen Spülbecken auseinander setzen muss, ist es endgültig genug. Die Beiden sehen ein, dass sie eine Auszeit brauchen und überreden Withnails (Richard E. Grant) homosexuellen und gemüsebesessenen Onkel Monty (Richard Griffiths auch bekannt als Onkel Vernon aus Harry Potter), ihnen sein Cottage auf dem Land zu überlassen. Welche Story Withnail seinem Onkel erzählt hat um an den Schlüssel zu kommen wird der arme Erzähler erst später herausfinden. Die beiden Städter fahren also völlig unvorbereitet aufs Land und sehen sich vor Herausforderungen gestellt, die sie sich selbst im wildesten Drogenrausch so nicht vorgestellt hätten. Dann kommt Monty zu Besuch und schon bald wird klar, dass er an unserem Erzähler einen Narren gefressen hat. Das Ganze gipfelt in einer Szene in der Paul McGann in Unterhosen ums Bett gejagt wird. Letztendlich kann er aber doch entkommen, indem er seine gesamte Schauspielkunst einsetzt um Monty davon zu überzeugen, dass er und Withnail ein Paar sind. Die Szene mag im ersten Moment witzig erscheinen, doch Montys Gesicht zeigt ein solches Verständniss und eine Traurigkeit die zu Herzen geht. Kurz nachdem Monty abgereist ist, bekommt der Erzähler ein Telegramm in dem er für ein zweites Vorsprechen eingeladen wird. Als Withnail dieses Telegramm liest, wird ihm schon klar, dass dies der Anfang vom Ende der WG ist. Die Beiden eilen zurück nach London, der Erzähler bekommt die Hauptrolle in einem Stück und die beiden Freunde trennen sich. Das Tragische an der Geschichte ist, dass Withnail eigentlich der bessere Schauspieler von Beiden ist, jedoch Peter eine Hauptrolle bekommt, und man nur vermuten kann, dass Withnail ohne seinen Freund immer weiter abrutscht und sein großes Talent auf der Strecke bleibt. Tatsächlich ist es auch so gewesen, denn die Geschichte basiert auf Bruce Robinsons (Buch und Regie) eigener Geschichte und sein bester Freund hat sich das Leben genommen.

Leider sind auf der DVD keine Untertitel verfügbar, dafür ist in der überarbeiteten Version ein Audio-Kommentar von Paul McGann und Ralph Brown (spielt den Dealer Danny) enthalten (ebenfalls ohne Untertitel), der sehr amüsant und informativ ist. Alles in allem ein grandioser Film, der nicht das Geringste mit Mainstream zu tun hat und erst auf den zweiten Blick viel mehr ist als er zu sein scheint.

Der Film basiert auf dem Buch von Bruce Robinson, der seine eigenen Erlebnisse darin verarbeitet hat und auch Regie führte.

3 Tage später: Oh mein Gott!!! Ich liebe diesen Film. Habe ihn noch 7 Mal angesehen, verstehe inzwischen immer mehr (Wörterbuch sei Dank) und bin absolut süchtig.

Hier noch ein paar Zitate um auf den Geschmack zu kommen:

My thumbs have gone weird. I´m in the middle of a fucking overdose. (Peter Marwood)

If I´d medicine you, you would think a brain tumor is a birthday present. (Danny der Dealer)

We´ve gone on holiday by mistake. (Withnail)

Stop saying this Withnail. Of course he is the fucking farmer. (Peter)

Tactical necessity is me naked in a corner. (Peter)

Men delights me not - no, nor women either. (Withnail)

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Es ist bereits jede Menge über den Film geschrieben worden - mehr natürlich auf den englischen Amazon.co.uk Seiten als hier (deswegen mein bescheidener Beitrag) und ich könnte stundenlang über die Brillianz jeder Facette des Films schreiben - die Charakteriserung ist perfekt (auf der Insel brauchste nur 'Danny', 'Withnail', 'Unlce Monty' zu nennen, und schon geht die Post ab), das Drehbuch ein Kunstwerk mit shakesperischen Dimensionen (komme gleich darauf zurück), die Musik, obwohl nicht meine 'cup of tea' passend zu der Zeit, lenkt auch nie von der Handlung ab, usw. usf. Mehr kann man nicht dazu schreiben - es ist alles einfach perfekt. Ich habe diesen Film zum ersten Mal ca. 1988 (auf englisch) gesehen, und mittlerweile bestimmt 100 mal gesehen - und mir ist es bislang nicht gelungen, einen schlechten/langweiligen/etc. Moment in dem Film zu entdecken.

Withnail wird meistens als 'Kömodie' eingestuft und entsprechend rezensiert. Dies ist m.E. nicht falsch, denn Withnail ist einer der lustigsten Filme, die ich je gesehen habe, aber was für mich die Genalität des Films ausmacht, ist die Tragik zum Schluss. Die Szene, in der Withnail und 'I' (Marwood) sich verabschieden, und dann Withnail seinen Monolog aus Hamlet vor den Wölfen im strömenden Regen hält, ist für mich einer der bewegendsten Momente der Filmgeschichte. In diesem Moment verwandelt sich der Film von einer Komödie in eine Tragödie. Der Antihero ist Withnail. Bruce Robinson ist ein Genie, denn mit dieser Szene gelingt es ihm, unsere Antipathie gegenüber dem Loser Withnail in ein Gefühl des absoluten Mitleids zu verwandeln. Das ist genau das was Shakespeare mit uns macht, oder? Ohne diese Szene wäre der Film zwar sehr witzig gewesen aber er hätte bestimmt keinen Kultstatus erreicht.

Ich gebe gerne zu, dass es viel hilft, wenn man - wie ich - männlich, aus GB (am besten aus England, denn dies ist ein sehr englischer Film), und ein bisschen der alte Hippy geblieben ist. Ansonsten kann man die Szene z.B. in der Withnail im Auto über seinen Kater sagt: 'I feel like a pig shat in my head' nicht richtig nachvollziehen. Man muss die schizofrenische englische Einstellung zu Alkohol verstehen, um diese Szene genießen zu können. Der Film dreht sich ausserdem viel um männliche Freundschaft und, mit Uncle Monty, um Homosexulatität, die hauptsächlich unausgesprochen über Saufen und Aktion (nicht Gefühle) vermittelt wird. Deshalb ist vermutlich dieser Aspekt des Films nicht sooooooo zugänglich für Frauen, die wahrscheinlich nur 'besoffene Idioten' herumlaufen sehen werden. Aber das ist mir egal - der fineste Film aller Zeiten, here and now.

Zu all diejenigen, die behaupten der Film sei 'doof', kann ich nur mit Danny erwidern: 'Foolish, foolish words, man'.
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