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Produktinformation
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Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch dem Alter entsprechend gut. Beim Bonusmaterial gibt es nichts zu klagen hier wird viel Informatives geboten.
Bild: Rauschen ist in hohem Maße vorhanden (00:17:34). Dazu kommt, dass die Farben recht mager ausgefallen sind. Die typisch britische Unterkühltheit sorgt zusammen mit dem alten Filmmaterial für einen etwas tristen Gesamteindruck, was immerhin! der Geschichte zuträglich ist. Die Schärfe ist allenfalls als angenehm zu bezeichnen. Feine Einzelheiten sind nicht zu erkennen, weder bei Haaren, noch bei der Musterung einer Jacke (00:44:54). Der Kontrast ist ordentlich, auch in etwas abgedunkelten Innenräumen (00:59:17), in anderen Momenten wird es dann schon etwas diffuser (01:18:35), aber insgesamt doch noch ordentlich. . Die Vorlage ist recht gut erhalten. Nur selten fallen irgendwelche Verschmutzungen auf.
Ton: Die deutsche Fassung liegt nur in Stereo vor, ist jedoch gut verständlich und ohne nennenswerte Störungen. Hier gefällt die Klarheit des Dialogs, die auch nicht zu klinisch ist, sondern perfekt für den Film situiert ist. Die englische Sprachfassung präsentiert sich in DD 5.1, allerdings gilt zu vermerken, dass der Dialog etwas blechern klingt. Der Sound ist eher frontal angelegt und breitet sich nur bedingt aus. Die rückwärtigen Kanäle werden selten angespielt und erzeugen ein Minimum an Raumfeeling.
Extras: Wieder einmal gibt es "Die Handmade Story", die kurz, aber prägnant Aufschluss über George Harrisons Firma gibt. Dabei wirkt das Ganze eher wie ein filmischer Essay, getragen von einer guten Off-Stimme, während man ansonsten fast nur Filmmaterial aus Trailern oder Standfotos zu sehen bekommt. Die kurze Dokumentation über "Withnail & I" gibt prägnanten Einblick in dieses Kleinod des UK-Films. Außerdem gibt es ein kurzes Interview mit Robinson, der erklärt, dass er einen ganz eigenen Sinn für Humor hat, der eigentlich nicht mit den üblichen Handmade-Konventionen einhergeht. Neben verschiedenen Trailern gibt es auch noch einen Audiokommentar des Regisseurs, bei dem er noch mehr in die Tiefe geht als bei seinem Interview. --movieman.de
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Die Geschichte wird aus der Perspektive von Peter Marwood (I) erzählt. Zwei ambitionierte und äußerst erfolglose Jungschauspieler schlagen sich mit Hilfe von jeder Menge Alkohol und Drogen durchs London von 1969. Am Anfang der Geschichte kommt der Erzähler (Paul McGann) gerade von seinem Tripp runter und wird dabei ein wenig ... naja, nennen wir es einfach mal paranoid. Als er dann sich dann auch noch mit dem übervollen und sehr ekligen Spülbecken auseinander setzen muss, ist es endgültig genug. Die Beiden sehen ein, dass sie eine Auszeit brauchen und überreden Withnails (Richard E. Grant) homosexuellen und gemüsebesessenen Onkel Monty (Richard Griffiths auch bekannt als Onkel Vernon aus Harry Potter), ihnen sein Cottage auf dem Land zu überlassen. Welche Story Withnail seinem Onkel erzählt hat um an den Schlüssel zu kommen wird der arme Erzähler erst später herausfinden. Die beiden Städter fahren also völlig unvorbereitet aufs Land und sehen sich vor Herausforderungen gestellt, die sie sich selbst im wildesten Drogenrausch so nicht vorgestellt hätten. Dann kommt Monty zu Besuch und schon bald wird klar, dass er an unserem Erzähler einen Narren gefressen hat. Das Ganze gipfelt in einer Szene in der Paul McGann in Unterhosen ums Bett gejagt wird. Letztendlich kann er aber doch entkommen, indem er seine gesamte Schauspielkunst einsetzt um Monty davon zu überzeugen, dass er und Withnail ein Paar sind. Die Szene mag im ersten Moment witzig erscheinen, doch Montys Gesicht zeigt ein solches Verständniss und eine Traurigkeit die zu Herzen geht. Kurz nachdem Monty abgereist ist, bekommt der Erzähler ein Telegramm in dem er für ein zweites Vorsprechen eingeladen wird. Als Withnail dieses Telegramm liest, wird ihm schon klar, dass dies der Anfang vom Ende der WG ist. Die Beiden eilen zurück nach London, der Erzähler bekommt die Hauptrolle in einem Stück und die beiden Freunde trennen sich. Das Tragische an der Geschichte ist, dass Withnail eigentlich der bessere Schauspieler von Beiden ist, jedoch Peter eine Hauptrolle bekommt, und man nur vermuten kann, dass Withnail ohne seinen Freund immer weiter abrutscht und sein großes Talent auf der Strecke bleibt. Tatsächlich ist es auch so gewesen, denn die Geschichte basiert auf Bruce Robinsons (Buch und Regie) eigener Geschichte und sein bester Freund hat sich das Leben genommen.
Leider sind auf der DVD keine Untertitel verfügbar, dafür ist in der überarbeiteten Version ein Audio-Kommentar von Paul McGann und Ralph Brown (spielt den Dealer Danny) enthalten (ebenfalls ohne Untertitel), der sehr amüsant und informativ ist. Alles in allem ein grandioser Film, der nicht das Geringste mit Mainstream zu tun hat und erst auf den zweiten Blick viel mehr ist als er zu sein scheint.
Der Film basiert auf dem Buch von Bruce Robinson, der seine eigenen Erlebnisse darin verarbeitet hat und auch Regie führte.
3 Tage später: Oh mein Gott!!! Ich liebe diesen Film. Habe ihn noch 7 Mal angesehen, verstehe inzwischen immer mehr (Wörterbuch sei Dank) und bin absolut süchtig.
Hier noch ein paar Zitate um auf den Geschmack zu kommen:
My thumbs have gone weird. I´m in the middle of a fucking overdose. (Peter Marwood)
If I´d medicine you, you would think a brain tumor is a birthday present. (Danny der Dealer)
We´ve gone on holiday by mistake. (Withnail)
Stop saying this Withnail. Of course he is the fucking farmer. (Peter)
Tactical necessity is me naked in a corner. (Peter)
Men delights me not - no, nor women either. (Withnail)
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