|
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Flogging Molly überzeugen erneut auf ganzer Linie, 17. September 2004
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Flogging Molly sich von Album zu Album immer mehr steigern und dass das bald kaum noch zu überbieten sein wird. Zusammen mit solchen Bands wie den kanadischen The Real McKenzies und den Bostoner Dropkick Murphys legen die Kalifornier mit ihrem irischen Sänger hier erneut ein absolutes Hammeralbum vor.Allein schon die ersten drei Lieder stehen den bisherigen Veröffentlichungen in absolut nichts nach: "Screaming at the wailing wall" weiss genauso zu überzeugen wie die Opener der letzten zwei Alben (Drunken Lullabies, bzw. Salty Dog). Dieser Titel lässt überhaupt nicht daran zweifeln, wie der Rest des Albums aussehen wird - nämlich eine absolute Meisterleistung. "Seven deadly sins" schlägt in eine ähnliche Kerbe, vergleichbar mit "what's left of the flag", und macht unglaublich viel Druck. "Factory Girls" finde ich etwas gewöhnungsbedürftig, aber genau das zeichnet auch diese Band aus: Es geht nicht nur immer schnell und gerade nach vorne, sondern gerade die etwas verquereren und versonneren Lieder mit den absolut gelungenen Texten ergänzen das Repertoire der Band. So ist je nach Lust und Laune eigentlich für jeden etwas dabei - und gerade diese Vielfältigkeit macht die Band interessant und vermag ihr auch, ein grosses Spektrum an Fans anzuziehen. Wer auf einem Flogging Molly Konzert war, weiss, was ich meine. Von Rocker über Metaller zu Punk und Hardcore und Industrial-Fan ist so ziemlich alles vertreten. Und genau da liegt auch die Stärke der Band, da es schlichtweg schwerfällt, sie musikalisch in eine einzige Schublade zu zwängen. So fallen desöfteren Bezeichnungen wie Celti-Core oder Agro-Celt. Weiter geht es mit "light of a fading star", meinem Lieblingslied des Album. Druckvoll, zynisch und auch immer mit einem gewissen schelmischen Grinsen zeigt sich hier die Band von ihrer besten Seite. Sänger Dave King, eigentlich aus Dublin, überzeugt mit seinem ausdrucksstarken Gesang, den ein Freund aus den USA folgendermassen bezeichnete: "He might not be the best singer in the whole world, but he's got loads of attitude." Überhaupt zeigt sich die gesamte Band wesentlich versierter an ihren Instrumenten und viel viel besser aufeinander eingespielt. So kommen auch auf diesem Album wieder Fiddle, Tin whistle, Mandoline, Akkordeon und sogar die irische Union-Pipe (Uillean Pipe) zum Einsatz. Die Liste der überzeugenden Songs umfasst an und für sich das komplette Album: "Whistles to the wind", "to youth", "tobacco island" oder "with a wonder and a wild desire" sind einfach perfekt. Lediglich den Gesang auf "Queen Anne's revenge", den Bassist Nathen Maxwell übernimmt, finde ich etwas dünn und ausdruckslos im Vergleich zu Dave King. Kurzum, ein weiteres Album einer extrem sympathischen Band, die den Erfolg wirklich verdient hat und sich von Album zu Album immer mehr steigert. Weiter so!!!!! Und wer Interesse hat, sollte sich auf keinen Fall die Liveshows im November entgehen lassen und auch einmal auf der sehr schön gestalteten Homepage der Band vorbeischauen (floggingmolly.com). 5 Punkte!
|