The Voice ist zurück. Mit "Witching Hour" erscheint das dritte Album von Ladytron, der Band, die es vermag, eine wohlige Gänsehaut auf meinen kaltherzigen Rücken zu zaubern. Und schon "High Rise" unterstreicht das erneute Vorhaben aus mir abermals weiches Wachs werden zu lassen. Ja, es ist der Zauber von der Insel. Auch "Destroy Everything You Touch" knüpft nahtlos an den Auftakt an und lassen einen auf der Ladytronwelle schwimmen, welche nun an Fahrt aufnimmt. Nach dem dritten Highlight "International Dateline" nimmt das Album etwas an Niveau ab, ohne den Glanz zu verlieren. Ja, die ersten drei Track verwöhnen und man giert nach dem Klimax ohne zu erkennen, dass man diesen gerade erlebt. Zwölf Tracks mit einem stimmigen Gesamtarrangement. Jedes Lied eine Perle, jedes Lied 100% Ladytron und doch einzigartig. Melancholie, Hoffnung, Sex-Appeal in diesen Stimmen, in diesen Synths.
Dieses Album ist mehr als nur Musik zum Nebenbeihören. Es fesselt, lässt träumen und sich gut fühlen. Ladytron streicheln die Seele ohne kitschig zu werden. Kaum zu Ende sucht man sehnsüchtig die Playtaste der Anlage auf eine Art, die am ehesten mit dem Riechen am Kopfkissen der Liebsten zu vergleichen ist. Ja, auf eine gewisse Art und Weise hab ich mich verliebt. Alles Gold der Welt für Menschen, die es beherrschen solche Stimmungen aus Silizium und Strom zu zaubern.