Masane und ihre Tochter Rihoko kehren nach Tokio zurück, das vor sechs Jahren teilweise von einem Erdbeben zerstört wurde.
Seitdem ist die naive Masane Trägerin der Witchblade, einer Waffe, die nur Frauen zugänglich ist und sich ihre Trägerin selbst aussucht.
Rihoko soll von der Kinderfürsorge in einem Heim untergebracht werden und da ihre Mutter das verhindern möchte, wird Masane kurzzeitig ins Gefängnis gesteckt.
Dort erwacht die Witchblade zum ersten Mal und ohne zu wissen was geschieht, vernichtet Masane ein unheimliches Wesen.
Bald darauf bekommt sie ein Jobangebot von einer anfangs undurchschaubaren Firma, die großes Interesse an der Witchblade bekundet.
Story und Charaktere dieser Serie sind wirklich hervorragend. Allerdings muss man bedenken, dass der Anime sich weitesgehend von dem gleichnamigen Comic und der US-Serie distanziert und das Thema auf originelle Weise ausschöpft.
Besonders die Charaktere, neben Masane und Rihiko noch ein Journalist und die anderen Bewohner des Hauses, in dem die beiden bald wohnen, wachsen wohl jedem Zuschauer schnell ans Herz.
Es ist jedoch etwas komisch, dass die sechsjährige Rihoko für ihre Mutter kocht und sich selbst Rezepte ausdenkt.
Die Story verspricht noch durchaus interessante Wendungen. Ich kenne bereits Volume 1-4 und bis dahin hat die Geschichte einiges zu bieten.
Ohne zu viel zu verraten, kann man sich wohl denken, dass Masanes Arbeitgeber nicht gerade Engel sind.
Allerdings wird man nicht von Klischees verschont. Als Animefan sollte das jedoch nicht stören, denn welcher Anime ist nicht klischeehaft?
Außerdem kommen im Handlungsverlauf noch weitere Frauen, die sich wie die Witchbladeträgerin verwandeln können und Kräfte besitzen. Somit ist diese Serie teilweise so etwas wie Sailor Moon für Erwachsene.
Da offenbart sich allerdings auch ein entscheidender Schwachpunkt: Sex spielt in dieser Serie eine Rolle, was ja an sich nicht schlecht ist, hier dagegen billig und erzwungen wirkend inszeniert wurde.
Verschiedene Frauen verwandeln sich während der Handlung aufgrund ihrer Kräfte und tragen dabei einen Hauch von nichts. Ihre weiblichen Reize sind deutlich hervorgehoben, soll heißen Riesenbusen und gelegentliche Posen einer Pornodarstellerin.
Pubertäre Jungs werden es toll finden, alle anderen allenfalls lachhaft.
Auch wenn Witchblade sich sicherlich nicht von der Masse abhebt und teilweise reine Geschmackssache ist, überzeugen Charaktere und Story.
Technisch gesehen sind die DVDs absolut mangelfrei. Tolle Synchronisation und ein gutes Bild mit schönen Zeichnungen. Auch der Humor kommt nicht zu kurz.
Zum Schluss noch eine Empfehlung: Nicht jeder wird Witchblade mögen. Vor dem Kauf besser Probegucken.