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Wissenschaftssoziologie
 
 
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Wissenschaftssoziologie [Taschenbuch]

Peter Weingart
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 172 Seiten
  • Verlag: Transcript; Auflage: 1., Aufl. (April 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3933127378
  • ISBN-13: 978-3933127372
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 12,1 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 181.581 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Peter Weingart
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Weingart fragt, wie sich gerade unter der Voraussetzung einer operativen Geschlossenheit der Wissenschaft, die sich auf der Grundlage des je nur für die Wissenschaft spezifischen Codes herstellt, strukturelle Kopplungen zu anderen Teilsystemen der Gesellschaft aufbauen: 'Die strukturellenKopplungen des Wissenschaftssystems zur Politik, zur Wirtschaft und neuerdings besonders zu den Medien werden zum neuen strategischen Gegenstand der wissenssoziologischen Forschung' (S. 87). Diesem Gegenstand widmet sich der zweite Teil des Buches. Knapp und unter Hinzuziehung wichtiger Studien auf diesem Gebiet wird das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sowie Wissenschaft und Medien analysiert. Schon allein die Luhmannsche Prämisse legt dabei nahe, dass sich diese Verhältnisse nicht der Form linearer Kausalitätsschemata fügen. Und entsprechend zeigt der Autor anhand vorliegender empirischer Untersuchungen, dass Modelle etwa der wissenschaftlichen Politikberatung, die dieser Form folgen, der Kommplexität der faktischen Beziehungen zwischen Wissenschaft und Politik kaum angemessen sind. Die Richtung einer entsprechenden begrifflichen Präzisierung sieht er dabei im 'Konzept der gesellschaftlichen Wissensordnung' (S. 139). Damit rückten Wissens- und Wissenschaftssoziologie 'in dem Sinn näher zueinander, als sie zusammen zu einer umfassenderen Theorie der Entwicklung und der wechselseitigen Beziehungen zwischen den Wissensformen in der Gesellschaft beitragen' (S. 140) könnten. Weingarts Vorschlag [bietet]jedenfalls für die Hochschulforschung besonders insofern eine interessante Perspektive, als er deren gesellschaftstheoretischen Defizite verringern könnte. Jedem Hochschulforscher sei daher der Band zur Lektüre empfohlen." Manfred Stock, die hochschule, 2 (2004) "Das Buch ist verständlich geschrieben, auch für Menschen ohne soziologische Vorbildung. Es ist mit einem reichhaltigen Apparat von erklärenden Anmerkungen versehen. Es ist uneingeschränkt lesenswert. Es ist ein schönes Beispiel für die Reihe 'Einsichten' zu Themen der Soziologie des transcript Verlages." Asmus Finzen, Psychiatrische Praxis, 30 (2003)

Kurzbeschreibung

Wie ist gesichertes Wissen in der Gesellschaft möglich? Diese Frage nach den gesellschaftlichen Bedingungen der Wissenschaft begründete die Wissenschaftssoziologie. Ende der 1960er Jahre schob sich das wissenssoziologische Paradigma mit der Frage in den Vordergrund, welche sozialen Faktoren die Entwicklung der Wissenschaft bestimmen. Der Fokus richtete sich auf die Produktionsbedingungen wissenschaftlichen Wissens. Seither ist die Wissenschaftssoziologie durch die Spannung zwischen einer institutionellen und einer wissenssoziologischen Ausrichtung gekennzeichnet. Inzwischen erweisen sich weitere soziologische Fragen als hochaktuell: Wer verfügt in der Gesellschaft über wissenschaftliches Wissen? und: Welche Folgen hat dieses Wissen für die Mitglieder der Gesellschaft? D.h., die Wissenschaftssoziologie steht vor der Herausforderung einer Neuorientierung: Es gilt, institutionelle und wissenssoziologische Ansätze zu integrieren.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Weder Fisch noch Fleisch 1. April 2011
Format:Taschenbuch
Ich empfinde das Buch allenfalls als durchschnittlich, denn es ist aus meiner Sicht weder Fisch noch Fleisch: Erwartetet der Leser ein Lehrbuch über die Disziplin der Wissenschaftssoziologie (im Folgenden: WSS), so wird er ebenso enttäuscht, wie wenn er einen grundlegenden Einblick in die derzeitigen Stand der wissenschaftlichn Literatur zum Thema erwartet. Dabei habe ich im Wesentlichen drei Kernkritikpunkte:

* Das Buch stellt die WSS nur sehr rudimentär in den Gesamtzusammenhang der wissenschaftlichen Debatte um die Natur der Wissenschaft, die außer in der WSS auch in der Wissenschaftsphilosophie intensiv geführt wird. Dies verhindert beim ungeübten Leser eine Einordnung des Fachgebiets in den Gesamtzusammehang. Außerdem fehlt meines Erachtens ein Überblick über das Gebiet der WSS, der verschiedene Strömungen und ihre Grundideen darstellt. Beides hätte ich von einem Lehrbuch erwartet. Stattdessen fängt Weingart einfach an 'zu erzählen' und verliert den Leser spätestens nach dem 2. oder 3. Kapitel, denn ihm fehlt die Orientierung.

* Weiterhin hätte ich von einem Lehrbuch erwartet, dass es die bisherigen Erkenntnisse in einfacher und verständlicher Art und Weise zusammenfasst und anhand von Beispielen illustriert. Stattdessen sind die Ausführungen zu den einzelnen Zweigen der WSS teilweise so stark verkürzt und abstrakt beschrieben, dass es einem ungeübten Leser nicht möglich ist, diese zu verstehen, ohne andauernd in anderen Quellen die Bedeutung des eben Gelesenen nachzuschlagen. Dies gilt natürlich nicht für alle Teile des Buches, es ist aber auch kein Einzelfall.

* Liest man das Buch, weil man sich intensiv in die Materie der WSS einzuarbeiten, dann fehlen an vielen Stellen detaillierte Literaturverweise, ohne die man die Originalquelle von Weingarts Ausführungen sehr lange suchen muss.

**Fazit**
Als Lehrbuch um sich einen Überblick über das Fachgebiet der WSS zu verschaffen und seine Grundlagen zu verstehen, ist es aus meiner Sicht nur eingeschränkt geeignet (als Musterbeispiel eines solchen Buches sei hier Chalmers' "Wege der Wissenschaft" genannt. Chalmers schafft es sehr gut, dem Leser ein Verständnis der Thematik ebenso wie einen Überblick darüber zu vermitteln). Als Grundlagenbuch der WSS ist es ebenso wenig geeignet. Daher mein Urteil: Das Buch ist weder Fisch noch Fleich und daher nur eingeschränkt lesenswert.
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