Der Autor gilt wohl bis heute eher als ein Außenseiter, was die öffentliche Aufmerksamkeit betrifft. Dennoch zeigt die Verbreitung seiner Bücher, dass seine Lehren und Ideen bis heute aktuell und wichtig sind. Vor Jahren las ich die "Autobiographie eines Yogis" von Paramahansa Yogananda. Als ich von dem Buch begeistert vor Jahren Amazon nach anderen Büchern des Autors durchforstete, fand ich nur wenige Bücher, die zudem mit wenig Rezensionen versehen waren. Was bei der Aufnahmefähigkeit für das Gesagte genauso wie für die Glaubwürdigkeit sicher eine unermessliche Rolle spielt, ist die extreme Praxis und Erfahrung des Autors. Erst gegen Ende seines Lebens widmete sich der Autor der Zusammenstellung seiner Bücher. So spricht hier auch jeweils sehr viel Reife heraus, was ich allerdings mangels Kenntnis seiner anderen Bücher bisher nur in Bezug auf seine Autobiographie und das vorliegende Buch bestätigen kann.
Das Buch besteht zu einem Teil aus Erklärungs- und Umsetzungsversuchen zur Meditation, zum einem weiteren Teil aber auch aus Texten, die man dazu nutzen kann. Mich hat es dazu inspiriert, aktuell an einer Synthese von Meditation, Gebet und Autosuggestion zu arbeiten. Hinsichtlich verwendeter Texte bzw. der etwa gleichen Zusammenstellung, die ich dabei verwende, greife ich auf selbst zusammengestelltes Material zurück. Jeder weiß - denke ich - selbst für sich am besten, welche Aussagen welche Auswirkungen haben und welche Erfahrungen wach rufen. So schenke ich den vorgeschlagenen Texten zur täglichen Praxis auch eher wenig Beachtung. Interessant war für mich viel mehr, was der Verfasser zur Umsetzung zu sagen hatte. Etwa das ein bewusst vorgetragen und nicht geistesabwesend monoton ein Text heruntergerasselt werden sollte. Dem Vorgetragenen sollte mit Würde und Akzeptanz begegnet werden, entsprechend solle es vorgetragen werden (Sinngemäß richtig mit meinen eigenen Worten widergegeben).
Ich freue mich über die vorliegende Publikation, die früher wie heute in einem handlichen Format herausgekommen ist. Im Gegensatz zur dicken Biographie oder manch anderer Schrift des Autors ermöglicht dies die Mitführung im Alltag. Ich selbst habe das Buch lediglich in meiner Bibliothek ausgeliehen und hielt das auch für einen guten. So sehr ich den Autor und seine Organisation, die das Buch publizierte, schätze und mag, ist es die Art von Büchern, die ich nicht mehrfach hintereinander lesen und intensiv markieren / Zutexten wollte. Die Anzahl von Sätzen im Buch ist aufgrund des Formats ohnehin übersichtlich.
Negativpunkte habe ich nicht zu nennen, selbst den Preis halte ich angesichts dessen, was mitzunehmen ist, für gerechtfertigt.