Dass einem Betriebswirtschaftler über das Schreiben wissenschaftlicher Texte ein durch und durch hilfreiches Buch gelingt, das sich außerdem auch noch gut liest - ein Glücksfall. Professor Kornmeiers Buch, das jetzt in neuer Auflage erschienen ist, behandelt im ersten Teil alle inhaltlichen Aspekte wissenschaftlicher Arbeiten, von der Themenwahl bis zur Gliederung, von der Literaturrecherche bis zur Analyse empirischer Daten, vom Einleitungs- bis zum Schlusstext...[...] Eine rundum sowohl hilfreiche als auch erfreuliche Lektüre! (Text art - Magazin für kreatives Schreiben - Wolfgang Manekeller - Heft 1-2010)
[...] Martin Kornmeier versteht es ein nicht ganz leichtes Thema auf humorvolle Art und Weise an die Frau oder den Mann zu bringen. Es bringt einen gewissen Schwung in die Scientific Community. Es ist eine Alternative zur Lektüre der alten und knorrigen Literatur aus diesem Feld. Von der Rezensentenseite her sei diese schmackhafte Lektüre sehr empfohlen. Die Zutaten und das technische Equipment dürfte in jedem Studierendenhaushalt oder im Hotel Mama vorrätig sein. Guten Appetit! (Carsten Rensinghoff - socialnet.de - 06.03.2010)
[…] Sein Augenmerk gilt vor allem Inhalt und Stil. Wie schaffe ich es, das Thema der Arbeit präzise zu formulieren und ihren Inhalt sinnvoll zu gliedern? Worauf muss ich bei der Literaturrecherche achten? Und das Schwierigste: Wie gelingt es mir, einen flüssigen und lebendigen Text zu schreiben, den man mit Interesse liest und der dennoch allen Anforderungen an eine wissenschaftliche Arbeit genügt? Der Autor weiß nicht nur auf all diese Fragen eine Antwort, er versteht es auch, mit einem kurzweiligen und bisweilen originellen Schreibstil den Leser für Stilfragen zu sensibilisieren. Wer dieses sehr nützliche Buch frühzeitig zur Hand nimmt, wird mit Sicherheit eine lesbarere - und damit bessere - Abschlussarbeit schreiben. (Studium - WS 08/09 - 83)
Von der herkömmlichen, bisweilen schwer verdaulichen Literatur unterscheidet sich dieses Buch in vielerlei Hinsicht. Der
Schwerpunkt von "Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht" liegt NICHT bei jenen Themen, die häufig derart in die Breite und Länge gewalzt werden, dass der eigentliche Kern – das Schreiben (!) einer wissenschaftlichen Arbeit – mitunter kaum mehr sichtbar ist.
Lassen Sie mich an dieser Stelle einige
Vorurteile aus dem Weg räumen.
1. Wissenschaftler sind
keine – pardon –
Korinthenkacker, die in Ihrer Arbeit
Formfehler zählen! Die eigentliche Funktion der Form ist wesentlich tiefgründiger, als man gemeinhin glaubt und reicht weit darüber hinaus, dem Durchschnittsstudenten seine Schwächen in Orthographie und Interpunktion vor Augen zu führen. Eine Arbeit ist dann formal korrekt, wenn der Leser die gebotene Information
leicht aufnehmen kann. Im Übrigen ist eine formal korrekte Arbeit eine notwendige, aber
keine hinreichende Bedingung für ein gutes wissenschaftliches Werk: Wer vorschriftgemäß und fehlerfrei zitiert, hat damit noch
keinen Beweis für seine etwaige Qualität als Student oder angehender Wissenschaftler erbracht.
2. Wissenschaftliche Einrichtungen sind keine Außenstellen von
Werbeagenturen, und wissenschaftliches Schreiben ist nicht in erster Linie eine Frage der Kreativität. Gefragt ist vor allem
analytisches Denken! Niemandem ist daran gelegen, dass Sie in Ihrer Arbeit ein "hippes", brandaktuelles Forschungsthema bearbeiten, welches Sie mit Kreativitätstechniken aus der Taufe gehoben haben (Motto: "Ich habe kein Problem, also suche ich eines."). Die Darstellung einschlägiger Methoden (z.B. Strukturbaum, Analogierad) ist deshalb überflüssig und wäre in diesem Buch
fehl am Platz.
3. Kein Wissenschaftler würde allen Ernstes von Ihnen verlangen, dass Sie sich mit Ihrer wissenschaftlichen Arbeit um den nationalen Preis für
Buchdesign bewerben: Wer Nonsens in eine außergewöhnlich schöne Hülle verpackt, wird damit den Nonsens nicht kaschieren können.
„Harry Potter“, „Tintenherz“, „Der kleine Eisbär“, „Winnie Puuh“, „Winnetou“ oder „Benjamin Blümchen“ sind nicht vergleichbar mit „Erfolgsfaktoren der Geschäftsanbahnung im B2B“, „Einflussfaktoren auf die Wahl der Markteintrittsstrategie“ oder „Verfahren zur Bestimmung von Preis / Absatz-Funktionen“. Als wissenschaftlich Arbeitende(r) müssen Sie sich
keine spannenden Geschichten ausdenken und auch keinen Roman verfassen. Nicht zuletzt aus diesem Grund benötigen Sie auch
keine „Tipps und Tricks“ gegen „Schreibblockaden“ oder „Schreibkrisen“. Was landläufig (oder zu Werbezwecken?) als „Schreibblockade“ oder „Schreibkrise“ bezeichnet wird, sind meist nur all die Probleme und Problemchen, die für das Schreiben eines wissenschaftlichen Werks durchaus typisch sind und – neudeutsch – häufiger auch in Gestalt von „Schreibproblemen“ auftreten. Wer es nämlich nicht gewohnt ist, regelmäßig wissenschaftlich zu arbeiten, findet plausiblerweise nicht immer gleich den richtigen Zugang zur Arbeit – bspw. aus Mangel an Erfahrung. Wer die folgenden Seiten aufmerksam liest, wird erkennen, dass v. a. derjenige an „Schreibproblemen“ leidet, der sein
Handwerkszeug nicht beherrscht (z. B. weil er seine
Forschungsfrage nicht hinreichend konkretisiert – und verstanden! – hat). Sie – die „Schreibprobleme“ – lassen sich im Wesentlichen dadurch lösen, dass man das erforderliche Rüstzeug erwirbt und
Routine im Schreiben entwickelt. Wie Sie dabei vorgehen sollten, steht in diesem Buch.
In "Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht" geht es vorzugsweise um
Inhalt und
Stil einschlägiger Werke (z.B. Bachelor-, Master- oder Diplomarbeiten, Dissertationen) sowie um die
Gründe für all die Anforderungen an Form, Inhalt und Stil. Das Buch folgt dabei folgender Philosophie: Wer seine Leser davon überzeugen will, in einer gewissen Weise zu handeln (hier = wissenschaftlich schreiben), muss ihr
Bewusstsein dafür schärfen, WARUM bestimmte Vorschriften zu erfüllen sind bzw. warum eine bestimmte Vorgehensweise nahe liegt. Vorschriften zu Form, Stil und Inhalt wurden nicht eingeführt, um Ihnen das Leben möglichst schwer zu machen – im Gegenteil: Die vielfältigen Regeln und Hinweise sollen Ihnen dabei helfen, Ihr Wissen möglichst klar und präzise mitzuteilen - nicht mehr und nicht weniger.
„Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht“ folgt einem handlungs- bzw. anwendungsorientierten Ansatz. Anhand einer Vielzahl konkreter Beispiele kann der Leser nachvollziehen, welche Möglichkeiten sich ihm bei der Gestaltung seiner wissenschaftlichen Arbeit bieten. Das Werk wendet sich an Studierende an allen Arten von Hochschulen und an Berufsakademien; auch Doktoranden finden viele Anregungen, z. B. zur Herangehensweise an umfangreichere Arbeiten und zum Schreibstil.
Die meisten im Buch beschriebenen Beispiele stammen zwar aus den Wirtschaftswissenschaften; sie sind aber derart ausführlich dargelegt und allgemein verständlich, dass Vertreter aller Wissenschaften den Inhalt problemlos nachvollziehen und für sich nutzen können.