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Wissenschaft kommunizieren: Ein Handbuch mit vielen praktischen Beispielen [Taschenbuch]

Carsten Könneker
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

26. April 2012
Das Buch ist eine systematische Einführung in die Praxis guter Wissenschaftskommunikation. Anhand zahlreicher Beispiele erklärt es, wie Wissenschaftler, Öffentlichkeitsarbeiter und Journalisten unterschiedliche Zielgruppen über Forschung informieren können und dabei die wichtigsten medialen Formate nutzen: Meldungen, Artikel, Kommentare, Vorträge, Interviews, soziale Netzwerke, Weblogs usw.
Aus dem Inhalt:
- Allgemeine Regeln für gutes Formulieren
- Praxis guter Wissenschaftskommunikation: Überschrift, Vorspann, Bildunterschrift, Metaphern usw.
- Spezielle mediale Formen: Meldungen, Kommentare, Rezensionen, Vorträge, Interviews usw.
- Wissenschaftskommunikation per Internet: Blogs, soziale Netzwerke, die persönliche Webseite
- Ausblick: 10 Thesen zur Zukunft der Wissenschaftskommunikation

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 234 Seiten
  • Verlag: Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA; Auflage: 1. Auflage (26. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3527328955
  • ISBN-13: 978-3527328956
  • Größe und/oder Gewicht: 24 x 17,2 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 281.449 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Empfehlenswert für alle, die nicht davon überzeugt sind, schon alles zu können."
Chemie in unserer Zeit (6/2012)
 
"Aufgabe der Wissenschaft ist es, nicht nur neue Kenntnisse zu erforschen, sondern diese auch der Öffentlichkeit mitzuteilen. Was es dabei alles zu beachten gibt, beschreibt Carsten Könneker in seinem Sachbuch 'Wissenschaft kommunizieren' sehr eindrucksvoll."
BIOspektrum (5/2012, 05.09.2012)
 
"Dass Könneker auch Inhalte, die das eigene Handwerk betreffen, gut vermitteln kann, beweist er mit diesem Buch."
BJV Report (4/2012, 01.09.2012)
 
"Die Lektüre vermittelt [...] [Journalisten und Wissenschaftlern] das nötige Rüstzeug, um wissenschaftliche Inhalte mundgerecht und schmackhaft zu servieren. Und auch später kann man sich beim Durchblättern immer mal wieder Rezeptideen holen."
Max Planck Forschung (01.08.2012)
 
"Ein umfassendes Grundlagenbuch für alle Akteure der Wissenschafts-PR."
pressesprecher (4/2012)
 
"ein Buch, in dem der Autor seine eigenen Empfehlungen zu Stil, Form und Verständlichkeit von Texten gleich vorbildlich selbst umsetzt"
PR-Journal online (04.06.2012)
 

Über den Autor

Carsten Könneker ist Chefredakteur des bekannten
Monatsmagazins Spektrum der Wissenschaft, der
Zeitschrift Gehirn&Geist sowie des Onlineportals
Spektrum.de. 2007 gründete er SciLogs.de, die
größte Blogplattform für Wissenschaft im deutschsprachigen Internet. Er ist ein gefragter Referent, Moderator und Dozent.

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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
4.2 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur Basics - und nicht nur für Wissenschaftler! 23. Oktober 2012
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Könneker ist Chefredakteur des „Spektrum der Wissenschaft" und weiß, worüber er schreibt, von Artikeln in Magazinen bis zu Blogs, Twitter & Co. Alleine die 50 Seiten vom „Küchenzuruf“ über die Überschrift zum Vorspann sind den Preis des Buches wert: hier entscheidet sich, ob der folgende Text überhaupt konsumiert (und verstanden) wird.
Selten war ein Untertitel („ein Handbuch mit vielen praktischen Beispielen") so wahr wie hier. Nichts bleibt theoretisch, abstrakt, jede Regel wird sofort mit guten oder schlechten Beispielen unterlegt.
Der Schwerpunkt liegt natürlich auf der schriftlichen Kommunikation (130 von 210 Seiten), aber die hier entwickelten Grundsätze gelten auch für die anderen gut beschriebenen Kommunikationsformen, z.B. Präsentation, Vortrag, Interview - und sogar für die elektronischen Medien.
Wer als Wissenschaftler seine oft komplexen Informationen „unters Volk" bringen möchte, für den ist dieses Buch nicht nur eine Fundgrube sondern auch ein Augenöffner, unabhängig von Alter oder persönlicher Erfahrung. Ich empfehle es auch weit über den Kreis der Wissenschaft hinaus jedem, der sperrige Themen wirksam transportieren möchte!
Ein kleiner Wermutstropfen sind Textpassagen, die orange gedruckt und schwer lesbar sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Die Botschaft der Neurowissenschafler, menschliches Verhalten werde zum größten Teil vom Unbewussten gesteuert, löst bei Kollegen aus anderen Forschungsgebieten oft schwere Verdauungsstörungen aus. Gründe für dieses Abwehrverhalten gibt es viele. Auch sehr verständliche. Denn als Kinder der Aufklärung, der Vernunft und der Wahrheit empirischer Beweise wirkt zahlenmäßig schlecht Erfassbares meist bedrohend. Zumal moderne Hightechgeräte und wissenschaftlich durchgeführte Experimente den Glauben an den'Homo oeconomicus' zunehmend ins Wanken bringen.

Aber da Aufmerksamkeit inzwischen zu den knappen Gütern gehört und der Verteilkampf um Forschungsgelder immer heftiger wird, kommen selbst Wissenschaftler nicht darum herum, sich mit effizienten Formen der Informationsvermittlung zu befassen. Und Leidensdruck gehört noch immer zu den stärksten Argumenten, sich um Veränderungen zu bemühen. Das weiß auch der Autor dieses Buches, ist er doch Chefredakteur des Monatsmagazins 'Spektrum der Wissenschaft' und der Zeitschrift 'Gehirn und Geist'. Und das wäre es nicht mehr lange, wenn seine Produkte kein Publikum fänden.

'Nie war die Schatztruhe der Vermittlungs- und Dialogformen reicher bestückt als heute', schreibt Carsten Könneker in seiner erstaunlich kurzen Einleitung. Und selbstverständlich will er seine Wissenschaftskollegen dazu animieren, diese Schatztruhe zu öffnen und die passenden Stücke so zu bearbeiten, dass sie möglichst vielen gefallen. Bei seinem Unterfangen setzt er vor allem auf Lernen durch Einsicht, was nach dem Bremer Neurologen Gerhard Roth allerdings eine suboptimale Strategie ist.

Gehen wir von der Annahme aus, die Bereitschaft zum Lernen sei da, liefert Könneker eine überaus präzise Gebrauchsanweisung, wie sich eine wirkungsvolle Kommunikation anpacken ließe. Er beginnt mit den Grundlagen. Und dazu gehören: Kenntnisse der medialen Formen, Zielgruppenanalysen, Erfassen der intendierten Wirkung, die fünf W-Fragen, Reduktion von Inhalten auf die Kürze eines Küchenzurufs, und geschicktes Wecken von Aufmerksamkeit.

Der zweite Teil trägt die Überschrift 'Praxis guter Wissenschaftskommunikation' und umfasst neunzig Seiten, wobei der Einstieg nicht gerade sexy ist. Denn Regeln für gutes Formulieren sind nicht nur langweilig, sondern finden sich in jedem Buch, in dem es ums Schreiben geht. Zur Repetition: Vortragsstil und Schachtelsätze vermeiden, Füllworte und Wiederholungen streichen, kurze Wörter und Verben bevorzugen.

Spannender und wahrscheinlich lehrreicher ist das siebte Kapitel, in dem Carsten Könneker seine Leser dazu ermuntert, sich im Verfassen geeigneter Überschriften zu üben. Und hat man das im Griff, dürften ein leserfreundlicher Vorspann und eine treffende Bildunterschrift ebenfalls zu schaffen sein. Zumal gutes Anschauungsmaterial geboten wird.

Wie erfahrene Könner einen populärwissenschaftlichen Artikel aufbauen und schreiben, erfahren Neugierige im zehnten Kapitel. Weitere Themen sind: Spitzmarke oder Dachzeile, Pullquote, Metaphern und Vergleiche. Und beim Stichwort "Könner" sei die Frage erlaubt, warum Wissenschaftler das Verfassen wichtiger Texte so ungern delegieren. Immerhin erhöhen sie mit ungeschickten oder allzu umständlichen Formulierungen die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Drittmittelantrag abgelehnt wird.

In dritten Teil geht Carsten Könneker näher auf mediale Formen ein, die häufig verlangt werden. Dazu gehören: Meldung, Kommentar, Rezension, Vortrag, Interview, Drittmittelantrag und Fachartikel. Und bevor der Autor mit 10 Thesen zur Zukunft der Wissenschaftskommunikation einen Ausblick wagt, erfährt der Leser noch, was er bei Blogs, sozialen Netzwerken und persönlichen Websites beachten sollte. Im Anhang finden sich: Informationsquellen für Recherchen, Quellenverzeichnis und Stichwortregister.

Gut möglich, dass meine eigenen Erfahrungen in Workshops mit Wissenschaftlern nicht repräsentativ sind. Aber sie führten dazu, die Widerstände gegen das Verkaufen von Informationen konzeptionell stärker zu berücksichtigen als dies in Könnekers Buch der Fall ist. Ob das Kind letztlich Storytelling, Infotainment oder Vermarktung heißt, spielt keine Rolle, solange Emotionen zu seiner Verwandtschaft gehören. Denn wer allzu sehr auf die Sachebene setzt, wird das Publikum wohl nur erreichen, wenn es zum Sitzenbleiben gezwungen wird. Und selbst dann sind die Erfolge oft mäßig.

Mein Fazit: Viele brauchbare Ratgeber für wissenschaftliches Kommunizieren gibt es in deutscher Sprache nicht. Jede Publikation, die sich diesem anspruchsvollen Thema annimmt ist deshalb zu begrüßen. Vor allem wenn sie von Autoren verfasst werden, die in der Praxis stehen und ihre guten Ratschläge selber befolgen. Und gäbe es keine Textpassagen in Orange, wäre sogar das Layout beispielhaft.
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Format:Taschenbuch
Die Stärke des Buches liegt klar in seiner praktischen Ausrichtung. Mit seiner journalistischen Erfahrung bietet Könneker dem Leser zahlreiche (manchmal auch zu viele) Fallbeispiele für gutes und schlechtes, hauptsächlich schriftliches Kommunizieren an. Passende Abbildungen lockern seine Ausführungen auf. Sein Schreibstil ist flüssig, manchmal unterhaltend, manchmal auch belehrend.

Unklar blieb mir jedoch bei der Lektüre, an wen sich Könneker nun genau mit seinem Buch richtet: an den Wissenschaftler, der nicht journalistisch arbeitet und für den das Handbuch zu sehr in diesem Sinne geprägt ist? An den Wissenschaftsjournalisten, der im Text nur selten als angesprochene Zielgruppe erscheint? An den Mitarbeiter in der Öffentlichkeitsarbeit einer Universität oder Forschungseinrichtung, der wohl kaum journalistische Artikel veröffentlichen möchte? Die genaue Zielgruppe des Buches blieb mir zu diffus oder im besten Sinne zu viel gewollt. Konkreter und weniger wäre hier besser gewesen.

Schade fand ich auch, daß das Hauptgewicht in der Buchkonzeption auf die schriftliche Kommunikation gelegt wurde. Weitere Varianten der mündlichen Kommunikation wie Podcasts oder Videos bis zu Videochatting (Stichwort Webinare/Google Hangout) fehlen. Kapitel zu diesen Themen hätte das Buch innovativer gemacht.

Ein weiterer Kritikpunkt bezieht sich auf die Auswahl der Fallbeispiele. Man merkt recht schnell, bei welcher Zeitschrift Könneker arbeitet. Oft taucht Spektrum, Gehirn & Geist oder Scilogs auf, meinem Geschmack zu oft. Es grenzte sehr an starker Werbung für diese Zeitschriften- und Verlagsangebote. Mehr Ausgewogenheit hätte hier gut getan.

Fazit: Das Buch ist, wie der Titel verspricht, ein Praxishandbuch zum Thema Wissenschaftskommunikation. In seiner hauptsächlich auf die schriftliche Variante ausgerichtete Konzept ist es solide und gut gemacht. Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten erhalten viele wertvolle Hinweise für eine gute Kommunikation, vor allem durch die vielen Fallbeispiele. Kritisiert werden muß jedoch die unkonkrete Konzeption hinsichtlich der Zielgruppe Wissenschaftler-Wissenschaftsjournalist-Mitarbeiter der Pressestelle, die den Leser aus einer der Gruppe wohl teilweise unbefriedigt zurück läßt.
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