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Hat die Wissenschaft Gott begraben. Eine kritische Analyse moderner Denkvoraussetzungen
 
 
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Hat die Wissenschaft Gott begraben. Eine kritische Analyse moderner Denkvoraussetzungen [Taschenbuch]

John Lennox
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 144 Seiten
  • Verlag: Brockhaus, Witten; Auflage: 7., Aufl. (31. Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3417243580
  • ISBN-13: 978-3417243581
  • Größe und/oder Gewicht: 20,5 x 12,9 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 530.070 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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John Lennox
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Vor der Aufklärung war alles selbstverständlich: Keine Wissenschaft ohne die Prämisse Gott. Doch seitdem hat sich das Blatt gewendet: Gott wurde immer mehr an den Rand gedrängt und heute scheint erfür die Wissenschaft völlig begraben zu sein. Der durch viele Vorträge auch in Deutschland bekannt gewordene irische Wissenschaftler John Lennox geht in diesem Buch die Voraussetzungen der modernen Naturwissenschaften auf den Grund. Dabei steht das Thema "Schöpfung und/oder Evolution" im Mittelpunkt.

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53 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ichthys-Redaktion TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Stuttgart, Köln, Dresden, Berlin ' - der "Neue Atheismus" ist auf Deutschlandtournee, und das mit eigenem Doppeldeckerbus. Medienwirksam prangt darauf die Botschaft: "Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott." Man könnte meinen, der Oxforder Professor für Mathematik John Lennox will just diese Behauptung mit ihren eigenen "Waffen" schlagen. In seinem Buch "Hat die Wissenschaft Gott begraben?" führt er ausgerechnet die geballte Kraft der Stochastik gegen das Postulat der Verächter des Glaubens zu Felde, oder besser: lädt sie im Gericht als Zeugen vor und stellt sie in den Dienst eines Indizienprozesses zu Gunsten des Theismus. Denn darum geht es eigentlich: um eine wissenschaftliche Rechtfertigung des Glaubens an einen Gott gegenüber den Vorwürfen einer vermeintlich voraussetzungslosen, materialistischen (bzw. naturalistischen) Sichtweise, die ohne eine höhere Instanz, ohne Transzendenz und Glauben auszukommen meint. Der Titelfrage "Hat die Wissenschaft Gott begraben?" setzt das Buch die These entgegen, dass nicht Wissenschaft und Glaube an eine schöpferische Intelligenz in einem Widerspruch zueinander stehen, sondern lediglich die theistische Weltanschauung zu der materialistischen.
Tatsächlich existiert Lennox' Buch schon länger als die Buskampagne, jedoch ist sein Beitrag jüngst in achter, völlig überarbeiteter und deutlich erweiterter Neuauflage erschienen (erstmals 2002; damals schlanke 144 Seiten). Immer mit der Absicht, den Theismus als loyalen Partner des logischen Denkens und Forschens zu bewähren, durchschreitet Lennox in zwölf Kapiteln das gewaltige Terrain der empirischen Naturwissenschaften: von ihrer theoretisch-philosophischen Grundlegung über die Kosmologie zur Evolutionsbiologie und bis in die entlegensten Winkel der Genetik. Der Autor macht dabei deutlich, dass alle Wissenschaft an einem gewissen Punkt auf letztlich nicht beweisbare Grundannahmen zurückgreifen muss - sie muss "glauben", um zu "wissen". Warum also nicht an einen Gott glauben? Lennox' umfangreiche Ausführungen lassen die Annahme eines Schöpfergottes im Kontext naturwissenschaftlicher Forschung nicht nur denkbar erscheinen, sondern legen sie sogar nahe.
Der Mathematiker bemüht allerlei Schwindel erregend hohe sowie unvorstellbar winzige Zahlen um zu belegen, welche schier unbegreiflichen kosmologischen und mikrobiologischen Feinabstimmungen nötig sind, um Leben auf diesem Planeten zu ermöglichen und zu erhalten. Den Zufall als Ursache hält er für ausgesprochen unwahrscheinlich. Doch Lennox belässt es nicht bei einem Gott als "Lückenbüßer" für naturwissenschaftliche Erklärungsnöte, sondern erblickt göttliches Wirken im Zentrum allen Lebens, genauer, in jedem noch so kleinen Zellkern. Denn ein weiteres eindrückliches Indiz für eine schöpferische Intelligenz sei die Fülle an Information, die jeder Zelle in Form von DNS eingegeben ist. Die Herkunft von Information sei nicht mit dem Prinzip der "Selbstorganisation" erklärbar, Unordnung könne nicht selbst Ordnung hervorbringen. Dass etwas derart Komplexes wie genetische Information durch die blinden Kräfte der Naturgesetze entstanden sein soll, scheide daher (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) als Erklärung aus.
Der Oxforder Professor vermeidet die Rolle eines "Experten für alles", stattdessen lässt er eine Vielzahl anderer Wissenschaftler zu Wort kommen - darunter auch etliche bekannte Kritiker des Theismus (z. B. Richard Dawkins, Christopher Hitchens, Carl Sagan). Immer wieder bringt er profilierte Persönlichkeiten und Positionen in einen Diskurs miteinander, lässt sie streiten, einander widerlegen und wiederum Einspruch erheben, ehe er sein Urteil formuliert. Man kann dem Autor gewiss nicht vorwerfen, er mache es sich leicht mit den Verfechtern einer von Gott befreiten Welt. Dem Leser wird auf diese Weise ein wahrer Fundus an Zitaten, Quellen und Referenzen dargeboten. Eine Begleiterscheinung davon ist jedoch, dass sich einzelne Diskussionen unnötig in die Länge ziehen und ihnen der schale Beigeschmack des bloßen name dropping anhaftet. Letzteres gilt vor allem dann, wenn ein und dasselbe Argument nur in verschiedenem Wortlaut von verschiedenen Leuten wiederholt wird. Was indes gut gelingt, sind die Beispiele und Vergleiche, mit denen der Autor die oft abstrakten Sachverhalte anschaulich werden lässt. Wer hätte gedacht, dass Tante Mathildes Kuchen, der Motor von Henry Ford und auf Schreibmaschinen tippende Affen wichtige Probleme und Einsichten der Wissenschaft verständlich machen können? Das hohe Maß an Anschaulichkeit ist ohne Zweifel eine der Stärken des Buchs. Überdies akzentuiert Lennox das Buch gekonnt mit seinem trockenen Humor, so dass es - trotz des streckenweise hohen Anspruchs - erstaunlich gut lesbar ist (was im Übrigen auch als Verdienst der gelungenen Übersetzung gelten darf).
Jenseits des naturwissenschaftlichen Gehalts stellt sich die Frage nach dem theologischen Nutzen der Lektüre. Der erweist sich als in zweifacher Hinsicht begrenzt: Mit der Rehabilitierung des Theismus ist ein - aus christlicher Perspektive - alles entscheidender Schritt noch nicht getan, nämlich der Schritt zum Glauben an Jesus Christus als Sohn Gottes. Die zweite Einschränkung betrifft die Grenze von Apologetik (d.h. Verteidigung des Glaubens mit Argumenten) überhaupt. Sinnvoll genutzt eröffnet sie in einer Diskussion den Gesprächsrahmen für zentralere Glaubensthemen und das persönliche Evangeliumszeugnis. Denn: Apologetik allein kann niemanden in den Himmel diskutieren. Im ungünstigsten Fall erntet sie - trotz der besseren Argumente - weder offene Herzen noch Zustimmung, sondern lediglich verhärtete Fronten. Und auch als Christ sollte man sich vor dem Missverständnis hüten, den Glauben erst naturwissenschaftlich rechtfertigen zu müssen, ehe man ihn (für sich selbst, wie für andere) als glaub-würdig erachtet. Christus ergreift den Menschen und seine Vernunft, nicht umgekehrt!
Es wäre wünschenswert gewesen, Lennox hätte die Grenzen seines apologetischen Ansatzes in diesem Sinne transparent gemacht. Ungeachtet dieser Kritik lässt sich jedoch festhalten, dass der renommierte Mathematiker mit seinem Buch einen wertvollen und hochaktuellen Beitrag leistet, der insbesondere gegenüber den Anmaßungen des neu aufkeimenden Atheismus wichtige Impulse setzt. Sein faktenreiches, über weite Strecken ausgesprochen spannendes Buch dürfte wohl auch skeptischen Leserinnen und Lesern ein ehrfürchtiges Staunen über diese wunderbare Schöpfung abnötigen.

Kolja Koeniger

ichthys 25 (2009), 2009|2, 247f.
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43 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Lennox ist es meiner Meinung nach gelungen vor allem Einsteigern einen guten Überblick über das Thema "Glauben und Wissenschaft" zu geben.
Sein Hauptziel ist es nicht, wie hier in einer anderen Rezession behauptet Gott zu beweisen (er selbst sagt, dass dies auf naturwissenschaftlichem Weg nicht möglich ist), sondern zu zeigen, dass Wissenschaft und Glaube/Religion keine unvereinbaren Gegensätze darstellen. Dabei untersucht er Argumente von großen Materialisten/Naturalisten wie Dawkins und Atkins mit Hilfe der neusten Erkenntnissen der Wissenschaft. Nachdem er sämtliche für diese Diskussion wichtigen Begriffe (Komplexität, Materialsmus, Reduktionismus uva) definiert und erklärt hat, kommt Lennox eben irgendwann am Punkt "Evolutionskritik" an. Diese Kapitel des Buches fassen im Groben zusammen, welche Widersprüche sich in letzter Zeit für die (Neo-) Darwinistische Evolutionstheorie ergeben haben. Es geht ihm hierbei aber nicht darum die Evolution komplett zu widerlegen, sondern dem Leser klar zu machen, dass wir es mit einer wissenschaftlichen Theorie und keiner Tatsache zu tun haben. Mikrorevolution, Natürlich Auslese und positive Mutation beweist Lennox sogar.
Erst auf den letzten 6 Seiten, nachdem er das ganze Thema objektiv beleuchtet hat, lässt er dann seine eigene Meinung einfließen.
Fazit: Ein sehr lesenswertes und teilweise sogar spannendes Buch.
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52 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Kann Gott, kann Glaube überhaupt Gegenstand der Wissenschaft sein? Schließen sich Glaube und Wissenschaft kategorisch aus? Wie glaubensfrei waren und sind Wissenschaftler? John Lennox, Professor in Oxford, geht mit einer erfrischenden Logik diesen unverändert brennenden Fragen nach. Mit seiner unaufgeregten Sachlichkeit hebt er sich wohltuend von jenen lärmenden, Aufmerksamkeit erheischenden Atheisten ab, die in moderner, evolutionistisch verbrämter Verkleidung nur alte Theorien wieder aufbrühen.
Was Lennox in den ersten Kapiteln aufzeigt ist vor allem, dass sich nicht Wissenschaft und Glaube, sondern Naturalismus/Materialismus und Gottesglaube ausschließen. Ersterer ist dabei selbst eine Ideologie ' ein 'Glaube' ' der an Stelle des Theismus den Glaube an die Natur stellt und die Frage nach dem Woher und Warum unbeantwortet lassen muss. Wissenschaft, so Lennox, muss in ihrer Vorgehensweise atheistisch sein um unvoreingenommen und um ohne einen Lückenbüßer Gott forschen zu können. Das bedeutet aber nicht, dass Wissenschaftler Atheisten sein müssen. Im Gegenteil.
Der Glaube an den einen Gott war gerade die Voraussetzung wissenschaftlichen Forschens: Wer von der Vorstellung befreit ist, einem Götterhimmel ausgeliefert zu sein, in dem nur Willkür herrscht, kann beherzt den Bauplan des unbewegten Bewegers erforschen.
Wenn Gott aber kein Platzhalter in unvollkommenen Theorien ist, der mit deren Vervollkommnung zwangsläufig immer weiter marginalisiert wird, ist es dann nicht konsequent zu fragen, wie die wissenschaftliche Erkenntnis auf den Schöpfergott selbst hinweisen könnte? Genau diesen Schritt geht Lennox. Folgerichtig fragt er, welche Zeichen schöpferischer Intelligenz sich z.B. aus der Atomphysik oder der Biologie heraus erkennen lassen. Bedeutsam ist dabei seine Unterscheidung in die Frage nach dem 'Wie' und dem 'Warum': Wer wissenschaftliche Phänomene erklären kann ('wie') hat noch lange nicht deren 'Warum' begründet. Die Spuren schöpferischer Intelligenz können dabei aber sehr wohl Hinweise auf das 'Warum' geben. Die Verwechslung dieser beiden Fragen begründet geradezu tragisch einen Kategoriefehler, der die Evolutionslehre häufig zum Kronzeugen des Atheismus werden lässt ' was sie aber nicht sein kann. Die Evolutionslehre als Theorie für die Entstehung des Lebens und der Arten zu bejahen, schließt den Glauben an einen Schöpfergott nicht aus. Sie stößt sich nicht einmal an dem alttestamentlichen Schöpfungsbericht (Erschaffung der Welt in sechs Tagen), da dieser einen liturgischen Text und keine naturkundliche Theorie darstellt. Im Gegenteil. Wer das erste Buch Mose genauer liest, dem fällt auf, dass dort zwei sehr unterschiedliche Schöpfungsberichte kommentarlos unmittelbar aufeinander folgen. Das kann folglich gar nicht wissenschaftlich zu verstehen gewollt sein.
Das auch für Laien gut lesbare, sachlich aber nicht langweilige geschriebene Buch ist ein wertvoller Wegweise durch die wissenschaftliche Debatte um blinden Zufallen und Gottesglaube. Erfreulich, dass jetzt die 2., erweiterte Auflage erschienen ist.

Eine spannende Abhandlung über Gottesglaube, Wissenschaft und Atheismus findet sich bei Manfred Lütz 'Gott ' eine kleine Geschichte des Größten'. 'Glaube hat Gründe' des Theologen Klaus Douglass führt die Frage nach dem Schöpfergott weiter hin zum Gott des Christentums.
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