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50 Basics für einen klaren Kopf - das stimmt so!, 9. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Wissen ist machbar: 50 Basics für einen klaren Kopf (Gebundene Ausgabe)
Autor Kai Romhardt redet nicht lange um den heißen Brei. Er muss sich nicht über eine unlesbare akademisch verbrämte Sprache profilieren. Er verzichtet auf komplizierte Schaubilder, Grafiken und technische Lösungen, beispielsweise auf Software aus dem Knowledge Management, CRM oder Content Management. In einfachen, klaren, lesbaren Worten bringt er es auf den Punkt: Es gibt mehr Informationen als wissenswert sind, und es gibt mehr Wissen als man lernen kann. Wie geht man souverän damit um? Wie trennt man Wichtiges von Unwichtigem? Wie verzweifelt man nicht daran, in einer Gesellschaft, in der Wissen nicht nur Macht, sondern alles zu sein scheint? "(...) Forschungsprojekte und Studienpläne gleichen immer mehr Marschtabellen. Es ist eine natürliche Konsequenz, dass sich heute immer mehr Menschen nach einem entschleunigten Leben sehnen. Die einen, weil sie nicht mehr können, die anderen, weil sie nicht mehr wollen. Leben und Lernen folgen natürlichen Rhytmen, wenn wir diese nicht erkennen, sind wir in Gefahr, das Leben im gegenwärtigen Moment zu verpassen.
Romardt macht keinen Hehl daraus, dass er Anhänger Zen-buddhistischer Denkweisen ist, die er gerne und oft zitiert. Aber er sit weit davon entfernt, esoterisch vor sich hin zu philosophieren. Er will Bewusstsein und Bewusstheit schaffen für sein Thema.
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Wege zur selbstbestimmten Wissens-Schaffung, 25. April 2002
Rezension bezieht sich auf: Wissen ist machbar: 50 Basics für einen klaren Kopf (Gebundene Ausgabe)
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... statt Techniken zur Beherrschung der Informationsflut.
Warum?
Das Hauptwerkzeug des Wissensarbeiters unterscheidet sich maßgeblich von wohl allen anderen Werkzeugen: Es ist untrennbar mit der Persönlichkeit des Wissensarbeiters verbunden. Es ist Bestandteil seiner Identität. Daher kann für ihn die viel gepriesene Trennung zwischen Privatem und Beruflichem auch nicht funktionieren: Uns kommen gute Gedanken zum Job, während wir uns auf dem Rennrad oder bei einer Bergtour entspannen; andersrum bringen wir unsere ganze - individuelle - Persönlichkeit ein, wenn wir im Gespräch mit Kollegen neues Wissen schaffen. Wegen dieser Verbundenheit mit unserer Identität sollte es uns nicht egal zu sein, welches Wissen wir erwerben und auf welche Weise wir es tun.
Kai Romhardts Buch "Wissen ist machbar" versucht in erster Linie, uns für diese Perspektive zu sensibilisieren. Wenn es zudem Gebrauchsanweisung zum Wissenserwerb ist, dann von einer höheren Warte aus: es liefert verschiedene Rahmen, die wir individuell ausfüllen können. Was es nicht liefert, sind gebrauchsfertige Techniken, Tools und Methoden. Im Gegenteil versucht der Autor, uns dazu zu bewegen, das Streben nach solchen patentierten Lösungen aufzugeben. Denn solche Patentrezepte sind Stereotypen und daher letztlich Gegenspieler eines selbstbestimmten Wissenserwerbs. Und ein überreichlicher Gebrauch solcher Stereotypen führt letztlich zu Denk- und Wissensbarrieren - die irgendwann auch die persönliche Entwicklung behindern.
Diese Barrieren können nach meiner Erfahrung für den einzelnen so unüberwindbar sein, dass auch Beispiele für die Denkbarrieren selbst nicht mehr unversehrt hinter diese Barrieren gelingen und vollends verstanden werden. Deshalb benutze ich gerne zur Verdeutlichung ein skurriles Beispiel aus der Filmkomödie "Ein Fisch namens Wanda":
Otto, ein tumber, schießwütiger Gewaltmensch, hat die Philosophie für sich entdeckt. Wanda die Heldin des Films, erblickt ihn, wie er mit verschränkten Beinen und geschlossen Augen auf seinem Bett sitzt, und fragt nach dem Grund. Er meditiere, antwortet Otto, eine Technik, die buddhistische Mönche praktizierten, bevor sie in den Kampf zogen. Sie hätten sie entwickelt, um ihre ganze Energie auf die Vernichtung des Gegners zu konzentrieren...
Otto gelingt es nicht (mehr), das für ihn Neue (Buddhismus) mit neuen Augen zu sehen, sondern er klassifiziert und bewertet es mit seiner zementierten immer wieder geübten Weltsicht (Gewalt als Weg).
Der gleiche Mechanismus wirkt, wenn ein jemand nach der Lektüre des Buchs das Fehlen von Methoden bemängelt (was ich selbst erlebt habe), wo doch der Verzicht auf Methoden gerade eines der Anliegen des Autors ist.
Letztes Beispiel verdeutlicht, wie wichtig Kai Romhardts Anliegen ist - und wie schwierig die Umsetzung werden kann, wenn die "Profilabrundungen" eines Lesers bereits so weit fortgeschritten sind, das Wissen nur noch verfeinert, satt erneuert und altes dabei verworfen wird.
Schließlich ist ein selbstbestimmter, nicht stereotyper Umgang mit Wissen auch im Job wichtig: Es geht ja nicht darum, dass wir alle das gleiche wissen; sonst wären viele Wissensarbeiter betriebswirtschaftlich überflüssig. Es geht auch nicht darum, (vermeintlich) objektive, aber umfangreiche Wissensbestände auf verschiedene Köpfe zu verteilen. Vielmehr kommt es darauf an, auf Basis unserer Persönlichkeit mit unserem Vorwissen und unserer Sicht der Dinge (u.a.) im Dialog neues Wissen und neue Sichtweisen zu KREIEREN, die dem Unternehmen nützen.
Kai Romhardts Buch zeigt facettenreich Wege zum selbstbestimmten Umgang mit Wissen auf. Mehr kann es und sollte es auch nicht. Die einzelnen Schritte müssen wir selber unternehmen, denn sie müssen zu uns passen. Daher habe ich bewusst keine schnell (v)erkennbaren Einzelaspekte hervorgehoben, sondern versucht, das große Anliegen des Buches in den Vordergrund zu stellen.
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Ausgezeichneter Brevier gegen den Informations-Overkill, 19. Dezember 2001
Rezension bezieht sich auf: Wissen ist machbar: 50 Basics für einen klaren Kopf (Gebundene Ausgabe)
Mit dem Ratgeber von Kai Romhardt erhalten Sie 50 wertvolle Grundlagentipps für den Umgang mit Wissen. Es geht um den Rettungsanker, der uns in der Wissensflut Halt gibt, und die nützlichen Ideen, um Informationen zu filtern, Unnützes zu eliminieren und den Überblick zu behalten. Dabei hebt sich das kleine Brevier von anderen Büchern dieser Art durch seine Leichtigkeit und den klaren, ausgezeichneten Aufbau wohltuend ab. Wissen und Lernen sollen Spass machen, das begreift man schnell, wenn man diese luftigen Kapitel durchstöbert. Romhardt schreibt in einer herrlich ungekünstelten, verständlichen Sprache: So wird die Lektüre - auch selektiv - zum Vergnügen. Jedes Kapitel wird durch Handlungsanweisungen und Kurzzusammenfassungen abgeschlossen. Wir von getAbstract.com empfehlen dieses Buch allen Wissensarbeitern, die den Informations-Overkill befürchten und einfache Tipps für einen klaren Kopf suchen.
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