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Wissen ist Markt. Ein Praxishandbuch zum Wissensmanagement
 
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Wissen ist Markt. Ein Praxishandbuch zum Wissensmanagement [Taschenbuch]


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: USU; Auflage: 1., Aufl. (13. März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3981007115
  • ISBN-13: 978-3981007114
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 14,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.496.620 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wissen ist Macht Markt ! Ein neues Praxishandbuch zum Wissensmanagement

Wissen ist Macht - der von Francis Bacon vor gut 400 Jahren geprägte Spruch ist in vielen Organisationen noch immer die Richtschnur, die den täglichen Wettbewerb zwischen Mitarbeitern und Abteilungen bestimmt. Unternehmerisches Denken in Kontexten und Netzwerken wird in der Praxis jedoch kaum praktiziert. Die größte unternehmerische Herausforderung des 21. Jahrhunderts liegt daher in der effizienten Nutzung dieses intellektuellen Kapitals durch die Integration von individuellem Know-how in dynamisches Unternehmenswissen. Dazu bedarf es einer vollkommen neuen Betrachtung betrieblicher Abläufe und Kommunikationswege jenseits ausgetretener Pfade, einer auf Vertrauen basierenden Wissenskultur, in der das Denken quer durch Hierarchien und Abteilungen aktiv vernetzt wird und Fehler nicht als Karriereknick, sondern als Erfahrungsgewinn verstanden werden.

Unter dem Titel "Wissen ist Markt" hat der Wissensmanagement-Spezialist USU im jetzt eine Sammlung von Fachbeiträgen rund um den vierten Produktionsfaktor herausgeben. Die Motivation für das Praxishandbuch entstammt einer mehr als 10jährigen Erfahrung mit dem Thema Wissensmanagement. USU gehört als Technologieanbieter für intelligente Recherchesysteme und Wissensdatenbanken zu den Pionieren auf diesem Gebiet. Seitdem hat das Unternehmen knapp 300 teilweise sehr komplexe Wissensmanagement-Projekte durchgeführt. Dadurch sammelte sich wertvolles Erfahrungswissen an. Die 20 Beiträge beschreiben vor allem die Umsetzung in die unternehmerische Praxis und geben so einen Teil dieser Expertise weiter - Lessons learned getreu dem Motto Wissen ist Markt. Diese Werkstatt-Berichte schließen damit auch eine bestehende Literatur-Lücke. Mit Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Frauenhofer Gesellschaft, und Willi Stächele, Staatsminister des Landes Baden-Württemberg, haben zwei Persönlichkeiten ein Grußwort übermittelt, die beide das Thema Wissensmanagement seit Jahren aktiv vorantreiben.

Lasst Euch nicht "vergoogeln" - so könnte man den essayistischen Einstiegsbeitrag des Journalisten Raimund Vollmer umschreiben. Sein Ziel: die Maschine - in diesem Fall Google - ad absurdum zu führen. Sein Credo - den Menschen wieder zu entdecken. Mit seinem Können, seiner Professionalität, seinem Charakter, seiner Kreativität. Neben wissenschaftlichen Beiträgen von Prof. Gerhard Staib und Prof. Karsten Böhm schildern zwei Texte neue Technologien und Trends, z.B. für die zweite Generation des Internets - das Semantic Web. Fazit - die meisten Web-Standards bestehen den Praxistest nicht, aber neue Themen wie selbstlernende Technologien oder Foksonomien geben Anlass zu Optimismus. Auch das Phänomen Schwarmintelligenz lohnt eine nähere Betrachtung. Boomende Web-Sites wie Ebay, Amazon, Napster oder Wikipedia nutzen kollaborative Technologien und setzen damit auf wichtige Eigenschaften natürlicher Verhaltensmuster.

Portale & wissensintensive Geschäftsprozesse in Fachbereichen wie Call und Service Center, Qualitätssicherung oder Forschung & Entwicklung stehen im Fokus der zahlreichen Praxisbeiträge. U.a. werden Initiativen bei ARBURG, der Stadt Köln, der Wüstenrot & Württembergischen Informatik, der Sparkassen Informatik, der Robert Bosch GmbH sowie des Diakonischen Werkes beschrieben. Hervorzuheben sind vor allem die Artikel von Christoph Berndt und Michael Fegerl et al. Sie bieten eine Fülle wertvoller Praxistipps bei der erfolgreichen Umsetzung von Wissensmanagement-Projekten bei Hutchison 3G und voest Alpine Donawitz. Die methodischen Konzepte werden dabei Schritt für Schritt erläutert. Mindestens ebenso wichtig wie die Erfolgsfaktoren sind dabei auch die Hinweise zur Vermeidung möglicher Fehler. Das Ziel, Wissen zu managen, lässt sich durch ein temporäres Projekt nicht dauerhaft etablieren, sondern benötigt permanente Aktivitäten.

Noch ein Wort zur Form: der Sammelband ist als Moleskine gestaltet. Dieses legendäre Notizbuch wurde von Künstlern wie Van Gogh, Matisse oder Hemingway benutzt. Seine Geschichte spielt sich im Innern ab - lebendig und individuell. Und es macht das, wofür es geschaffen wurde - Wissen bewahren. Das Leitmotiv "Wissen ist Markt" wird durch Abbildungen internationaler Märkte und Marktteilnehmer illustriert. Sie sollen nicht nur einen visuellen Kontrapunkt zu den Fachtexten bilden, sondern dokumentieren, dass Wissen immer auch ein menschliches Antlitz hat.

Auszug aus Wissen ist Markt. Ein Praxishandbuch zum Wissensmanagement von . Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

DAS WUNDER DER SUCHE

Ein Essay von Raimund Vollmer

Ist es Wissen, so hat es immer auch Methode. Und die heißt heutzutage Google. Wann immer wir etwas wissen wollen, tippen wir unsere Suchbegriffe in den Browser ein - und schon wird Wissen zu einer Liste, die so lang sein kann, dass selbst Google die Zahl ihrer Elemente nicht mehr genau beziffern kann. Das Wissen zerbröselt vor unseren Augen.

Fragen Sie einmal nach "Wissen"! Rund 32 Millionen Einträge. Fragen Sie gar nach "Knowledge", so antwortet Google mit »ungefähr 888.000.000« Einträgen, die es in 0,36 Sekunden gefunden hat. Sie können nun den Rest Ihres Lebens damit verbringen, all diesen Adressen des "Wissens" nachzugehen. Das macht niemand. Wir sind ja nicht wahnsinnig. Denn wir ahnen: Je mehr Einträgen wir nachgehen, desto mehr kommen hinzu. Mit jedem Tag. Mit jeder Sekunde. Kurzum: Wir haben keine Chance gegen das Wissen der Welt.

In Bruchteil von Sekunden steht es uns zur Verfügung, während unsere eigenen Gedanken nur kriechen. Wir denken viel zu langsam. Nur sechs Zentimeter pro Sekunde - in diesem Tempo schaukeln sich unsere Gedanken durch unseren Gehirnkasten. Dies jedenfalls hatte 1996 der dänische Neurologe Peter Johannsen herausgefunden (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. November 1996: "Denken mit 200 Sachen).

Früher - und das ist keine fünf Jahre her - da hatten wir mehr Fragen als Antworten. Heute finden wir so viele Antworten, dass wir Gefahr laufen, in ihnen unsere Fragen zu verlieren. Wir sind dabei, auf höchst intelligente Art und Weise zu verdummen. Denn wir gewöhnen uns ab, Antworten in uns selbst zu suchen. Wir hören auf zu denken. Schüler sagen: Ohne Google können wir nicht überleben. Die Lehrer stellen vormittags die Fragen, nachmittags antwortetWikipedia. Das ist der moderne Schulbetrieb. Die Ganztagsbetreuung durch Schule und Internet. Mit einer Flatrate von zehn Euro. »Wozu brauchen wir dann kostspielige Regierungsprogramme?«

Wenn Sie diese Frage bei Google eingeben, bekommen Sie »ungefähr 12« Antworten, mit denen Sie allerdings nichts anfangen können. Und weil mein persönlicher Desktop-Google darauf auch keine Antwort weiß, muss es eine Frage sein, die ich mir offensichtlich selbst noch nie gestellt habe, zumindest nicht in digitaler Form.

Vielleicht aber gibt es Fragen, die Google zu ignorieren versucht. Es tut nur so, als würde es antworten. »Google, warum antwortest Du nicht?« Eine Frage, auf die Google ungefähr 31.200 Antworten identifiziert. In 0,11 Sekunden. Wer dann in den Adressen herumstöbert, wird zuerst einmal über etliche Schandtaten von Hackern aufgeklärt (was zu erwarten war). Und irgendwann landet man auf einer der sicheren und korrekten Seiten von Wikipedia, in der sich ein Administrator mit einem User nach allen Regeln der Chat-Kunst über eine persönliche Meinungsäußerung streitet, »die deshalb gelöscht wird, weil sie Deine Privatmeinung ist und von KEINEM anderen Menschen hier geteilt wird.« Es gibt also Antworten, die erlaubt sind, weil sie "vernünftig" sind und von anderen geteilt werden, und solche, die verboten sind, weil man damit ganz allein steht. Und wer allein ist, der wird per Knopfdruck
eliminiert. Im Internet ist der Löschbefehl das Todesurteil. Weil aber bei uns die Todesstrafe verboten ist, wird man stattdessen in irgendeine digitale Einöde verbannt, auf die man nur stößt, wenn man völlig verrückte Fragen stellt. Denn sonst hätte zumindest ich die Diskussion nicht in aller epischen Breite im Netz gefunden. Nicht verboten ist es aber auf jeden Fall, mit seinen Fragen ganz allein zu stehen.
In dem "Land des Wissens", wie 1995 die von dem amerikanischen Publizisten George Gilder mitverfasste Magna Charta des Informationszeitalters den Cyberspace bezeichnet, ist es jedem erlaubt, alle Fragen zu stellen. Sie werden nicht gelöscht. Warum auch? Sie werden ja vom Benutzer nach erfolgter Recherche selbst "geschlossen".

Natürlich kann man durch solche naiven, unangepassten Fragen einen Riesenspaß im Internet haben. Ich wollte zu meinen Fragen keine wirklichen Antworten finden - und habe auch prompt keine bekommen. Aber ich erlebte das Land des Wissens als eine Welt voller »Jubel, Google, Heiterkeit«. Ich wollte das ebenso vergötterte wie veralltäglichte »Netz der Netze« lächerlich machen. Und ich wollte natürlich mein Vorurteil bestätigt sehen. Das Internet ist in all seiner Allwissenheit und Allgegenwart nach wie vor gnadenlos dumm. Jeder, der mit gebotener Boshaftigkeit dieses Vorurteil bestätigt sehen will, kann dies erfolgreich ausprobieren. Google zu verulken, mit Google - wie der Schwabe sagt - das Hugole zu treiben, ist wahrlich ganz einfach.

Dabei sind Suchmaschinen schon eine tolle Erfindung. Denn sie sind das einzige Instrumentarium, das die große, weite, multimedial expandierende Welt des World Wide Web zusammen hält. Doch der Preis, den wir dafür bezahlen müssen, ist der Verlust der Bedeutungsdimension. Man könnte auch sagen: Suchmaschinen sind unsinnig. Sie ersparen uns das Suchen, aber nicht das Finden. Und erst
im Finden entsteht der Sinn.

»Nichts ist professionell begrenzter als ein theoretisches System«, meinte 1975 der Soziologe Helmut Schelsky (Helmut Schelsky, 1975, "Die Arbeit tun die anderen"). In der Informatik liefern stets die Sätze der Mathematik die theoretische Grundlage. Und da schlägt Albert Einstein zu, der 1921 schrieb: »Insofern sich die Sätze der Mathematik auf die Wirklichkeit beziehen, sind sie nicht sicher, und insofern sie sicher sind, beziehen sie sich nicht auf die Wirklichkeit.« (Helmut Spinner, Frankfurt 1974: »Pluralismus als Erkenntnismodell«, danach zitiert). Nirgendwo prallen diese Gegensätze so aufeinander wie in der Sprache. Sie ist nicht nur die größte Erfindung des Menschen, sie ist auch ein wahres Hexenwerk, das sich der Mathematisierung zu entziehen versucht. Sie ist - vor allem, wenn gesprochen - unrein und unpräzise. Sie schwankt hin und her. Sie ist sprunghaft und widersprüchlich. Sie ist nonlinear. Sie besteht oftmals nur aus Andeutungen und Anspielungen. Es ist ein Wunder, dass wir uns trotzdem verstehen.

Erst durch die Schrift - und das ist die große Hilfe für die Suchmaschinen - kommt eine gewisse Ordnung hinein. Die Sprache kommt zur Ruhe. Aus der Schrift destillieren die Suchmaschinen die zu verarbeitenden Signale und aggregieren sie - entsprechend der Anfrage - in Bruchteilen von Sekunden zu Adresslisten. Das WorldWideWeb wird auf diese Weise in Abermilliarden von Entitäten zerlegt. Bei diesem Prozess wird die Sprache pulverisiert und atomisiert. So wird aus dem Internet ein globales Gedächtnis. Es ist ein Gedächtnis ohne Erinnerung, aber permanent sprungbereit zu jeder Äußerung, voller Gedanken, aber ohne eigenes Denken. Kurzum: Suchmaschinen machen sich nur an unser Wissen heran, nicht aber an unser Denken. Und doch kommen sie ihm ziemlich nahe....


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

3.0 von 5 Sternen Tolles Buch über den "Mythos" Knowledge Management, 11. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Wissen ist Markt. Ein Praxishandbuch zum Wissensmanagement (Taschenbuch)
Vielen Managern oder Projektmanagern, die sich mit der Frage beschäftigen, ob der Einsatz eines Knowedge Management Tools sinnvoll ist, oder nicht, sei dieses Buch ans Herz gelegt.

Wissenschaftliche Artikel als auch Berichte aus der Praxis geben einen hervorragenden und wertvollen Einblick in die Vor- und Nachteile bzw. Stolpersteine der KMS Implementation.

Ein Buch für die Praxis. Sehr empfehlenswert!
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