In den, in diesem Sammelband zusammengestellten Aufsätze des Kybernetikers Heinz von Foerster zum Themenbereich der Erkenntnistheorie, nimmt er in seiner unnachahmlich pointierten und verständlichen Art viele Facetten und Mißverständnisse der Frage "Wie wir erkennen?" unter die Lupe. Aufbauend auf den Beschränkungen des menschlichen Nervensystems entwickelt er faszinierende Gedanken zur sog. konstruktivistischen Erkenntnistheorie, nach der wir die Realität nicht als solches erkennen, sondern unsere Wirklichkeit in starkem Maße selbst konstruieren. Diese Erkenntnis erfordert den Einbezug des Beobachters in die Argumentation, denn wie er selbst an anderer Stelle sagte: "Objectivity is a subject's delusion that observing can be done without him."