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Das Wissen der 35-Jährigen. Handbuch fürs Überleben
 
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Das Wissen der 35-Jährigen. Handbuch fürs Überleben [Gebundene Ausgabe]

Volker Marquardt
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 251 Seiten
  • Verlag: Argon Verlag; Auflage: 2 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3870246197
  • ISBN-13: 978-3870246198
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.316.449 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Jung, frei und spontan fühlten sie sich -- oder einfach nur cool. Sie lebten vor sich hin, ohne sich entscheiden zu müssen. Erwachsensein galt als uncool. Doch die Mittdreißiger sind hart auf dem Boden der Krise gelandet. Fast jeder Siebte zwischen 30 und 40 ist mittlerweile arbeitslos. Ein Journalist, selbst 35, ist auf eine Erkundungsreise gegangen. Hat viele Interviews geführt und hält den Gleichaltrigen nun den Spiegel vor -- und ihre weiteren Aussichten.

Das Buch ist für Marquardt ein Versuch, die Altersstufe der Mittdreißiger zu beschreiben, die den Eindruck haben, an einem Punkt angelangt zu sein, an dem sie sich entscheiden müssen. "Das ist nicht nur meine Erfahrung, sondern auch die der etwa 50 Gesprächspartner, die ich für das Buch interviewt habe." Immer mehr Mittdreißiger sagen nämlich: "Ich habe nun lang genug herumgedaddelt. Ich muss nun Nägel mit Köpfen machen. Jetzt müssen Pflöcke eingeschlagen werden. Aber ich will nicht nur eine Beschreibung liefern, sondern auch zumindest ansatzweise sagen, was man anders machen könnte."

Herumdaddeln? Volker Marquardt weiß, wovon er spricht. Er war Plakatkleber, DJ, Student und Kulturredakteur, bis er sich entschloss, ein Buch über die unentschlossene Altersgruppe der Mittdreißiger zu schreiben. Heute lebt und arbeitet er als freier Journalist und Teilzeit-Vater im Hamburger Schanzenviertel. Sein Fazit: "Die 30- bis 40-Jährigen mit ihrem unsteten Lebenswandel und ihren häufigen Jobwechseln sind im Moment so richtig gearscht. Sie bekommen die Wirtschaftskrise doppelt zu spüren, denn sie haben keine Absicherung und keine Möglichkeit, sich zurückzuziehen wie die etwas Jüngeren, die noch nicht richtig angefangen haben und sich leichter tun, nochmal etwas anderes zu studieren, wenn es keine Jobs gibt." --Winfried Kretschmer

Kurzbeschreibung

Für Volker Marquardt ist 35 das Alter zwischen Hoffen und Bangen. Sein Handbuch zum Überleben gibt Antwort auf die Fragen, die sich viele "Thirtysomethings" stellen: Was sollte ich in meinem Alter alles schon einmal gemacht haben? Warum kaufe ich zu viele Schuhe, Hosen und Umhängetaschen? Warum ist der Anzug von Joschka Fischer wichtiger als das Parteiprogramm der Grünen? Der Autor zeigt, was man mit 35 wissen sollte, um als einigermaßen erwachsen zu gelten und welche Ausreden mit 35 nur noch lächerlich sind.

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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Das brechhreizerregende Wir, 7. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Wissen der 35-Jährigen. Handbuch fürs Überleben (Gebundene Ausgabe)
Da ist es wieder, dieses „Wir"! Jenes Brechreiz erregende, alles übers Knie brechende, gleichmacherische, anbiedernde und kollektiv imperative „Wir". Einer spricht für uns. Wie wir so sind, wir 35-Jährigen. Wie wir denken, fühlen, leben, arbeiten. „Wir" als größtes gemeinsames Vielfaches für die Gesellschaft des statistischen Mittels. Gaußsche Glocke als Ersatz für eigene Meinung und Haltung. Bitte, schreib uns ein Buch, damit wir nickend zustimmen können und nicht selbst denken müssen. Ach, was wäre Deutschland ohne seine „Wir"-Kultur und seinen Hang zur Gleichmacherei!

Möglicherweise fiele es ja gar nicht auf, dieses „Wir". Hätte es nicht bereits Florian Illies bis zur Schmerzgrenze für sich beansprucht, für „Generation Golf". Und hätte Marquardt nicht so schamlos bei Illies geklaut, ebenso wie bei Douglas Couplands „Generation X": Die Idee der am Rande kurzkolumnenartig eingestreuten und ironisch überspitzten Zeitgeistphänomene hatte Coupland schon vor über zehn Jahren eins zu eins so umgesetzt. Aber kreativer.

Dann diese flache, unverbindlich dahinplätschernde Frauenzeitschriftenredakteurs- und Mittagsmagazinmoderations-Sprache! Komplexe gesellschaftliche Themen, versimpelt zu munteren Banalitäten - Infotainment eben. Dabei hätte ich mir mehr Tiefgang brennend gewünscht, denn es sind ja wichtige und richtige Dinge, die Marquardt beobachtet und anreißt. Aber eben nur anreißt. Da hat der Mann mal Platz und muss nicht auf drei Seiten zwischen Modestrecke und Kartoffeldiät zu Potte kommen - und was macht er? 251 Seiten seichtes Magazingeplätscher, große Überschrift, wenig dahinter. Ein Sprachprofi, der „es macht Sinn" sagt, (obwohl es „es ergibt Sinn" heißt), büßt in meinen Augen ohnehin einen Teil seiner Autorität ein (von Max Goldt gibt es zur virusartig um sich greifenden Unsitte des „Sinn machens" übrigens eine grandiose Kolumne).

Mein persönliches Fazit: Wer weder „Generation Golf" kennt noch „Generation X" wird sich vielleicht ein bisschen amüsieren. Doch das Buch bleibt trotz guter Ansätze in jeder Hinsicht an der Oberfläche. Das ist schade. 35-Jährigen mit gediegeneren Ansprüchen empfehle ich lieber „35" von Rolf Dobelli. Viel aktueller, viel ernst zu nehmender. Kein Satz geklaut. Sorry, Herr Marquardt.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Was Leichtes für zwischendurch., 10. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Das Wissen der 35-Jährigen. Handbuch fürs Überleben (Gebundene Ausgabe)
Leichte (seichte?) Kost. Wer in dem Buch Literatur erwartet, ist selbst schuld. Kein Wissen, das man unbedingt zum Überleben braucht, wie es einem noch der Untertitel nahebringt. Jedenfalls konnte ich keines entdecken. Und ja, ich falle in die Zielgruppe. Ziemlich genau sogar. Die Zielgruppe wird sich denn auch an der einen oder anderen Stelle schmunzelnd wieder erkennen, ganz sicher aber nicht wieder entdecken. Keine Erkenntnisse, die man nicht eh schon hatte. Kurzweiliger Zeitvertreib für einen verregneten Sonntag nachmittag oder als kurzweilige Urlaubs-/Badestrandlektüre.

Immerhin gibt das Buch das eine Zitat oder die andere Lebensweisheit her, die sich durchaus lohnt zur Wiedergabe bei passender Gelegenheit gemerkt zu werden.

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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Kein Handbuch, aber eine recht treffende Darstellung, 15. September 2003
Von 
Schulthe, Hendrik "pengoblin" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Wissen der 35-Jährigen. Handbuch fürs Überleben (Gebundene Ausgabe)
Warum Marquardts "Das Wissen der 35-Jährigen" den Untertitel "Handbuch fürs Überleben" trägt, habe ich noch nicht begriffen. Allerdings ist das annähernd das einzige, was mir an diesem Buch negativ aufgefallen ist.
Der heutige Kulturredakteur arbeitet die Kosmologie seiner (bzw. unserer, falls Sie - wie ich - derzeit 35 sind) Generation auf. Das tut er mit liebevoller Hingabe ans Detail, die alle Alltagsbereiche umschließt: von den Erinnerungen an die ersten Popmusiksendungen wie "Formel Eins", an Nena und Hubert Kah über die ersten politischen M;einungsbildungen (meist auf Demos), von den Idolmarken unserer Jugend bis hin zu den spezifischen Formen von Partnerschaft (sorry: Lebensabschnittsgefährtentum) und beruflichen Strategien. Man erkennt ziemlich vieles wieder und fühlt sich auf nicht unangenehme Weise ertappt - z.B. bzgl. unseres Umgangs mit dem Internetshopping ("Ideal für uns ist Ebay, das den Aldi-Effekt mit dem Erlebniskauf verbindet..." - S. 185), an dessen Fehlen wir uns noch deutlich erinnern, und für das wir daher unsere ganz eigenen Strategien entwickelt haben. Oder wenn Marquardt von den Mechanismen berichtet, die aufstrebende Geschäftsleute dieser Generation anwendeten, um inmitten des Widerspruchs von beruflichem Erfolg und alternativem Denken ihre Identität nicht zu verlieren - so seien jene Bereiche der New Economy entstanden, in denen man bewußt informelle Netzwerke und Verhaltensmuster angewendet habe: Schlappen statt Schlips, die Mitarbeiter eher aus dem Freundeskreis herausgesucht als über den neutralen Arbeitsmarkt. Auch verschweigt er nicht die Krise, die spätestens seit der Jahrtausendwende viele dieser Unternehmen (und einen Teil dieses Denkens überhaupt) heimsucht.
Marquardt gibt keine Tips (wie man das von einem Buch mit dem Untertitel 'Handbuch' erwartet hätte - ist wohl auch besser so), aber er hält nicht mit seiner Sicht auf die Generation hinterm Berg: "Wer jenseits der 35 noch nicht verstanden hat, daß [...] man Träume verwirklichen oder sich davon verabschieden soll, dem ist nicht mehr zu helfen. Viele von uns haben sich gerade zum ersten Mal für etwas entschieden und dabei gemerkt, daß sie durch den Verlust anderer Möglichkeiten tatsächlich Orientierung gefunden haben." (S. 15)
Wir sind - lt. Marquardt - eben Wohlstandskinder, die nie gelernt haben, sich festzulegen und sich für klare Optionen zu entscheiden. Unsere beruflichen Werdegänge lesen sich teilweise wie Eiertänze. Das hat Vor- und Nachteile in einer Gegenwart, die dabei ist, ihren Wohlstand zu verspielen: wir sind an Flexibilität gewöhnt, aber eben (noch) zu wenig an Sachzwänge. Wir sind kompetente Konsumenten und nehmen nicht jede Geschmacksentmündigung durch Werbung hin.
Der im Programm steckende potentielle Nachteil des Buches ist offenbar: ist es für Menschen außerhalb dieser Generation begreiflich? Ist es für Leute relevant, die erst in 10 Jahren 35 werden? Ich weiß es nicht. Ich halte das Buch jetzt & für mich für eine flott geschriebene (wenngleich stellenweise etwas zu flappsig geratene) und gut formulierte Aussage über das "Wesen" meiner Generation. Klar, daß bei solcher Verallgemeinerung auch manches auf der Strecke bleiben muß. Und nicht allem mag ich zustimmen. Aber ich finde, Volker Marquardt ist ein guter Referent über das variationsreiche Thema, wie denn so diejenigen geworden sind, die inmitten der Umbrüche der späten 60er gezeugt, geboren und ins Leben geschickt wurden. Dabei wagt er sich m.E. nicht zu weit hinaus, indem er auf Wertungen anderer Generationen und Hierarchiebildungen weitestgehend verzichtet.
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