Henrik Müller räumt in diesem Buch mit vielen "Wahrheiten" auf, die hierzulande als unumstößlich gelten.
Er beschränkt sich nicht darauf, bei Schlagworten wie "hohe Löhne schaden der Wirtschaft" oder "Der Staat kann die Konjunktur ankurbeln, indem er mehr ausgibt" das Gegenteil zu proklamieren, sondern setzt sich mit den Irrtümern differenziert auseinander. So kann dieses Buch wohl bei jedem Leser den Horizont erweitern und "Wahrheiten" überwinden helfen, an die man sich aus Ignoranz oder Bequemlichkeit nur allzugerne klammert. Dies wird einem vor allem auch dadurch erleichtert, dass Müller nicht einem der (partei-)politischen Lager hinterher rennt, sondern sich den jeweils zugrunde liegenden ökonomischen Fragen pragmatisch und ohne ideologische Scheuklappen jeder Couleur nähert.
Auch wenn das Buch einem viele Gewissheiten und Hoffnungen nehmen kann, denen man sich vielleicht hingegeben hat, so macht es auch Mut, denn der Autor zeigt auch immer Wege zur Lösung der jeweiligen Probleme auf.
Müller schreibt dabei immer anschaulich und gibt zahlreiche Beispiele für seine Thesen. Zudem verzichtet er weitgehend auf die ökonomische Fachsprache, so dass dieses Buch für alle geeignet ist, die politisch und ökonomisch interessiert und aufgeschlossen sind.