Ethik (apropos: welche Ethik? das bleibt völlig offen) sei in der Moderne nur mit ökonomischen Anreizen über die Rahmenordnung durchsetzbar - wenn das die "Logik der Moderne" sein soll, wie die Autoren postulieren, können wir den Kampf für eine bessere Wirtschaft aufgeben. Die Autoren schaffen es "spielend", den Schwarzen Peter ins Nirwana der "Rahmenbedingungen" zu hieven - ein Land, von dem wir in der Moderne wissen, dass es von niemandem mehr beherrscht wird, oder höchstens von Leuten wie Clinton, Kohl, Luhmann, usw. ... Wie schön für alle, die weiterhin lügen, betrügen bestechen wollen (sic! wollen!): Wir können nichts dafür, ach Gott, wir müssen leider so handeln, sollen sich doch die drum kümmern, die "zuständig" sind, sich um den Anstand kümmern, die Politiker. Wirtschaftsethik - eine Legitimation fürs Weggucken? Passt perfekt in die Zeit und kommt sicher gut an bei den Bossen, den Ärmsten, sie können - nein müssen - sich weiter um strengste Gewinnmaximierung sorgen.
Freilich: Schön, dass das Buch so klar und prägnant geschrieben ist, das man seine Funktion als Steigbügelhalter ("Legitimation") der kapitalistischen Gewinnmaximierung erkennen kann -das Richtige für "echte Betriebswirte".