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Wirtschaft wirklich verstehen: Einführung in die Österreichische Schule der Ökonomie [Gebundene Ausgabe]

Rahim Taghizadegan
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

16. Juni 2011
Wenn es etwas Gutes an Krisen gibt, so zumindest, dass man · posthum · darüber nachdenkt, ob und wie die Katastrophe hätte verhindert werden können. Die jüngste Wirtschaftskrise wurde zumindest vorhergesehen, und das sehr präzise. Vollbracht hat das kein bekannter Prophet wie George Soros, sondern ein kleiner akademischer Kreis von Volksökonomen in den USA. Diese besinnen sich seit den Siebzigerjahren aus guten Gründen zurück auf die sogenannte Österreichische oder Wiener Schule.

In seinem grundlegenden Werk zeigt der Wirtschaftsphilosoph Rahim Taghizadegan, welche Faktoren für eine Fortsetzung der Forschung in der Tradition von Carl Menger, Eugen von Böhm-Bawerk, Ludwig van Mises und Friedrich August von Hayek sprechen.

Der Nutzen einer Wissenschaft, die verlässliche Zukunftsprognosen und Warnsignale für die Gesellschaft liefert, kann nicht hoch genug bewertet werden. Daher ist das Plädoyer des Autors für eine Neuorientierung oder Rückkehr zum Denken der Wiener Schule mehr als verständlich. So verständlich wie sein richtungsweisendes Werk.

Wird oft zusammen gekauft

Wirtschaft wirklich verstehen: Einführung in die Österreichische Schule der Ökonomie + Geldsozialismus: Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression + Geld, Gold und Gottspieler: Am Vorabend der nächsten Weltwirtschaftskrise
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: FinanzBuch Verlag (16. Juni 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898796248
  • ISBN-13: 978-3898796248
  • Größe und/oder Gewicht: 23 x 15,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 9.670 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Rahim Taghizadegan ist Wirtschaftsphilosoph und Gründer des unabhängigen Instituts für Wertewirtschaft in Wien. Er lehrte unter anderem an der Universität Liechtenstein, der Wirtschaftsuniversität Wien, der Universität Halle und der SMC University. Zudem veröffentlichte Taghizadegan zahlreiche Publikationen zum Thema und hält Vorträge zur Österreichischen Schule der Ökonomie im In- und Ausland.

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53 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Rückkehr zum gesunden Menschenverstand 28. Juni 2011
Von Upasaka
Format:Gebundene Ausgabe
Rahim Taghizadegan, Gründer und Spiritus Rector des Wiener "Instituts für Wertewirtschaft", hat dieses - ich möchte im positiven Sinn sagen - Handbuch verfasst, das er "Wirtschaft wirklich verstehen" genannt hat.

Es handelt sich um ein grundlegendes und leicht lesbares Werk, das sich im Untertitel als "Einführung in die Österreichische Schule der Ökonomie" bezeichnet und sich mit den Lehren in der Tradition von Menger, Böhm-Bawerk, Mises und Hayek auseinandersetzt.

Wir werden unter anderem in so zentrale Begriffe wie "Werte und Kosten", "Handel und Märkte", "Marktversagen und Interventionen", "Arbeitsplätze", "Zinsen", "Geld", "Banken und Wirtschaftskrisen" oder "Regulierung und Steuern" eingewiesen und auch eine "Anleitung für den kritischen Bürger" fehlt nicht. Ausführliche Literaturempfehlungen und ein gründliches Stichwortverzeichnis werden im Anhang ebenfalls mitgeliefert.

Der Autor versteht sich vor allem als Wirtschaftsphilosoph und bezeichnet es als sein Anliegen, die bewährte Betrachtungsweise der Wirtschaft, wie sie die "Österreichische Schule" pflegt, zu befördern. Damit plädiert er, wie er in seinem Buch verständlich macht, für die Rückbesinnung auf den gesunden Menschenverstand. Immerhin waren es, worauf nicht oft genug hingewiesen werden kann, keineswegs die vielzitierten Propheten der Main-Stream-Ökonomie, sondern der kleine Kreis der Nationalökonomen der "Wiener Schule" (im angelsächsichen Umfeld "Austrians" genannt), der die jüngste Wirtschaftskrise zuverlässig verhergesagt hatte.

Wer noch nie was von den "Austrians" gehört hat, wird ebenso bedient, wie derjenige, der sich vielleicht sogar schon mit den heutigen Vertretern der "Wiener Schule" auseinandergesetzt hat, denn neben den souverän dargestellten Grundbegriffen findet sich auch eine Vielzahl von interessanten Details.

Wer sich nicht mit der Sicht der Wiener Schule anfreunden kann, wer also etwa eingeschworener Keynesianer oder Neoklassiker der Chicago-Boys-Schule sein sollte, wird immerhin mit einer kohärenten Darstellung dieser nach meiner Meinung höchst aktuellen und jetzt wieder zunehmend Beachtung findenden Alternative vertraut gemacht und wird seine eigenen Auffassungen daran messen können und müssen.

Fünf Sterne zu vergeben, mag unkritisch erscheinen. Die Kompetenz, die flüssige Schreibweise und die erhellende Darstellung erlauben mir aber nicht, einen Abzug zu machen.

Vielleicht wird mancher trotz der Stringenz der Überlegungen nicht der Meinung des Buchautors sein, so überzeugend der Text für mich selbst war. Aber der Umstand, dass es immer auch Systeme geben wird, in denen etwa das Eigentum, die Kräfte des freien Marktes oder die Eigenverantwortung abgelehnt werden, ist für sich auch kein Grund für eine schlechtere Bewertung als satte fünf Sterne.
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42 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ökonomie für lebendige Menschen 6. Juli 2011
Von Treb Melsa TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Rahim Taghizadegan hat ein Buch vorgelegt, mit dem Untertitel: "Einführung in die Österreichische Schule der Ökonomie".
Dieses Buch ist jedem zu empfehlen, der die Wirtschaft - so wie im Titel gefordert - auch wirklich verstehen will. Denn das Buch ist tatsächlich eine Einführung in die Ökonomie, weil Rahim Taghizadegan auf der Basis des gesunden Menschenverstandes in der verbalen Schritt-für Schritt-Analyse, welche von Ökonomen "der Österreichischen Schule der Ökonomie" beherrscht und bevorzugt wird, argumentiert. Das ist besonders wohltuend im Vergleich mit den einführenden VWL-Lehrbüchern, die standardmäßig von den Mainstream-Ökonomen an den Hochschulen empfohlen werden und doch nichts anderes sind, als irreal-mathematische Spielereien des rationalistischen Irrwegs mit der Kunstfigur des "homo oeconomicus".
Rahim Taghizadegan zeigt:
wie Menschen handeln und was aus den Handlungen folgt;
dass jeder Mensch individuelle Wertvorstellungen und Präferenzen, diese sind im Zeitverlauf nicht konstant und indifferent, hat;
dass das menschliche Handeln die Signale sind, welche andere Menschen, die fremd und unbekannt sind, Botschaften übermitteln;
dass diese Botschaften eine Basis der Preisbildung sind;
dass die Preise von gestern Signalfunktion für das Handeln von heute haben;
dass die wirtschaftspolitischen Interventionen der Politik Anmaßung sind und letztendlich ins Leere laufen (auch wenn die Interventionen gut gemeint sind: Gut gemeint ist im Ergebnis eben nicht gut!)
dass das staatliche Geldmonopol von der Politik zum Schaden der Menschen missbraucht wird;
dass die staatliche Geldpolitik mittels dem Transmissionsriemen "Zentralbank-Teilreservebanken" zu Verwerfungen und Verzerrungen führt und letztendlich für die Konjunkturzyklen verantwortlich zu machen ist;
dass Wohlstand nicht durch Konsum entsteht, sondern aus der gelungenen Kombination Arbeit-Sparen (=Konsumverzicht)-Investieren der Stock an Kapitalgütern entsteht, welcher erst die Tretmühle des Alltags erleichtert und für mehr Wohlstand sorgt;
usw.!
Das Buch hebt sich wohltuend ab von den Schwarten der Mainstream-Ökonomen, die z. B. im Konsum durch Schuldenmachen den Weg zum Wohlstand sehen. Hierzu bemerkte Prof. Hoppe einmal, dass man einem aufgeweckten Kind im Kindergarten innerhalb von wenigen Minuten klar machen kann, dass Schuldenmachen und Konsumieren keinerlei Wohlstand hervorbringen - leider glauben 99% der sog. Ökonomen auch und insbesondere die angeblichen ökonomischen Cracks/Koryphäen genau diesen Unsinn des Schuldenmachens und Konsumieren. Dieses Denken liegt an rationalistischen Irrwegen, die Rahim Taghizadegan in diesem Buch einleuchtend offenlegt und klar widerlegt.

Fazit: summa cum laude ist die angemesse Wertung für dieses Buch!
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Realistische Ökonomie und Soziologie 13. Juli 2011
Von Frank Reibold TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Dieses Buch bietet eine Einführung in die so genannte "Österreichische Schule" der Volkswirtschaftslehre (ÖS).

Die ÖS heißt so, weil ihre wichtigsten Vertreter ursprünglich aus Österreich stammten, u. a. ihr Gründer Carl Menger. Im 19. Jahrhundert wunderte man sich, woher die auf dem Markt gehandelten Waren ihren Wert erhalten: Aus den Produktionskosten? Durch die darin enthaltene Arbeit? Und warum ist lebensnotwendiges Wasser so viel billiger als im Grunde nutzlose Diamanten?

Menger erkannte, dass alle Bewertungen subjektiv sind (Meier mag vielleicht Äpfel, aber Müller lieber Birnen). Außerdem kommt es auf den Grenznutzen (z. B. eines zusätzlichen Apfels) an. Dann sieht man, dass ein zusätzlicher Diamant wertvoll ist, aber ein weiterer Schluck Wasser nicht (denn es gibt in der Regel sehr viel Wasser).

Da Nutzen subjektiv sind, kann man sie weder messen noch vergleichen. Das bedeutet aber auch, dass man Nutzen nicht gegeneinander aufrechnen oder geplant verbessern kann. Allein schon aus diesem Grund muss eine sozialistische Planwirtschaft scheitern. Darüber hinaus muss der Sozialismus aus Sicht der ÖS ineffizient sein, weil dort keine wirtschaftliche Kalkulation möglich ist. Diese setzt nämlich Märkte, Unternehmer und damit Privateigentum voraus.

Diese grundsätzlichen Erkenntnisse werden danach auf alle wichtigen Themen der Volkswirtschaftslehre bezogen:

- Preiskontrollen widersprechen den subjektiven Wünschen der Verbraucher, sodass sie erfolglos bzw. kontraproduktiv sind: Mindestlöhne erzeugen Arbeitslosigkeit; Kündigungsschutz erzeugt Arbeitslosigkeit; Mietobergrenzen verringern das Angebot an Wohnraum; Drogenverbote erzeugen Kriminalität.
- Staatliche Geldpolitik erzeugt erst die Konjunkturzyklen, die sie angeblich bekämpfen soll: Sie manipuliert die Zinsen und führt damit zu einer nicht nachhaltigen Produktionsstruktur.
- Konjunkturprogramme sind kontraproduktiv, weil sie die notwendige Anpassung der Produktionsstruktur verhindern.
- Wettbewerb bedeutet, dass es Rivalität gibt. Monopole können deshalb nur mit staatlicher Unterstützung überleben; der Markt würde sie sonst zerstören.
- Entwicklung benötigt keine Entwicklungshilfe, sondern Marktwirtschaft mit einem gesicherten Recht auf Privateigentum. Andernfalls ist Wirtschaftswachstum unmöglich, weil Investitionen zu unsicher sind.

Die ÖS denkt immer an mündige Verbraucher, verantwortungsvolle Unternehmer und macht-besessene Politiker. Das bedeutet, dass sie die Welt realistischer sieht als andere Richtungen der Volkswirtschaftslehre. Deshalb gibt sie auch keine präzisen Vorhersagen ab, sondern weist auf Trends hin. So gibt es in der Politik den Trend, gescheiterte Interventionen mit weiteren Interventionen zu reparieren. Das muss zwangsläufig in Richtung Sozialismus führen.

Wirtschaften braucht eine ethische Grundlage. Die ÖS tritt deshalb für mehr Eigenverantwortung ein und kämpft u. a. gegen Programme, die Schuldnern eine schnelle Privatinsolvenz zu Lasten der Gläubiger erlauben. Die Menschen sollten beachten, dass Geld nur Mittel zum Zweck ist. Dann ist auch Spekulation nützlich, weil sie Ungleichgewichte auf dem Markt schnell beseitigt. Leider gibt es in Demokratien einen eingebauten Trend zur Kurzfristigkeit, der sich dann auch auf die Wirtschaft überträgt. Wie Prof. Hülsmann gezeigt hat, kommt es zu schwer wiegenden Folgen, wenn die Menschen Mittel und Zwecke verwechseln.

Wie man sieht, ist die ÖS sehr staatskritisch. Sie weiß aber auch, dass die Gesellschaft so ist, wie die sie konstituierenden Menschen handeln. Es hilft deshalb nicht, den Staat zu verteufeln; man muss statt dessen eine "Ent-Täuschung" durchführen und den Menschen zeigen, wie die Realität funktioniert. Dann werden diese vielleicht Aktionen starten, anders einkaufen oder ihr Wahlverhalten ändern.

Der Staat kann die Gesellschaft nicht planen bzw. steuern. Alle diesbezüglichen Experimente schlugen fehl. Die Versuchungen der Macht kann man am besten dadurch begrenzen, dass man die Größe des Staates (geografisch und fiskalisch) verringert. Deshalb tendieren kleinere Länder (Liechtenstein, Schweiz) dazu, freier zu sein als große. Manche Vertreter der ÖS fordern eine Rückkehr zum Minimalstaat des 19. Jahrhunderts bzw. streben Anarchokapitalismus an. Es ist deshalb kein Wunder, dass es eine enge Beziehung zwischen Libertären und der ÖS gibt.

***

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es folgt der Tradition der ÖS, möglichst auf Zeichnungen und Formeln zu verzichten. Mathematische Formeln müssen eindeutig sein und können deshalb die Subjektivität der Menschen nicht darstellen. Die Darstellung im Buch beruht vor allem auf der wichtigen Erkenntnis der ÖS, dass es den so genannten perfekten Wettbewerb (alle bieten das Gleiche zu einem einheitlichen Preis an) nicht gibt. Der Markt ist statt dessen ein Entdeckungsverfahren: Unternehmer entdecken Ungleichgewichte und handeln, wobei sie entweder erfolgreich sind (Gewinn) oder nicht (Verlust). Durch ihr Handeln entstehen neue Fakten, sodass der Prozess in eine neue Phase eintritt. Es gib somit eine Tendenz zum Gleichgewicht, aber es kann nie erreicht werden.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für Volkswirtschaftslehre interessiert. Studenten können damit erkennen, warum die Modelle aus dem Studium die Finanzkrise nicht prognostizierten und warum die keynesianische Wirtschaftspolitik ökonomisches Voodoo ist.
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3.0 von 5 Sternen fängt gut an lässt am ende nach
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Vor 2 Monaten von siggi veröffentlicht
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