Pressestimmen
"Attraktiv aufgemacht und gut geschrieben. Ein solches Buch nimmt man gern in die Hand." (Nachrichten aus Chemie, Technik und Labor)
"Alle ausgewählten Beispiele sind hochaktuell und umfassen Arzneistoffe, die derzeit eingesetzt werden oder sich in Entwicklung befinden ... Das Buch ist eine wichtige Ergänzung zu den Lehrbüchern der Pharmazeutischen Chemie." (Deutsche Apothekerzeitung)
"Das Buch ist in seiner sehr klaren und einladenden Art geschrieben ... wird die Erwartungen sowohl des Spezialisten als auch die des Anfängers voll und ganz erfüllen." (Angewande Chemie)
"Das didaktisch gut aufbereitete und auch graphisch hervorragend ausgestattete Werk stellt eine gelungene Synthese aus Universitäts- und Industriewissen dar." (Die pharmazeutische Industrie)
Kurzbeschreibung
Von der Geschichte der Arzneimittelforschung, den Wirkmechanismen der Arzneimittel und Methoden zur Leitstruktursuche und -optimierung spannt sich der Bogen über Strukturbestimmungsmethoden, Modelling, Moleküldynamik und QSAR-Methoden bis zum struktur- und computergestützten Design. Auch besonders aktuelle Themen, so z.B. das rationale Design Peptidomimetika, die Kombinatorische Chemie und der Beitrag der Gentechnologie zur Arzneimittelforschung, werden eingehend behandelt. Im letzten Teil des Buches werden Anwendungen vorgestellt, die das Zusammenspiel klassischer und moderner Konzepte illustrieren.
Über den Autor
Vorwort
Auf solche (und ähnliche) Fragen gibt das vorliegende Werk zuverlässige Antworten. Wie wichtig das ist, wird daraus ersichtlich, daß sich die Arzneimittelforschung trotz ihrer außerordentlichen Erfolge, die nicht hoch genug eingeschätzt werden können, derzeit in einer Krise befindet. Einerseits wird es zunehmend schwieriger, ein im echten Sinn des Wortes innovatives Pharmakon zu entwickeln, wodurch die Kosten für eine solche Substanz ständig steigen, andererseits schwindet die Bereitschaft in der Gesellschaft, für das Gesundheitswesen immer höhere Beiträge zu bezahlen. Für die Arzneimittelforschung kommt es somit entscheidend darauf an, die Effizienz zu erhöhen, die Zeit vom Beginn der präklinischen Forschung bis zur Markteinführung wieder zu verkürzen sowie mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen sinnvoller umzugehen.
Hans-Joachim Böhm, Gerhard Klebe und Hugo Kubinyi haben sich dankenswerterweise dieser Problemstellung angenommen. Sie beschreiben - für den noch Unerfahrenen auf diesem Gebiet ebenso einleuchtend wie für den Kenner - umfassend und auf ungewöhnliche sowie zugleich überzeugende Art den Weg, die Wege zum Arzneimittel. So findet man in diesem Buch Angaben über die Grundlagen der Arzneimittelforschung ebenso wie über Leitstruktur-Suche und -Optimierung. Molecular Modelling und Pharmakophorhypothesen werden in gleicher Weise dargestellt wie quantitative Struktur-Wirkungs-Beziehungen oder Design-Methoden. Auch sind experimentelle und theoretische Methoden neben Erfolgen beim rationalen Wirkstoffdesign abgehandelt. Ferner finden sich kritische Anmerkungen zu Fallstricken und Gefahren sowie zur Überschätzung neuer Methoden.
Das ist viel und würde bereits ausreichen, das Buch uneingeschränkt zu empfehlen. Aber es ist nicht alles: Es macht einfach Spaß, darin zu lesen. Da wird eine schwierige Materie nicht trocken abgehandelt, sondern da werden immer wieder interessante historische Begebenheiten eingestreut, Parallelen zu anderen Wissenschaftszweigen gezogen, Vergleiche mit Vorgängen aus dem praktischen Leben durchgeführt. Schwieriges wird gut verständlich (und trotzdem korrekt) dargelegt. Man merkt auf jeder Seite, daß hier Wissenschaftler am Werk waren, die tagtäglich mit den Fragestellungen der Arzneimittelforschung konfrontiert wurden, für die Arzneimittelforschung ein zentraler Bestandteil ihres Lebens ist. Auch wird deutlich, daß nicht nur angelsächsische, sondern auch deutsche Autoren ein wissenschaftliches Buch interessant und spannend zu schreiben vermögen.
Für mich ist das Werk eine Fundgrube, das ich sicher oft und gerne zu Rate ziehen werden. Es ist ihm eine weite Verbreitung zu wünschen. Denn Arzneimittelforschung geht jeden einzelnen von uns an. Dies wird spätestens dann ersichtlich, wenn bei einer Erkrankung ein wirksames Medikament (noch) nicht zur Verfügung steht.
Ernst Mutschler -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.