Kurzbeschreibung
Das Buch vereinigt Aufsätze, die sich mit dem Zusammenhang zwischen frühaufklärerischer Traditionskritik, einer optimistischeren Einschätzung der menschlichen Natur und der Ästhetisierung der Lebenspraxis auf verschiedenen kulturellen Feldern befassen. Der "galante Diskurs" konstituiert in den Jahrzehnten von 1680 bis 1730 eine literarische und kulturelle Bewegung, die am Beginn des Jahrhunderts der Aufklärung steht, traditionelle Bildungsstrukturen kritisiert und eine höfisch-säkulär geprägte Kultur nach französischem Vorbild einfordert. Dazu gehört vor allem eine neue Natürlichkeit im Ausdruck und eine ästhetische und erfolgsorientierte gesellige Konversationspraxis in Rede und Schrift. In den Mittelpunkt der literarischen Bemühungen tritt das Thema der zwischengeschlechtlichen Liebe und die Anerkennung ihres sinnlich-erotischen Elements. Die Freizügigkeit der deutschen Lyrik dieser Zeit erscheint noch heute bemerkenswert. Mit Beiträgen von Thomas Borgstedt, Miroslawa Czarnecka, Christiane Holm, Ferdinand van Ingen, Knut Kiesant, Daniela Philippi, Helga Meise, Dirk Niefanger, Emanuel Peter, Ursula Regener, Peter Rusterholz, Dietmar Schubert, Andreas Solbach, Jörn Steigerwald, Jolanda Szafarz, Andrea Wicke, Irmgard Wirtz u nd Rüdig er Zymner.
Über den Autor
Michael Fleischer (geb. 1952). Kulturwissenschaftler, Slawist und Germanist, zur Zeit Professor für Kommunikationswissenschaft am Institut für Kulturwissenschaft der Universität Breslau, zahlreiche Buchpublikationen auf dem Gebiet der Text- und Kulturwissenschaft, der Systemtheorie und Diskurstheorie.