Endlich sind The Who zurück. Und wie! Nachdem man 2004 den ersten Schritt tat und zwei eher halbherzige neue Songs veröffentlichte, die den Verdacht aufkommen ließen, Pete Townshend hätte seine Gabe, grosse Songs zu schreiben, verloren, werden hier alle Zweifel geradezu hinweggefegt. Peter Huntington am Schlagwerk (er ersetzt hier Zak Starkey, der zur Zeit der Aufnahme mit Oasis auf Tour war) und Pino Palladino am Bass leisten erstaunliches und beweisen, daß es auch ohne die verstorbenen Entwistle und Moon möglich ist, den typischen Who-Sound zu kreiern. Roger Daltreys Stimme ist vielleicht nicht mehr ganz so geschmeidig wie vor 30 Jahren, aber an Kraft hat sie nichts verloren. Und Mastermind Pete Townshend, der noch vor kurzem auf deutschen Bühnen all den Jungspunden, die sich Gitarristen schimpfen, zeigte, wo der Hammer hängt, läuft auch im Studio zu Höchstform auf, sei es "unplugged" oder elektrifiziert. Die neuen Songs sind durchweg Güteklasse A und ich kann jedem, der sich irgendwie für Rockmusik interessiert , nur empfehlen hier zuzugreifen, zumal die Single limitiert und wohl nicht mehr lange zu haben sein wird. Rock is dead? Nicht, solange Pete Townshend noch unter den Lebenden weilt. Ich ziehe meinen Hut.