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Wir waren so unheimlich konsequent: Ein Gespräch zur Geschichte der RAF mit Stefan Wisniewski
 
 
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Wir waren so unheimlich konsequent: Ein Gespräch zur Geschichte der RAF mit Stefan Wisniewski [Taschenbuch]

Stefan Wisniewski
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 59 Seiten
  • Verlag: Id-Verlag (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894080744
  • ISBN-13: 978-3894080747
  • Größe und/oder Gewicht: 18,3 x 11,1 x 0,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 194.678 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Zwanzig Jahre nach dem Herbst '77 redet einer der Schleyer-Entführer unzensiert mit der Prese. Stephan Wisniewski (44) wurde 1978 festgenommen und 1981 für die Entführung und Ermordung Schleyers zu zweimal lebenslanger Haft verurteilt. Er sitzt nun seit fast zwanzig Jahren im Gefängnis. Den Behörden gegenüber hat er nie ausgesagt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Martin TOP 100 REZENSENT
Das Interview der TAZ mit Stefan Wisniewski, dass hier in Buchform komplett wiedergegeben ist, stellt sicher eines der bedrückendsten Dokumente zur Geschichte der Rote Armee Fraktion dar.
Hier hat ein Täter die Chance, sich zu seinen Taten zu äußern, sie zu erklären und vielleicht auch Worte des Bedauerns für die Opfer zu finden.
Doch Stefan Wisnieswki zeigt lediglich, wie fanatisch er immer noch letzlich an der Ideologie des bewaffneten Kampfes festhält. Hier und da ein bisschen Kritik an den alten Genossen, aber eher um taktische Fragen denn um die generelle Frage des Einsatzes von Gewalt.Die historische Realität, dass die RAF letztlich nur gesellschaftlich autoritäre Strukturen befördert und einem aufgeblähten Sicherheitsapparat Kompentenzen zugeschustert hat, blenden sowohl Wisniewski wie übrigens auch die Intervier/innen aus.
Ein ums andere Mal wird Wisniewski im Gespräch seinem RAF-internen Spitznamen Fury (Wut, Furie) gerecht, wenn er z.B. zum Tode der Begleiter von Hans-Martin Schleyer erklärt, dass diese als Personenschützer ja die Möglichkeit hatten, sich zu wehren. Auf den unbewaffneten Fahrer Schleyers angesprochen, entblödet sich Fury nicht, auf dessen Werkschutzausbildung zu verweisen. So kann man sich natürlich seine Wirklichkeit zurechtbiegen.
Nach neuesten Erkenntnissen war Wisniewski ja wahrscheinlich auch für die tödlichen Schüsse auf Generalbundesanwalt Buback und dessen unbewaffnete Begleiter Wurster und Göbel direkt verantwortlich. In diesem Gespräch, das ja lange vor den neuen Ermittlungen im Fall Buback geführt wurde, drückt er sich sehr auffällig um dieses Thema herum.

So bleibt letztlich der Eindruck, dass hier ein Mensch zu feige und ideologisch zu verbohrt ist, das Leid wahrzunehmen, dass er angerichtet hat. Stattdessen wird das kaltblütige Schiessen auf Unbewaffnete als konsequente politische Tat schöngeredet. Insofern ist das Interview ein politisch hochwichtiges Dokument, zeigt es doch, wie wirklichkeitsfremd und abgehoben der deutsche Terrorismus agiert hat. Und was die Brutalität und die Fähigkeit zur Verdrängung der eigenen Schuld angeht stehen die Terroristen der RAF in deutlicher Kontinuität zu den Tätern des NS-Regimes.
Leider fehlte den Interviewer/innen der TAZ, die oft die richtigen Fragen stellen, letztlich dann der Mut, die unmenschlichen Wörthülsen Wisniewski anzugreifen.
Aber wer die Denkweise der RAF nachvollziehen will, der sollte dieses Buch lesen.
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50 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mr. Sven
Also was mir an diesem Buch nicht gefällt, ist dass es sehr kurz und wirklich sehr wenig Neues präsentiert (vorrausgesetzt man hat einmal eine kleine Zusammenfassung der Geschichte der RAF gelesen).
Was jedoch wirklich spannend ist, sind die Eingeständnisse eines ehemaligen Schleyer-Entführers, der z.B. kritisiert, dass sie nicht die politischen Motive und Hintergründe deutlich machten. So hat mir dieses Buch deutlich gezeigt, dass die RAF ein wild zusammengewürfelter Haufen war, der nicht _die_ eine Meinung vertrat.

Fazit: Als reine "Was-geschah-damals"-Informationsquelle unbrauchbar; als "Wie-haben-sich-die-Personen-gefühlt"-Quelle gut (aber zu kurz und zu eintönig [nur eine Quelle])

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25 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Das Interview mit Gerd Wisniewski von taz wird in diesem Buch thematisiert. 20 Jahre nach dem dt. Herbst rechnet Wisniewski mit alten Mitgliedern und Kampfgenossen ab. Wer die beeindruckende Lebensgeschichte Winsiewski's und eine einmalige Sicht auf den Deutschen Herbst erhaschen will, der sollte sich dies leider zu knapp geratene Buch kaufen
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