Wie man das von Autor Randall Wallace schon bei "Braveheart" erlebte, wirft er auch auf Vietnam einen sehr realistischen Blick. Zwar zeigt der Film schon die ersten Minuten durch einen Rückblick in das von den Franzosen besetzte Vietnam, dass einen hier blutiges erwartet, doch dann ergeht sich der Film erstmal bis zur 40. Minute in Ausbildungsszenen, bevor die Hölle Vietnam wartet.
"Wir waren Helden" - der Originaltitel "Wir waren Soldaten" wäre hier besser gewählt gewesen. Denn es ist kein Film, der Patriotismus verströhmt, sondern ein Film, der versucht, das Grauen und das schnelle Sterben im Krieg hart und ungeschönt zu zeigen. Und das resultiert in wirklich blutigen Szenen, die aber nie anbiedernd wirken, sondern voll den Realismus des Films unterstützen.
"Wir waren Helden" hat zwar nicht die dramaturgische Tiefe von "Platoon" oder ergeht sich in Szenen, wo die Rekruten schon während der Ausbildung ausflippen, wie bei "Full Metal Jacket", aber er gehört dennoch in die gleiche Liga, wie die Filme, weil er versucht Realismus zu verbreiten und Krieg nicht als Abenteuerspielplatz zu zeigen.