Das Buch wurde von Isabell´s Mutter geschrieben. Es zeigt ihren Leidensweg vom Anfang der Diagnose bis zum Ende auf - insgesamt etwas mehr als ein Jahr. Die Mutter erzählt aus ihrer Sicht und beschreibt sehr beeindruckend und bedrückend ihre Gefühle wärend dieser Zeit. Außerdem gibt es zwischendurch immer wieder Briefe von Isabell an gute Freunde und Familienmitglieder. Sogar ein paar Bilder befinden sich in der Mitte des Buches.
Zu Beginn muss ich sagen, dass wenn man das Buch gelesen hat, geht einem das Bild der kleinen Isabell vom Cover nicht mehr aus dem Kopf. Es fühlt sich so an, als hätte man sie wirklich gekannt und das ganze Jahr mit ihr zusammen durchgestanden...
Isabell ist ein bildhübsches, lebensfrohes und aufgewecktes Mädchen im Alter von 15 Jahren, als sie eines Abends keine Luft mehr bekommt und sie ins Krankenhaus muss. Dort wird dann leider ganz schnell die niederschmetternde Diagnose Krebs bestätigt. Nun beginnt der Kampf von Isabell. Sie ist ganz zuversichtlich das sie stärker ist als der Krebs und lässt sich nicht den Spaß am Leben verderben. Sie schmiedet Pläne für die Zukunft, entdeckt ihre erste Liebe und wächst immer mehr mit ihrer Familie zusammen. Rückschläge bringen sie nur kurz ins wancken, bevor sie sofort wieder neuen Lebensmut fasst. Ihre Erfahrungen werden sehr intensiv beschrieben, gerade die Gedanken und Bedenken vor der ersten Therapie bis hin zum Verlust ihrer wundervollen Haare. Das Buch berührt einen so, dass man immer mit Isabell am mitkämpfen ist und sich dabei ertappt ihr in Gedanken Mut zuzusprechen. Nach einem Jahr und einigen Rückschlägen stellt sie für sich fest, dass sie diesen Kampf nicht gewinnen kann und entscheidet sich bewusst für den Tod. Sie plant wie es weitergehen soll, schreibt noch einige Briefe, teilt der Mutter mit wie ihre Beerdigung aussehen soll. Von einer 15-jährigen Schülerin hat sie sich innerhalb von einem Jahr zu einer reifen und erwachsenen Frau entwickelt, die allen viel Freude und Kraft gegeben hat. Am Ende des Buches veröffentlicht die Mutter noch einige Seiten aus Isabells Tagebuch und eínige Abschiedsbriefe. Das Buch hört nicht einfach auf nach dem Tod, nein, die Mutter erzählt weiter. Und das hilft dem Leser, meiner Meinung nach, auch besser loslassen zu können.
Insgesamt ein sehr bewegendes, kraftspendendes, voller Liebe strotzendes Buch.