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Wir töten Stella / Das fünfte Jahr: Novellen [Kindle Edition]

Marlen Haushofer
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die beiden Meisternovellen der berühmten österreichischen Schriftstellerin

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Marlen Haushofer wurde am 11. April 1920 in Frauenstein/Oberösterreich geboren. Sie studierte Germanistik in Wien und Graz und lebte später mit ihrem Mann und zwei Kindern in Steyr. Marlen Haushofer starb am 21. März 1970 in Wien. Obwohl sie 1968 mit dem Österreichischen Staatspreis für Literatur ausgezeichnet wurde, hatten ihre Bücher erst nach ihrem Tod großen Erfolg, als die Frauenbewegung sie für sich entdeckte.



Elisabeth Schwarz hat an allen großen deutschen Bühnen gespielt, darunter die Münchner Kammerspiele und das Hamburger Thalia Theater. 2004 bis 2006 wirkte sie in der Salzburger Inszenierung des Jedermann mit. Im Kino war sie zuletzt in Der Baader Meinhof Komplex zu sehen.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1463 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 112 Seiten
  • Verlag: Ullstein eBooks (1. Februar 2014)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00HVGNLWA
  • X-Ray:
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: #25.916 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perspektivenwechsel 15. November 2008
Von I. Wodni
Format:Taschenbuch
Marlen Haushofers Bücher sorgen nach wie vor vielerorts für sehr kontoverse Meinungen. Ein Vorwurf, den ich zu einem kleinen Teil unterstützen kann, wäre beispielsweise, dass im Prinzip immer eine Frau im Zentrum steht, die versucht, sich selbst zu finden, sich bereits aufgegeben hat oder einfach nur mit sich und der Welt unglücklich ist. Dieses tatsächlich immer wiederkehrende Motiv muss einen natürlich nicht interessieren (wobei bei Haushofer ein Zwischen-den-Zeilen-Lesen immer Voraussetzung ist).

Aber diese beiden Novellen sind anders. Natürlich ist Marlen Haushofers Stil unverkennbar. Immer wieder wird in der Erzählung vorgegriffen, wodurch ein Überraschungseffekt nicht wirklich gegeben ist. Aber vielleicht ist es gerade das, was die Novellen, insbesondere "Wir töten Stella", so beklemmend macht. Man sieht den Untergang des Mädchens kommen, kennt auch bald die Gründe und liest dennoch gebannt weiter. Diese Erzählung regt sehr zum Nachdenken an und fällt so gänzlich aus dem Rahmen aller anderen Haushofer-Bücher.
Mehr als erwähnenswert ist auch die zweite Novelle in diesem Band, "Das fünfte Jahr". Aus der Sicht des vierjährigen Mädchens Marili lernt der Leser ein Jahr lang das Leben jenes Mädchens bei seinen Großeltern am Land kennen. Haushofer verzichtet dabei auf die Ich-Perspektive und gerade diese Entscheidung lässt die Geschichte so authentisch wirken. Nicht selten hat man das Gefühl, sich im Kopf des kleinen Mädchens zu befinden und lässt man es zu, hat man durch die einfühlsame Erinnerung die Chance, die Welt kurzfristig noch einmal mit Kinderaugen zu sehen. Etwas Derartiges schafft nur Haushofers Werk ... zumindest bei mir.
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37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Mitschuld des Beobachters 28. Dezember 2005
Format:Taschenbuch
Ein aus der Trivialliteratur und den fetten Schlagzeilen der Boulevardpresse bekanntes Bild ist das des Autofahrers, der an einer Unfallstelle vorbei braust, ohne Hilfe zu leisten. Mitmenschen ihrem eigenen Schicksal zu überlassen weckt Beklommenheit und Wut beim Leser. Was aber, wenn innerhalb der Familie weggeschaut wird wider besseres Wissen?
Unprätentiös und harmlos geschrieben, messerscharf beobachtet
Anna, die Ich-Erzählerin in „Wir töten Stella“, berichtet in einem einer Beichte ähnelnden Sprachduktus von den Ereignissen, die letztendlich zum Selbstmord der 19-jährigen Stella führten. Offenen Auges, der sich anbahnenden Katastrophe gewahr, unternahm Anna nichts, um Stella zu helfen. Einzig darauf bedacht, ihrem Sohn Wolfgang eine „heile Familie“ vorzuspielen, nimmt sie es hin, dass sie seit Jahren von ihrem Ehemann Richard betrogen wird, der sich nicht einmal die Mühe macht, bei Fehltritten Lippenstiftreste zu entfernen. Richard ist sich der Treue seiner Frau absolut sicher, denn er erpresst Anna mit subtilen Drohungen, die sich gegen den gemeinsamen Sohn Wolfgang richten. Als Stella, die Tochter einer Jugendfreundin Annas, für einige Monate als Untermieterin einzieht, ist es für Richard ein leichtes, das naive Mädchen zu verführen. Doch schon bald verliert er das Interesse und wendet sich neuen Abenteuern zu. Stella verzweifelt und bringt sich um. Dies wird für Wolfgang zum Schlüsselerlebnis, der jetzt wie aus einem Tagtraum erwacht, sich von der Familie lossagt und auf das Internat wechselt, das auch von Stella besucht wurde.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial 13. November 2008
Von n.abend
Format:Taschenbuch
Die Erzählung Wir töten Stella" ist mit das beste, was ich von Marlen Haushofer gelesen habe. Die minutiöse Nachzeichnung, wie es zum Tod von Stella gekommen ist, packt einen von der ersten Seite an. Beginnend mit einer alltäglich erscheinenden Ausgangssituation, entwickelt sich eine Dynamik, die durch das ich-bezogene (Nicht)Verhalten der Umgebung zu dem bereits im Titel genannten Ende führt. Die Schilderung erfolgt sehr sachlich, aber das emotionale Drama, das sich dahinter verbirgt, ist zwischen den Zeilen deutlich spürbar.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Es geht um mehr als um das Scheitern einer Frau, es ist eine eindringliche Warnung vor der Inaktivität, der Teilnahmslosigkeit auch bei subtilen, nicht offenbar werdenden Handlungsweisen - es muß nicht erst jemand erwürgt werden, bevor man eingreifen muß.
Am beeindruckendsten ist die Konsequenz, mit der die Novelle durchweg auf zwei Ebenen angesiedelt ist. Es geht immer um etwas anderes, als es scheint, als die oberflächliche Handlung vorgibt, d.h. natürlich, den handelnden Menschen geht es immer um etwas anderes als sie vorgeben, und die Ehefrau, die das alles durchschaut, macht - leidend - gleichwohl alles mit, und dadurch macht sie sich mit-schuldig. Daher auch die Niederschrift, zu der sie die Zeit nutzt, als ihr Mann mit den Kindern zur Mutter gefahren ist. Also auch jetzt, nachdem alles geschehen ist, braucht sie die Abwesenheit ihres Mannes, um wenigstens einmal alles niederzuschreiben. An irgendwelche Konsequenzen aus dem Schrecklichen, was passiert ist, ist immer noch nicht zu denken. Sie läßt ihren Mann (und sich) einfach über das Geschehene, Unglaubliche hinweggehen und versucht ihr Gewissen durch die Niederschrift zu beruhigen.
Ein durchweg subtil geschriebenes Buch, das still, aber unheimlich, immer unheimlicher daherkommt und das Grauen in den eigenen vier Wänden geißelt. Das Nichtstun macht vor nichts halt, egal, was passiert. Solange man den Schein wahren kann,ist mancher bereit, geradezu alles hinzunehmen. Hinter den Zeilen lugt der Schrecken hervor - keine vordergründige Spannung, es „passiert" nicht viel, was offensichtlich wäre. Ein phantastisches Buch, aber sicher nichts für Charlotte-Link-Fans!
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5.0 von 5 Sternen Über den Umgang Österreichs mit seinen Juden - oder eine...
-Österreich und seine Juden? 'Wir töten Stella' ist eine Familiengeschichte - da sind sich offenbar alle einig. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von manfreed.3000 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein echtes Lesevergnügen...
Wie immer schreibt Marlene Haushofer exzellent, diese Bücher sind ein "Zuckerl" - das Lesen dieser Novellen habe ich mir wie eine Tafel Schokolade in Stückchen... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von G. Eva-Maria veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Zweitbestes Werk von Marlen Haushofer
"Die Wand" ist so meisterhaft, dass jedes andere Werk dieser Autorin etwas enttäuschen muss. Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von Theresia Entner de Cruz veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Fehlkauf
Habe das Buch "Die Wand" von Marlen Haushofer gelesen, war total begeistert, was leider auf dieses Buch dann aber nicht zutraf.
Veröffentlicht am 23. April 2013 von Marion Straub
2.0 von 5 Sternen "Die Wand" war hervorragend, ...
hier fehlte mir wohl das Verständis oder die Geduld. Ich habe es hier beim Trade-in auch gleich wieder abgegeben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. März 2013 von Gilda
5.0 von 5 Sternen Sehr gut
Neu, Haushofer interessiert mich, wurde mir empfohlen, die wand eher als Film, mal sehen, ob das Buch den erwartungen entspricht
Veröffentlicht am 13. Dezember 2012 von Gustav Kienzle
1.0 von 5 Sternen intellektueller Schmus
Die dusselige Hauptdarstellerin läßt es sich ohne mal was zu sagen bieten dauernd von ihrem Mann betrogen zu werden und anstatt mal ordentlich auf den Tisch zu hauen und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. November 2012 von literaturnetz
5.0 von 5 Sternen Beklemmende Novelle
Ich habe zuvor "Die Wand" von Marlen Haushofer gelesen und war wirlich begeistert und auch von diesem Buch wurde ich nicht enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. September 2010 von Betty Cansas
1.0 von 5 Sternen Tragisch, aber sehr vorhersehbar
'Wir töten Stella'. Dieser Titel klingt nach Tragödie und tatsächlich lernt der Leser in dieser Novelle die Ich-Erzählerin Anna und deren Familie sowie Stella... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Februar 2008 von James T. Kirk
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