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Wir sind nicht nur von dieser Welt
 
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Wir sind nicht nur von dieser Welt [Gebundene Ausgabe]

Hoimar von Ditfurth
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 340 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe; Auflage: 1.Auflage (1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455087787
  • ISBN-13: 978-3455087789
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,2 x 3,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 138.589 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Hoimar von Ditfurth
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Produktbeschreibungen

Klappentext

Hoimar v. Ditfurth versucht in diesem Werk nichts Geringeres als eine Antwort auf die Frage, wie sich eine religiöse Interpretation der Welt und des Menschen mit ihrer wissenschaftlichen Erklärbarkeit verträgt. Er unternimmt diesen kühnen Versuch einer Harmonisierung zwischen der theologischen und der wissenschaftlichen Deutung der Welt in der Überzeugung, daß dieser Schritt ebenso lebensnotwendig wie überfällig ist.

Dabei weicht der Autor auch unbequemen Fragen und Tabus nicht aus:

  • Wie wirklich ist eigentlich unsere Wirklichkeit?
  • Läßt sich mit rationalen Argumenten dafür plädieren, daß ein »Jenseits« wirklich existiert?
  • Wohin wird die Evolution zukünftig führen?
  • Kann der Glaube an einen Gott auch für einen Naturwissenschaftler mehr als bloßes Wunschdenken sein?
  • Muß Gott die Naturgesetze außer Kraft setzen, wann immer er in das Weltgeschehen eingreifen will?
  • Ist unser Gehirn der Ursprung des geistigen Prinzips?

Autorenporträt

Hoimar von Ditfurth, geboren am 15. Oktober 1921 in Berlin, gilt als wohl bedeutendster Wissenschaftsjournalist der deutschen Nachkriegszeit, seine Bücher haben Bestsellerauflagen erreicht. Hoimar von Ditfurth starb am 1. November 1989. Bei dtv zuletzt erschienen: 'Die Sterne leuchten, auch wenn wir sie nicht sehen'.

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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Abacus
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist in der Überzeugung geschrieben, dass die naturwissenschaftliche und religiöse Deutung der Welt und des Menschen miteinander in Einklang zu bringen sind und das hier eine Harmonisierung ebenso notwendig wie überfällig ist. Der Autor ist (genaugenommen: war, weil leider 1989 verstorben) sowohl renomierter Wissenschafter und Schriftsteller mit sehr breit angelegter Wissensbasis als auch (nach eigenen, wiederholten Aussagen im Buch) ein gläubiger Mensch.

Das Buch ist aus meiner Sicht denn auch für religiöse Menschen verschiedener Ausprägung (sofern sie keine Fundamentalisten sind, die jedes Wort der Bibel wörtlich auslegen möchten), Agnostiker und Atheisten von gleichem hohem Wert, da es Hoimar von Ditfurth gelingt, seine Ansichten unter umfassender Berücksichtigung beider Weltbilder darzulegen. Hierbei gelingt es ihm, aufzuzeigen, dass manche Konflikte zwischen den unterschiedlichen Weltbildern nur auf Unkenntnis und Vorurteilen beruhen. Er ist auch der Meinung, dass manche wissenschaftlichen Erkenntnisse bestimmte religiöse Vorstellungen stützen. Ohne erhebliche Umbauten lässt sich die Harmonisierung der Weltbilder allerdings nicht bewerkstelligen.

Zum Inhalt:

Erster Teil: Evolution und Schöpfungsglaube
Hier wird die wissenschaftliche Sichtweise der Entstehung des Universums, unserer Erde und des Lebens dargelegt und schrittweise mit religiösen Schöpfungsvorstellungen abgeglichen. Auch häufig angeführte Argumente des einen Lagers gegen die Sichtweise des anderen Lagers werden jeweils erwähnt und diskutiert.
Sein Fazit: Vereinbar wäre, den Schöpfungsaugenblick als einen Prozess zu begreifen, der mit dem Urknall begann, sich in der Evolution fortsetzt und der noch lange nicht abgeschlossen ist.

Zweiter Teil: Objektive Realiät und Jenseitserwartung
Im Zentrum der wissenschaftlichen Argumentation steht hier die evolutionäre Erkenntnistheorie sowie die aus ihr abgeleitete Annahme, dass hinter der von uns subjektiv wahrgenommenen Wirklichkeit eine umfassendere objektive Realität steht: Die Evolution hat unsere Gehirne nur zum Überleben in unserer unmittelbaren Umwelt optimiert und nicht für ein umfassendes Verständnis der Welt. An die Grenzen dessen, was wir verstehen können, stoßen wir bereits bei verschiedenen Naturphänomenen, u.a. bei der Gravitation/Krümmung der Raumzeit und beim Welle/Teilchen-Dualismus. Neben Fakten und "handfester" Argumentation führt Hoimar von Ditfurth auch immer wieder Indizien an, die aus seiner Sicht für eine religiöse Dimension der Welt sprechen. In wie weit man hier folgt, hängt natürlich vom eigenen Standpunkt ab.
Sein Fazit: Die Existenz eines Jenseits auch in einem religiösen Sinn ist (wie die Existenz Gottes) theologisch sowie wissenschaftlich weder beweisbar noch widerlegbar.

Dritter Teil: Evolutive Zukunft und Jüngster Tag
In diesem Teil diskutiert er zunächst das Verhältnis zwischen Geist und Materie. Wärend man in den Naturwissenschaften dem bewährt-materialistischen Ansatz folgend von einer Einheit von Geist/Bewußtsein und Gehirn ausgeht (Monismus), wählt Hoimar von Ditfurth die dualistische Position, d.h. er ist der Auffassung, das menschliche Bewußtsein existiere unabhängig vom Gehirn. Neben den Indizien, die er für diese Annahme zu haben glaubt, zählt er auch die wissenschaftlichen Gegenargumente für seine Sichtweise so gewissenhaft auf, dass der Leser durchaus vor der Wahl steht, ihm in dieser Ansicht zu folgen. Anschließend wird er nach eigener Aussage metaphysisch: Die Existenz des Bewusstseins sei seiner Auffassung nach als Folge der Tatsache anzusehen, dass die Menschen nicht mehr ausschließlich der dreidimensionalen Welt ihrer Alltagserfahrung angehören (siehe Buchtitel!). Da es sich hier um die zentrale These seines Buches handelt, hätte ich mir insbesondere an dieser Stelle eine schlüssigere und ausführlichere Argumentation gewünscht, die diesen Standpunkt stärker von Wunschdenken differenziert. Schließlich folgert er, der Jüngste Tag könne dem Zeitpunkt entsprechen, an dem der Geist/das Bewusstsein sich so vollständig entwickelt hat, dass das heutige Diesseits und Jenseits verschmelzen. Dies sei auch in Einklang mit Aussagen in der Bibel, sofern man nicht den Fehler begeht, die mythischen Sprachbilder wörtlich zu nehmen. Seiner Ansicht nach war die ganze Bibel bei ihrer Niederschrift ursprünglich nicht wörtlich gemeint und wurde nur in späteren Epochen irrtümlich wörtlich ausgelegt(?).
Sein Fazit: Die Evolution als universeller Prozess erschließt ihren Geschöpfen immer weitere Bereiche der Transzendenz. Der Jüngste Tag kann gleichbedeutend sein mit dem Ende der Evolution. Dieser Zeitpunkt ist erreicht, wenn die Geschöpfe den höchsten Grad der Transzendenz erreicht haben, der das Diesseits mit dem Jenseits verschmelzen läßt.

Im Hinblick auf seinen Anspruch weist das Buch aus meiner Sicht eine weitere kleine Schwachstelle auf: Hoimar von Ditfurth diskutiert intensiv die Vereinbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse mit der Schöpfungsidee, dem Glauben an ein Jenseits und an einen Jüngsten Tag, klammert aber weitgehend die zentrale Frage aus, welche Gottesinterpretation mit wissenschaftlichen Erkenntnissen vereinbar ist. Die deistische Interpretation (d.h. Gott ist Schöpfer des Universums, nahm aber im folgenden keinen weiteren Einfluss auf die Geschehenisse im Universum) steht nicht in offensichtlichem Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, aber der theistische Standpunkt (d.h. der Glauben, es gibt einen persönlichen, transzendenten, über alles herrschenden Gott, der die Welt auch erhält und lenkt) hätte einer deutlich intensiveren Diskussion bedurft. Immerhin glauben nach neueren Umfragen etwa 30% der Deutschen an einen persönlichen Gott, der ihre Gebete erhört und ggf. ihre Wünsche erfüllt. Soweit diese Gebete konkrete Dinge im Diesseits betreffen ist das eine mit naturwissenschaftlichen Methoden statistisch überprüfbare Annahme und wie Wissenschaftler sind, haben sie sich dieser Frage auch schon angenommen. In keiner seriös durchgeführten, statistich ausgewerteten Studie konnte der kleinste Hinweis gefunden werden, das Gebete erhört werden, seien die das Diesseits betreffenden Wünsche auch noch so berechtigt. Dies sei nur erwähnt, um zu verdeutlichen, dass die Harmonisierung der Weltbilder auch und insbesondere im Hinblick auf die Frage, wie wir uns Gott vorstellen sollten, eine große Baustelle ist.

30 Jahre nach Erscheinen dieses Buches stehen sich die Weltbilder noch ebenso unversöhnlich gegenüber wie zum Zeitpunkt der Drucklegung. Auch wenn sich Hoimar von Ditfurth mit seinen Ansichten nicht allgemein durchsetzen konnte, so ist sein Scheitern, wenn man es denn so nennen will, ein ehrenhaftes Scheitern, denn er hat es sich mit keiner seiner Argumentationen leicht gemacht, sondern war um Ausgewogenheit bemüht und führte auch immer die naheliegenden Gegenargumente zu seiner Position auf. Wenn er noch am Leben wäre, würde er vielleicht sagen, dass die jetzige Entwicklungsstufe der Menschheit es zumindest der Mehrzahl der Individuen noch nicht ermöglicht, diese Sichtweise zu teilen.
Wie auch immer man zu diesem Buch und den Ansichten seines Authors steht, es zeigt zumindest mögliche Ansätze für eine Harmonisierung der Weltbilder auf. Ein unbestreibarer Verdienst des Buches ist, dass es dem Leser ermöglicht, unabhängig von der eigenen Weltanschauung das Verständnis der Weltsicht der Anderen zu vertiefen und somit seinen eigenen Standpunkt zu hinterfragen.
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Format:Gebundene Ausgabe
Hoimar v. Ditfurth hat ein Buch geschrieben, was jeden vernünftigen Menschen zum Nachdenken bringen wird. Schade nur, dass Karl Marx und Hoimar v. Ditfurth sich nie begegnet sind, sie hätten sich bestimmt viel zu erzählen gehabt. Also ich will aber nochmal global denken. Unsere Erde gehört uns allen, mit allem, was es gibt, Wasser, Luft, Bodenschätze, Pflanzen, usw.. Wasser und Luft sind Grundlebensmittel des Menschen und auch aller Tiere. Unsere schöne Erde hat vermutlich schon die Hälfte ihres Lebensweges überschritten. Ob die Menschheit beim Untergang der Sonne und unserer Erde überleben kann und wird, wissen wir heute nicht. Eines ist aber gewiss: Die Materie ist unendlich in Raum und Zeit. Es gibt kein Ende und keinen Anfang. Wir waren vor unserer Geburt unendlich lange tot und werden es nach unserem Tod auch wieder unendlich lange (vermutlich ewig) sein. Es gibt vielleicht viele Universen wie das Unsrige. Unsere Welt wird untergehen, davon bin ich überzeugt. Aber vielleicht ist die Menschheit dann so weit, dass sie sich in eine andere Welt hinüber retten kann. Auch wenn einige das nicht glauben: Wenn unsere Erde eines Tages an ihrer Kraft zerbricht, wird es Anarchie auf der Erde geben. Kein Gesetz und keine Regierung können das aufhalten. Ich bin froh, dass ich dieses Chaos nicht mehr erleben muss.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Klemens Taplan TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Es gehört Mut dazu, als Wissenschaftler das Thema "Naturwissenschaft und Religion" aufzugreifen. HvD versucht nichts Geringeres, als deren unterschiedliche Deutungen miteinander in Einklang zu bringen. Ist eine Harmonisierung solch konträrer Erklärungsmodelle möglich?

An der Evolution als historischer Tatsache wird heute nicht mehr ernsthaft gezweifelt. HvD belegt an Hand überzeugender Beispiele, dass es eine biologische Verwandtschaft der Arten gibt. Umstritten sind lediglich die Mechanismen, die für die Evolution verantwortlich sind. HvD beschreibt ein Evolutionskonzept, das die Entwicklung des Kosmos einbezieht und damit weit über die biologische Bedeutung hinausgeht. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?

Die Gegenwart ist nicht das Ende der Entwicklung und der Mensch nicht das Maß aller Dinge. Dem steht der Schöpfungsglaube entgegen, der von einem statischen Weltbild ausgeht. Da religiöse Deutungen die Erkenntnisse der Wissenschaft ignorieren, wenn sie nicht ins Weltbild passen, kommt es zur Spaltung zwischen Wissenschaft und Religion.

Die Naturwissenschaften begründen ein methodisches Vorgehen, aber kein Weltbild. Die Erkenntnisse der Naturwissenschaften werden durch den Fortschritt der Wissenschaft nicht ungültig, sondern naturwissenschaftliche Modelle werden modifiziert. Dies sind Erfahrungen über Jahrhunderte. So ermöglicht die klassische Mechanik auch heute noch genaue Vorhersagen und Beschreibungen der physikalischen Vorgänge, bei denen relativistische und quantenmechanische Effekte vernachlässigt werden können. Damit legt die Wissenschaft Minimalbedingungen fest, die von der Theologie berücksichtigt werden müssen, um glaubwürdig zu bleiben. Viele religiöse Deutungen beruhen auf einem mittelalterlichen Weltbild und müssen, um heute verstanden und akzeptiert werden zu können, dringend aufgearbeitet werden.

HvDs visionärer Schulterschluss mit der Religion führt zur Harmonisierung. Die Evolution ist der Augenblick der Schöpfung. Die Schöpfung ist nicht der Moment, in dem alles Leben begann, sondern Beginn und Entwicklung von Leben. Sie vollzieht sich noch immer. Diese Auffassung steht nicht im Widerspruch zur Wissenschaft.

Kritisch setzt sich HvD mit der gespaltenen Position der Vitalisten auseinander, die die Welt in einen wissenschaftlich erklärbaren und einen durch göttliche Schöpfung hervorgebrachten Teil zerlegen. Dass mit der zunehmenden wissenschaftlichen Deutung vieler Phänomene die Grenze ständig verschoben wird (Wohnungsnot Gottes), scheint die Vertreter dieser Lehre nicht zu stören.

Gibt es ein Jenseits? Im Kern ist Religion die Überzeugung von der Realität einer jenseitigen Wirklichkeit. HvD stellt sich die Frage, ob ein Jenseits nicht schon deshalb abgelehnt werden muss, weil es nicht beweisbar ist. Um eine Antwort finden zu können, ist ein umfangreicher Exkurs von den Anfängen des naiven Realismus bis hin zur evolutionären Erkenntnistheorie erforderlich. Wie wirklich ist denn die von uns erlebte Wirklichkeit?

Der naive Realismus wurde bereits von Platon entlarvt. Ausführlich hat sich Kant mit dieser Frage beschäftigt. Seine nüchterne Erkenntnis: Die Realität ist objektiv nicht greifbar. Raum, Zeit und Kausalität sind angeborene Vorurteile über die Welt. Über die Welt an sich erfahren wir nichts. Die Frage, warum die angeborenen Denkstrukturen so gut zur realen Welt passen, konnte Kant nicht beantworten. Die Antwort lieferte Konrad Lorenz. Angeborene Erkenntnisformen sind Erfahrungen über die Welt, die nicht das Individuum, sondern die Art erworben hat. Das Leben ist ein Erkenntnis gewinnender Prozess und das herrschende Prinzip "biologisch zweckmäßig" ist nicht gleichzusetzen mit "wahrheitsgetreuer Abbildung".

Die positivistische Forderung, die Welt in das einzuteilen, was man klar sagen kann und das, worüber man schweigen sollte, muss daher zu den Akten gelegt werden. Popper beseitigt endgültig das Wunschdenken der Wissenschaft nach Beweisbarkeit. Wissenschaftliche Theorien können nicht verifiziert, sondern nur falsifiziert werden. Auch unsere Wirklichkeit ist hypothetisch. Unsere Sinnesorgane bilden die Welt nicht ab, sondern legen sie für uns aus. Auf Basis dieser Erkenntnisse wagt HvD die Hypothese, dass die Religion mit ihrem Glauben an ein Jenseits ihre Berechtigung hat.

Unsere wahrnehmbare Welt ist nur ein winziger Ausschnitt und darüber hinaus auch nur ein schlechtes Abbild der objektiven Welt. Damit sind aus wissenschaftlicher Sicht Voraussetzungen für eine Transzendenz gegeben. Im Zuge der Evolution wird Transzendenz, so HvD, fortwährend umgewandelt in erlebte Wirklichkeit.

HvD glaubt, dass der Geist nicht aus der Materie heraus entstanden ist (materieller Monismus), sondern als Bestandteil einer anderen Kategorie schon vorher da gewesen ist (Dualismus). Die Existenz des Bewusstseins deutet darauf hin, dass der Mensch auf eine Entwicklungsstufe gebracht wird, die einen ersten Reflex des Geistes einer jenseitigen Wirklichkeit entstehen lässt. Wenn die diesseitige Welt und die jenseitige Welt völlig ineinander aufgegangen sein werden, ist das Ende der Evolution erreicht. Der Augenblick der Schöpfung ist abgeschlossen.

HvD betont, dass die Aussagen seines Buches als "spekulative Bilder" zu verstehen sind, geleitet von dem Gedanken, dass es nur eine Wahrheit geben kann. Sein Modell impliziert, dass es eine objektive Wirklichkeit gibt. Glaube ohne Berücksichtigung der Erkenntnisse der Naturwissenschaft ist ein gespaltener Glaube und muss überwunden werden. HvD bietet eine wohl durchdachte Diskussionsgrundlage, die zu einer Harmonisierung führen kann, wenn man ein deistisches Konzept zugrunde legt.
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