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19
4,5 von 5 Sternen
Wir sind die Wolfskinder: Verlassen in Ostpreußen
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wolfskinder ' es soll sie nie wieder geben !!!!

Als 1944 mehrere Tausend deutsche Kinder in Ostpreußen von ihren Eltern und Familien getrennt wurden, als sie Hunger und Kälte aushalten mussten, auf sich allein gestellt waren und verlassen, der Willkür der Sowjets ausgesetzt und um ihr nacktes Überleben kämpfen mussten, waren die Bauern Litauens da und retteten vielen von ihnen. Unter falschen Namen und falscher Identität versteckten sie sich und schwiegen. Nach diesen Jahrzehnten des Schweigens kommt nun dieses Buch heraus ' mit ihren Geschichten ' den schrecklichen Erlebnissen, die sie gezeichnet haben und zu dem werden ließen, was sie jetzt sind. Das Buch erzählt aber auch von den Menschen, die sie retteten und ihnen eine Zukunft gaben.

Inhalt, Gliederung, Aufmachung und Fotos:
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Einführend ist auf der inneren vorderen Umschlagklappe eine doppelseitige Karte Ostpreußens zu sehen.

Es geht los mit einem Vorwort von Rita Süssmuth und einem Prolog.

Dann folgen 16 Kapitel, die die einzelnen Schicksale der Wolfkinder erzählen. Recherchiert von der Herausgeberin Sonya Winterberg und mit den Erlebnissen der ehemaligen Wolfskinder damals und heute ist dieses Buch zusammen genommen ein sehr warmherziges Buch, ein herzliches und ein aufrüttelndes Buch, welches bei mir Gänsehaut und Tränen verursacht hat. Was diese Kinder erleben mussten und ob und wie sie nach vielen vielen Jahren ihre Familien bzw. Teile davon wieder trafen, all das und viel mehr kann man im Buch nachlesen.

Frau Winterberg hat die letzten Überlebenden, die letzten Zeitzeugen von damals besucht und interviewt. So kommen Geschichten zutage von damals, als sie Kinder und Jugendliche waren und von heute, da sie Erwachsen sind und ihre Herkunft nie vergessen haben. Das sie lebenslang einsam waren und sind, dass sie auch noch heute mit der Bürokratie zu kämpfen haben ' all das dokumentiert die Herausgeberin detailliert und sachlich, wobei man bei diesen Schicksalen kaum sachlich bleiben kann.

Auf der hinteren inneren Umschlagklappe ist die Karte von Litauen doppelseitig zu sehen.

Es ist einfach zu schrecklich, was hier so detailliere und berührend beschrieben wird. Diese Kinder waren krank und hatten Niemanden, sie schlichen jahrelang durch die Wälder und hungerten und kamen vor Kälte ums Leben, mussten mit ansehen, wie ihre Familie zum Teil ermordet wurde und Familienmitglieder ' Eltern, Großeltern oder Geschwister ' sterben mussten.

Ich finde es sehr ansprechend, wie man das Buch gestaltet hat. Es sind Schicksale, die zu Herzen gehen und dementsprechend sind sie auch in den Geschichten verfasst.
Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll, aber auf Grund dieser Menschen, die damals als Kinder so Schreckliches durchstehen mussten, die sich heute erinnern, die resümieren, die noch einmal alles erleben, was sicher auch nicht einfach ist, aber vielleicht auch noch ein Stück weit Aufarbeitung, können wir, die wir das Gott sei Dank nicht erleben mussten, nachvollziehen. Es soll nie wieder so etwas passieren, das wird hier wieder einmal eindeutig klar.

Aber auch die Dankbarkeit gegenüber ihren Pflegeeltern - denen, die selbst nichts hatten, und sie aufnahmen ' ihnen Unterschlupf gewährten in einer schweren Zeit, kommt sehr gut zum Ausdruck. Auch die Willkür der Behörden nach dem Kommunismus und nach dem Krieg überhaupt kommt nicht zu kurz und wird angesprochen. Es ist alles in allem ein Buch mit sehr viel Tiefgang und Inhalt, ein Buch, welches Geschichten erzählt, die nie in Vergessenheit geraten sollten.

22 Seiten Bildmaterial von den Wolfkindern und ihren Rettern ist im Buch enthalten.

Gut, dass es solche Bücher gibt.
Man sollte sie lesen !!!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Juni 2013
In diesem Buch liest man viel über menschliches Leid ,begangen an unschuldigen Kindern.Aber auch über unsere Politiker(s.Herr Kohl) die sich einen Kehricht um die Menschen und die leidvolle Geschichte kümmern tut .Der Bundesrechnungshof,derdie Akten weiter vor sich herschiebt,in der Hoffnung ,mögen die Antragsteller doch bald sterben! Das Schicksal der Kinder hat mich tief getroffen,obwohl ich erst 1948 geboren wurde. Dieses Buch sollte auch als Lehrstoff an unsere Schulen kommen.Denn wer der jüngeren kennt schon Ostpreussen??
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Mai 2012
Dieses Buch hat mich berührt. Eine umfangreiche, aber überaus lesenswerte und packend erzählte Geschichte deutscher Kinderschicksale des Zweiten Weltkrieges, die viel zu wenig bekannt sind. Die Autorin hat ein Mosaik der Geschichte detailreich rekonstruiert und holt sie in die Gegenwart. Der Schwerpunkt liegt auf den Schicksalen der in Litauen verbliebenen "Wolfskinder" und deren Leben bis heute. Ebenso interessant schildert sie allerdings auch die Rolle der deutschen Verwaltung und Politik nach der Wende, als es darum ging, die Kinder von einst als Deutsche anzuerkennen. Im Vorwort zitiert Rita Süßmuth den Historiker Arnulf Baring, der meint, deutsche Schulkinder sollten besser über die Wolfskinder Bescheid wissen; hier ist nun die Chance dazu. Ein Geschichtsbuch der besonderen Art.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Juli 2012
Ein Tatsachenbericht, der in etwa erahnen lässt welch grausamen und schweren Jahre diese Kinder in den Kriegs- und auch Nachkriegsjahren erlitten haben.
Der Verlust von Mutter, Vater und Geschwistern, Grausame Erlebnisse mit der Soldateska werden anhand von Einzelschicksalen werden sehr gut beschrieben, ohne dabei reißerisch zu sein.
Nach fünf sechs Seiten, die man liest, muss man das Buch zur Seite legen und über das gelesene nachdenken.
Ein Bericht, der sehr zu empfehlen ist.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 11. Juli 2014
Wolfskinder? Was sind denn "Wolfskinder"?
Ich, geboren 1970, bin wohlbehütet aufgewachsen und habe bis auf das, was wir im Geschichtsunterricht gelehrt bekommen haben, keinen Einblick in die deutsche Kriegsgeschichte. Für mich war der Krieg einfach schon sehr weit weg. Ich hatte aber eine Großmutter, die im zweiten Weltkrieg mit zwei Kindern aus Pommern geflüchtet ist und ab und zu mal was erzählte.

Die Lebens- und Leidensgeschichten in dem Buch haben mich zutiefst bewegt, erschüttert und auch zu Tränen gerührt. Es sind wahre Geschichten. Das alles ist wirklich passiert. Und die Menschen, von denen erzählt wird, waren damals (deutsche) Kinder, die im Krieg geflüchtet sind. Manche unfreiwillig in die falsche Richtung - sie wollten eigentlich nach Deutschland, ihr Heimatland -, andere gezielt nach Litauen. Ich habe selbst einen kleinen Sohn und kann mir absolut nicht vorstellen, wie er es schaffen würde, ohne uns Eltern in so einer schweren Zeit vollkommen allein auf sich gestellt zu überleben. Aber diese Kinder haben es geschafft (wie viele Kinder stehen dagegen, die es nicht geschafft haben...), fast alle Dank der Hilfe der litauischen Bevölkerung.

Ich zahle so viele Steuern. Bitte, liebe Regierung, gebt doch einen Bruchteil der eingenommenen Steuern aus, um die wenigen verbliebenen Wolfskinder, die in Armut in Litauen vor sich hinvegetieren zu unterstützen. Jahr für Jahr werden es weniger. Die Menschen sind doch schon alt.

Ich kann das Buch allen empfehlen, die wissen möchten, was damals passierte, allen, die gar nicht so recht wissen, was Wolfskinder sind. Sehr erschütternd finde ich, dass vielen Wolfskindern der Weg zurück nach Deutschland verwehrt blieb und sie aufgrund ihrer Vergangenheit heute in Armut leben müssen. Als Kinder hatten viele es unvorstellbar schwer, ohne Eltern und Verwandte, als Erwachsene ohne ausreichende Bildung auch und als alte Menschen nun auch wieder.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juli 2013
Ich musste beim Lesen immer wieder schlucken. Es ist vor allem auch der Sprache Winterbergs zu verdanken, dass jede Zeile authentisch und hautnah wirkt, als wäre der Leser live dabei. Ich kann mich auf Anhieb nicht daran erinnern, wann mich ein Buch zuletzt so berührt und bewegt hat. Unbedingt lesen!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. September 2013
Ein bewegendes Buch. Die Rolle von Litauen und deren Landbevölkerung war mir bis dato nicht bekannt, oder so auch nicht bewusst. Die Erzählungen und Schilderungen der Wolfskinder sind sehr bewegend und die Erlebnisse erschüttern. Das Buch ist mir empfohlen worden und ich kann es nur weiterempfehlen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Dezember 2012
Die Autorin hat nicht nur viel Mühe und Geld investiert: Das Buch ist in der Tat einmalig. Einmalig interessant und auch spannend geschrieben.

So etwas liest man selten: Völlig neue Fakten werden ans Licht gebracht. Diese Frau ist unglaublich engagiert und schreibt den Politikern einiges ins Stammbuch.

Diese Kinderschicksale aus Osteuropa sind so ergreifend und gehen unter die Haut!!! Man möchte dem Buch viele, viele Leser wünschen. Vor allem sollten es die Politiker lesen (mit ihrem Gequake zur Ostpolitik). Interessant war für mich überdies, welche destruktive Rolle die Sowjets spielen: Sie haben den Nazis in die Hände gearbeitet, indem sie eine ganze Kulturlandschaft platt gemacht haben: Rigoros, mit Brutalität und ohne Verstand. Stalins Blödheit ist mit den Händen zu greifen.

Auch wer sich auf diesem Gebiet nicht auskennt: Die "Wolfskinder" aus Osteuropa ist ein wunderbares und gut lesbares Buch, das einem noch sehr, sehr lange im Kopf bleibt. Die Winterberg ist eine begnadete Autorin.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. April 2014
Dieses Buch habe ich leider erst 2014 gelesen. Zu spät. Meine Eltern sind im letzten Jahr verstorben. Trotzdem eine Bereicherung für mich
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Januar 2013
Das Deutschland den Krieg gewollt und angefangen hat, mag bekannt sein. Auch das nach 1945 um 15 Millionen Deutsche aus die Gebiete oestlich vom Oder und Neisse vertrieben sind. Wie die Vertreibung stattfand, ist in eine ganze Bibliothek nach zu lesen. Die Reihe: Dokumentation der Vertreibung, des damaligen Ministeriums fuer Vertriebenen gibt eine Menge von Zeugnisse.
In den letzten Jahren sind auch die Erfahrungen von damals junge Kinder mehr bekannt geworden. Memoiren von diese Wolfskinder sind veroeffentlicht, aber es handelt sich fast immer um Kinder die es nach dem Westen geschafft haben. Oft haben sie sehr gelitten, aber am Ende sind diese Wolfskinder nach Deutschland gekommen und haben dort ein Existenz aufbauen koennen.
Wie anders war es mit diejenigen die nicht nach Deutschland zurueck konnten. Die Autorin sprach mit Wolfskinder in Litauen aufgefangen und geblieben sind. Die Erfahrungen von diese Menschen, jetzt rund die 80, sind erschuetternd und das macht dieses Buch so wertvoll.
Weniger interessant ist die Beschreibungen von eine Reise nach Ostpreussen. Das haben Anderen bereuts getan und besser. Auch die persoenliche Erfahrungen Winterbergs sind nicht das beste Teil des Buches.
Aber was die Wolfskinder selbst erzaehlen ist sehr wertvoll. Auch sie haben Glueck gehabt, weil sie am Leben geblieben sind; aber ob es immer gut war, ist die Frage. Diese Kinder gaben die Rechnung gezahlt fuer einen Krieg vin dem sie oft erst lernten nach der Stunde Null.
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