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Wir nennen es Arbeit: Die digitale Boheme oder: Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung
 
 
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Wir nennen es Arbeit: Die digitale Boheme oder: Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung [Taschenbuch]

Holm Friebe , Sascha Lobo
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag; Auflage: 2., Aktualisierte Ausgabe. (August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453600568
  • ISBN-13: 978-3453600560
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.831 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Wann hat ein Buch der Jugend so viel Hoffnung auf gutes Gelingen gemacht?" (FAZ )

Kurzbeschreibung

Die digitale Bohème verzichtet dankend auf einen Arbeitsvertrag und verwirklicht mit neuen Technologien den alten Traum vom selbstbestimmten Leben. Laptops und Weblogs sind ihre Werkzeuge, eBay und MySpace ihre Plattformen. Ihre Produktionsweisen verändern den Charakter des Internets, der Märkte und längst auch der Gesellschaft.

Holm Friebe und Sascha Lobo porträtieren einen zeitgemäßen Lebensstil und erklären die wirtschaftlichen, technischen und sozialen Hintergründe. Ihre spannende Analyse inspiriert dazu, so zu arbeiten, wie man leben will.



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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

147 von 159 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen No Lobo, 4. März 2007
Von 
Joachim Rock (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Die Autoren sind Experten: Halm Friebe ist Werbeprofi, Sascha Logo ist auch als Rentenexperte talkshowerprobt. Beide wissen um den Markt für eingängige Begriffe - wie die diversen Generationen (Praktikum, Golf, X, Donnersmarck) - und bedienen die Nachfrage. Das ist nicht zu kritisieren: Showbusiness ist eben auch Business. Mit der digitalen Boheme liefern sie einen kapitalen Vierbeiner, der nun fröhlich durchs mediale Dorf getrieben wird, obwohl er bislang nicht viel Gewicht auf die Waage bringt. Die digitale Boheme gewinnt ihre Konturen vor allem in der Abgrenzung zu einem überzeichneten Popanz, dem Angestellten. Dass die digitale Boheme in dieser Anordnung Spiel, Satz und Sieg für sich verbuchen kann, ist keine Überraschung. Dagegen setzen die Autoren ein so unscharfes Idealbild der "digitalen Boheme", dass selbst Robert Lembkes Rateteam am Versuch gescheitert wäre, den einzelnen 'Happy Digit' zu enttarnen.

Die Kurzbiographien der Autoren verzeichnen keine länger als sieben Monate währenden Phasen in Festanstellung. Anders als Angestellte entgingen sie deshalb offenbar dem "Prozess der strukturellen Verblödung" (S. 54), der selbstverschuldet ist, da diese die "gesamte Lebenssituation nach Feierabend mit dem spitzen Bleistift" (S.46) durchkalkulieren. Ehrlich: so schablonenartig steht das da, ein Still-leben nach Kracauers Studie Die Angestellten (1930). Dass offenbar 100 Prozent der befragten Festangestellten im Freundeskreis (S. 14) nicht ins Raster passen, bleibt ein Problem der Empirie, mit dem sich die Autoren nicht weiter belasten. Was nicht passt, bleibt ohnehin draußen vor der Tür. Einen Link zu Studie Die Arbeitslosen von Marienthal (Jahoda/Lazarsfeld/Zeisel, 1933) sucht man vergeblich.

Die Autoren distanzieren sich verschiedentlich von neuliberalen Positionen, wohl aus ästhetischen Gründen. In der Sache lässt sich das Buch aber nahtlos in wenig egalitäre Argumentationsmuster einfügen. Ausbeutung lässt sich gerade in Arbeitsverhältnissen jenseits der Festanstellung organisieren, in der Regel sogar billiger. Ob es - wie suggeriert - ein Freiheitsgewinn ist, einen Dienstvertrag gegen wechselnde Werkverträge zu tauschen, kann bezweifelt werden. Auch dürfte es vielen Erwerbslosen sauer aufstoßen, wenn die Freiheit vom Normalarbeitsplatz zum emanzipatorischen Projekt verklärt wird. Das ist aber auch egal, denn "wie das im Einzelnen in der Zukunft funktionieren wird, ist uns selbst in vielen Punkten noch unklar" (S. 17). Klar. Dennoch wird weder an mehr oder weniger überlegten Ratschlägen noch an launigen Bewertungen von Menschen und Organisationen gespart. Weniger wäre da mehr gewesen.

Seine Stärken hat das Buch in den Passagen, in denen die Leser(innen) auf eine Reise per Anhalter durch die wunderbare Welt des Web 2.0 geschickt werden. Diese Passagen sind trotz vieler Wiederholungen oft informativ und unterhaltsam. Nicht zuletzt findet man eine Menge neuer Begriffe (Boho, Bubu, Grup), mit denen man aus Rücksicht auf das persönliche Umfeld im täglichen Leben aber sparsam umgehen sollte.

Ob die digitale Boheme noch an Substanz gewinnt, wird zu beobachten sein. Heinz Sielmann, übernehmen sie!
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70 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Wir nennen es Arbeit, 30. April 2007
Nun habe ich das das Buch Wir nennen es Arbeit", von Holm Friebe (Autor), Sascha Lobo (Autor), die digitale Boheme oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung bis zum Ende gelesen. Der Inhalt war nicht der, den ich erwartet hatte. Das Buch enthält zwar einige interessante Beispiele von Internet-basierten Geschäftsmodellen, die aber einen wirklich nicht gedanklich weiterbringen.

Die Möglichkeit der virtuellen Projektarbeit hört sich verlockend und einfach an. Aber sie ist nach meiner Meinung nur ein schöner Schein, der irgendwann zur harten Realität wird. Für Leute ohne regelmäßige Erwerbstätigkeit ist diese Möglichkeit besser als gar keine.

Ich hätte mir in dieser Richtung vom Buchinhalt mehr erhofft.

Was aber leider einen großen Teil des Buches ausmacht ist ein Rundumschlag auf die Festangestellten in unsere Gesellschaft mit dem sehr schönen selbstverschuldeten Prozess der der strukturellen Verblödung (Seite 54).

Natürlich ist die die technischen Möglichkeiten im Zeitalter des Netzes mit freier Zeiteinteilung sehr verlockend. Aber ist, zum Beispiel, die Zeiteinteilung wirklich frei? Muss ich mein Projekt nicht innerhalb einer Zeitachse zum Ziel bringen. Wann kommt mein Anschlussprojekt? Können Projekte nicht auch parallel verlaufen? Wie viel Zeit brauche ich, bis ich einen neuen Auftrag habe? Wie viel Geld erhalte ich für meine tatsächlich geleistete Arbeitszeit? Werde ich mich da nicht noch selbst ausbeuten?

Leider hatte ich bei dem größten Buchanteil den Eindruck, ich hätte hier eine Lektüre über den Klassenkampf aus den achtziger Jahren vor mir liegen. Schade, dass Buch hat für mich sein Ziel verfehlt. Mir fehlte es an mehr Beispielen aus der realen Welt für die virtuelle Welt mit all ihren positiven und negativen Seiten.
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110 von 125 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Ich nenne es Marketing, 27. November 2006
Ich bin wahrscheinlich schon länger das, was die Autoren einen "digitalen Boehemian" nennen würden, als sie selber. Ich weiss also, wovon sie und wovon ich rede. Letztlich reden hier ein Volkswirt und ehemaliger (?) Trendforscher, der, wie fast alle seiner Zunft, die Grenzen des Marktes/Kapitals mit denen des menschlichen Verstandes in eins setzt - und ein Werbetexter, was dem Text manchmal gut tut, manchmal nicht.

Ansonsten ist das gelungenes Selbstmarketing (nur dass man nicht weiss, wer die potentiellen Kunden sein sollen, aber das werden die beiden schon wissen).

Das Buch ist clever geschrieben: Die beiden versuchen, alle Gegenargumente vorweg zu nehmen, damit sie dann sagen können: Hamwa doch schon gesagt, steht doch schon drin, sagen wir doch auch!

Nur setzen sie sich mit diesen Gegenargumenten gar nicht auseinander, sie wiegeln ab, räumen ein, gehen drüber weg.

So immunisieren sie ihr Buch einfach durch Erwähnung. Schlauschlau. Aber es gibt eben Leser, die sind auch schlau

Am Ende bleibt von diesem Buch nur die banal-falsche message von Nike: Just do it! Dass zum Wesen des (Kapital-)Marktes die Akkumulation, die Größe gehört, ebenso wie die Monopolisierung, also das Scheitern der Mehrheit der Marktakteure - das kommt weder dem Volkswirt, noch dem Werbetexter in den Sinn. Wen wundert's?
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