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Wir müssen über Kevin reden
 
 
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Wir müssen über Kevin reden [Taschenbuch]

Lionel Shriver , Christine Frick-Gerke , Gesine Strempel
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (60 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 560 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (1. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548282253
  • ISBN-13: 978-3548282251
  • Originaltitel: We need to talk about Kevin
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (60 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 13.950 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Lionel Shriver
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Shrivers mutige Charakterstudie ist psychologisch und literarisch brillant.« Brigitte, 6.6.2007, Angela Wittmann »Ihre Geschichte wirkt so authentisch, dass der Romancharakter völlig in den Hintergrund tritt. In den USA sorgte ihr Bestseller wochenlang für Debatten um falsche Kinderliebe, elterliche Verantwortung und die Untiefen der modernen Gesellschaft. In einem waren sich alle einig: Wir müssen über dieses Buch reden ...« BUNTE »Die amerikanische Autorin Lionel Shriver beschreibt die Tragödie einer Familie, die zur Tragödie vieler Familien wird. Ihre als Briefroman verpackte Charakterstudie ist psychologisch, philosophisch und nicht zuletzt literarisch brillant ... Man jagt durch dieses Buch, will es weitergeben und empfehlen, noch bevor man es zu Ende gelesen hat - und danach erst recht.« BRIGITTE »Es gibt spannende Bücher, und es gibt Schlafräuber. Das sind Bücher, deren erste Sätze einen regelrecht anspringen, die einen atemlos machen, schockieren und bis zum letzten Wort fesseln. Es sind Bücher, die hochbrisante Themen anschneiden, aber keine fertigen Antworten liefern, denen man am Ende vielleicht sogar böse ist, weil sie einen mit der entscheidenen Frage allein lassen: Warum? Wir müssen über Kevon reden von Lionel Shriver ist so ein Buch.« NORDWEST ZEITUNG »Dieses Buch ist eine Antibabypille.« FACTS »Das Buch thematisiert, was viele Frauen nicht auszusprechen wagen: die Furcht vor dem Mutterwerden und den Terror, den Kinder in die Welt bringen können.« Jenni Murray, Juryvorsitzende bei der Vergabe des Orange-Preises für den besten Roman einer englischsprachigen Autorin 2005 »... sucht die Mutter eines Amokläufers nach Antworten. Entstanden ist eine erschütternde, scharfsinnige Auseinandersetzung mit dem Thema.« FREUNDIN »Eva stellt sich viele Fragen, in Briefen, in denen sie Rechenschaft ablegt bis zum zweiten Jahrestag der Morde, an dem sie Kevin in der Haftanstalt besucht. Doch sie schreibt die Briefe auch, um ihren Mann anzuklagen - ein unbeirrbarer Optimist, blind für die Grausamkeit seines Sohns. Lionel Shriver, die für ihren Roman den Orange-Preis bekam, verknüpft diese Fragen mit der Auseinandersetzung über gesellschaftliche Erwartungen an Eltern - und vorallem Mutterschaft, die Rolle der Medien und die Aufgabe von Familie.« DER TAGESSPIEGEL »Lionel Shrivers Briefroman lebt glücklicherweise nicht von der Sensation, sondern davon, was diese hochbegabte Autorin über das Normale schreibt ... Sehr eindringlicher, sehr wichtiger Roman - mit einem Ende, das taumeln lässt.« STERN »Shrivers Porträt einer kinderfixierten Familie (The Guardian) ist Fiktion, auch wenn man dies beim Lesen beklemmender Parallelen zur Realität gelegentlich vergisst. Ein Kind braucht deine Liebe, wenn es sie am wenigsten verdient, ist dem Buch als Motto vorangestellt. Evas Fragen an sich selbst, sind Fragen an alle.« THÜRINGER ALLGEMEINE »Atemlos sucht der Leser mit Eva Antworten auf das große Warum, die es letztlich nicht geben kann. Er erinnert sich mit ihr an das scheinbar idyllische Leben einer Mittelschichtsfamilie, die schließlich an den Rollen zerbricht, die die Gesellschaft ihr zugewiesen hat.« SONNTAG AKTUELL »Erschütternde Erzählung«

Kurzbeschreibung

Kurz vor seinem sechzehnten Geburtstag richtet Kevin in der Schule ein Blutbad an. Innerhalb weniger Stunden ist das Leben seiner Mutter Eva nicht mehr, wie es war. Von allen verurteilt und ab sofort auf sich selbst gestellt, findet sie den Mut, sich in aller Offenheit quälenden Fragen auszusetzen: Hätte sie ihre Ehe retten können? Hätte sie ihr Kind mehr lieben sollen? Hätte sie das Unglück verhindern können? -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
42 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wir müssen über Kevin reden ist ein Roman, der sich mit dem Leben einer Mutter beschäftigt, deren Sohn ein furchtbares Verbrechen beging und das nicht einmal aus den typischen Gründen heraus.

Eva und Franklin leben ein glückliches Leben zusammen. Sie ist Firmenleiterin eines Unternehmens, das Reiseführer für Globetrotter herausbringt, und daher viel unterwegs, er ist selbstständiger Location-Scout. Während sie mit Beruf und Ehe ausgefüllt und glücklich ist, wünscht sich Franklin mehr. Eher, um ihm einen Gefallen zu tun, als aus dem Wunsch heraus Mutter zu werden, wird Eva schwanger. Doch spätestens bei der Geburt merkt sie, dass dies ein Fehler war. Sie kann ihr Kind nicht lieben, und auch ihr Sohn Kevin scheint sie abzulehnen, der Säugling will um keinen Preis von ihr gestillt werden.
Über die Jahre hinweg steigert sich die Ablehnung der beiden hin zu Feindschaft, eine seelische Gemeinheit jagt die nächste, doch stets scheint Kevin der überlegene in dieser Konfrontation zu sein. Franklin sieht Kevins Bösartigkeit nicht - wenn andere Kinder wegen ihm weinen und Eva mit ihm schimpfen will, schlichtet Franklin immer und tut jede Gemeinheit als kleine Jungen-Streich ab, entschuldigt seinen Sohn, wo immer es auch geht. Eva hingegen glaubt, ihn besser zu durchschauen. So lebt Eva ein Leben vor sich hin, in dem sie immer unglücklicher wird, ihre Ehe langsam kaputt geht, sie sich von ihrem Sohn terrorisiert sieht und in dem ihr einziger Lichtblick ihre kleine Tochter Celia ist, sieben Jahre jünger als Kevin und von ihrer Mutter geliebt und vergöttert. Aus Liebe zu Franklin versucht Eva, auch Kevin eine gute Mutter zu sein, doch Kevin hält nichts von diesen Bemühungen und unterläuft sie, wo er nur kann. So steuert alles langsam auf eine Katastrophe zu, deren Ausmaß keiner außer Kevin erahnen kann. Kevin nimmt eines Morgens nach langer Planung seine Armbrust mit in die Schule und lockt die beliebtesten und begabtesten Schüler in einen Hinterhalt.
Eva ist nach der Tat allein, wird vor Gericht gestellt und muss mit allen Schuldzuweisungen selbst fertig werden. In ihren Briefen an Franklin berichtet sie mit schonungsloser Offenheit alle Details ihres Lebens mit Kevin und ihres Weiterlebens nach dem Donnerstag, der ihr Leben so brutal und drastisch veränderte.

Wir müssen über Kevin reden ist äußerst bewegend und eindringlich geschrieben. Auch wenn man alles lediglich aus Evas Sicht durch ihre Briefe erfährt, wird es nicht langweilig. Die Sprache ist immer dicht und packend, gut gewählte Metaphern und Bilder intensivieren das Erlebnis beim Lesen noch. Diese Intensität ist aber auch für den Leser belastend, manchmal muss man das Buch weglegen, weil die Geschichte zu beklemmend, zu real und beängstigend wird.
Kevin ist anders als das Bild, das sonst immer von Amokläufern gezeichnet wird. Er kommt aus einer reichen Familie, zumindest sein Vater vergöttert ihn, seine Mitschüler haben Angst vor ihm und lassen ihn in Ruhe, er hat ein paar Freunde, ist also auch kein kompletter Außenseiter. Er ist höchst intelligent, dass er nicht dauernd Einsen schreibt liegt nur daran, dass er nicht auffallen will. Das Bild, das von diesem Jugendlichen, der zum Mörder wird, gezeichnet wird, ist beklemmend.
Der Ansatz der Autorin, zu überlegen, ob ein Mensch schon als Baby böse sein kann, ob dieses Kind dann zu einem grausamen Menschen aufwächst, ist äußerst interessant. Auch die Gedanken Evas, ob Kevin nicht möglicherweise ihren eigenen Unwillen über ihre Schwangerschaft und seine Geburt spürte und daher so wurde, wie er ist, ist ein neuer Ansatz. Weiß man denn, wie viel Säuglinge von ihrer Umwelt mitbekommen und wie diese Erlebnisse in frühester Kindheit sie prägen?

Die Geschichte ist nicht nur durch die Katastrophe, deren wahre Ausmaße der Leser erst fast am Ende des Buches ermessen kann, faszinierend, sondern auch durch die Schilderungen Evas der vielen kleinen oder größeren Gemeinheiten, die Kevin während seiner Kindheit begeht und durch die Art, wie sie die Schuld an allem zunächst bei sich selbst sucht. Hätte sie ihr Kind mehr lieben sollen? Oder hat sie die Feindschaft Kevins ihr gegenüber einfach zu ernst genommen, sich davon zu sehr leiten lassen? Was hat sie falsch gemacht, wo hat sie so sehr versagt, dass es sie ihre Ehe, ihr Glück und eigentlich auch ihr gesamtes Leben kostet?

Sie versucht nicht, sich zu entschuldigen, sie erklärt lediglich und macht dadurch dem Leser klar, dass die Schuld immer zuerst bei den Eltern gesucht wird, egal wie berechtigt oder unberechtigt das auch sein mag. Ihr Umgang mit Schuld und Vergebung, mit der Liebe zu ihrer Familie, vor allem zu ihrem Mann, und mit dem Verlust von allem Geliebten, ist ehrlich und schmerzhaft.

Lionel Shriver muss auch für die Charakterzeichnung Kevins gelobt werden. Kevin bleibt seiner Mutter und somit auch dem Leser gegenüber immer verschlossen und geheimnisvoll, man kann seine Handlungen nicht durchschauen und begründen. Nur hin und wieder fällt die Maske. Dies sind eindringliche Momente, in denen man beginnt, ein wenig zu verstehen.

Doch auch wenn ein wenig Verständnis erwacht, die Tat bleibt immer noch ohne Begründung und Entschuldigung. Ein verstörender und beklemmender Roman, psychologisch und literarisch höchst anspruchsvoll, über ein Szenario, das leider mittlerweile zu unserer Gesellschaft gehört, von dem sich aber jeder wünscht, dass es ihn nie persönlich treffen möge.
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36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Mir wurde das Buch von einer Freundin empfohlen und ich habe es geradezu verschlungen, obwohl es manchmal wirklich schwer auszuhalten ist. Von der ersten Seite an wird von der Erzählerin auf schlichte, ungeschönte, und völlig unpathetische Weise geschildert, wie sich ein Puzzelteil zum anderen fügt und wie im Grunde schon vor der Geburt von Kevin eine Entwicklung ins Rollen gerät, die über die kommenden Jahre immer dramatischer und pathologischer wird und schließlich an "dem Donnerstag" ihren folgerichtigen Höhepunkt findet. Das schreckliche an dem Buch ist, mitzubekommen, wie die Mutter von Kevin sich über die Jahre hinweg Gedanken macht und auch im Nachhinein Erklärungen dafür sucht, wie es zu Kevins Tat kommen konnte, aber im Grunde wenn überhaupt erst am Ende zu den richtigen Schlüssen kommt. Ich habe bisher kein Buch gelesen, das so eindrucksvoll deutlich macht, dass man Taten wie die von Kevin nicht auf einzelne Faktoren wie das "böse" Videospiel schieben kann, sondern dass sie immer das Ergebnis einer lebenslangen Entwicklung sind, aus der am Ende kaum noch eine andere Handlung resultieren kann, als ein Amoklauf. Ohne es extra zu betonen macht die Autorin klar, was für eine entscheidende Rolle die Beziehung zwischen Kind und Eltern und zwischen den Eltern selbst spielt und dass die Art wie die Eltern über ihr Kind denken schon vor der Geburt einen Einfluss auf das Leben ihres Kindes hat. Die Art wie die beiden Erwachsenen an ihre Beziehung und an das Thema Kinder kriegen heran gehen ist leider überhaupt nicht übertrieben, genauso wenig wie die Tendenz, die Dinge nicht auszusprechen, die im Verlauf des Romans immer wieder eine Rolle spielt.

Ein Buch mit wahnsinnigem psychologischen Tiefgang, dass ich jedem nur empfehlen kann.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
wie ein reissender Fluss 22. Juni 2007
Format:Taschenbuch
Ich habe das Buch in zwei Tagen verschlungen.Der Schreibstil ist ungewöhnlich aber sehr fesselnd, das Drama entwickelt sich langsam bis zu seinem brutalen Ende. Beim Lesen glaubt man ab und zu, die ganze Entwicklung zu verstehen, am Schluss steht man jedoch voller Entsetzen vor der Tat von Kevin.

Mehr möchte ich nicht verraten. Ich kann nur jedem dieses Buch empfehlen.
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literarisch nicht gerade anspruchsvoll, aber thematisch sehr gut.
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Vor 8 Monaten von Nobel veröffentlicht
" Hart an der Grenze"
" wir müssen über kevin reden" ist ein roman von lionel shriver,die das aktuelle ,jedoch immernoch sensible thema " schulmassaker" beleuchtet. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von mandarinenmädchen veröffentlicht
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