Nachdem unsere Tochter schon 3 tiptoi-Sachen (1 Buch, 2 Spiele) hat, haben wir schon fast sehnsüchtig auf das neue "Wir lernen Englisch"-Buch gewartet (die Audio-Datei gab es ja schon seit Januar zum Download). Das Buch ist wirklich toll geworden. Aufgebaut ist es wie die meisten tiptoi-Bücher. Das heißt, es gibt pro Doppelseite mehrere Arten, wie man das Buch entdecken kann. Tippt man auf das Auge, kann man auf Entdeckungsreise gehen, indem man einen Gegenstand/eine Person antippt und man die englische Bezeichnung erfährt. Beim Tippen auf die Sprechblase kann man von verschiedenen Personen eine kleine Geschichte hören. Bei den Noten erklingt ein Lied, passend zur jeweiligen Seite. Beim Würfelsymbol kann man bis zu drei Spiele pro Doppelseite spielen (z.B. Zeitspiel oder Suchspiel), wobei die Spiele sogar aufeinander aufbauen (bei erfolgreichem Absolvieren eines der Spiele wird dann ein "Profispiel" freigeschaltet). Dann gibt es noch einen "Deutsch"-Button, der beim Drauftippen immer gleich auch noch die deutsche Übersetzung des letztgetippten Begriffs liefert. Das Buch beginnt mit "Who lives here?", einer Doppelseite mit einem "aufgeschnittenen" Haus. Hier werden alle Räume des Hauses dargestellt und man kann auch auf einzelne Dinge wie "Schnuller" oder "Ball" tippen und erfährt das englische Wort dazu. Weiter geht es mit "Where do the children go?", wo auf je einer Seite Kindergarten bzw. Schule dargestellt wird. Als Unterthemen gibt es z.B. Musikinstrumente oder Farben. Auf der nächsten Doppelseite erfährt man alles über die Küche und Essen in "What are we eating today?". Dann folgt "What is happening in town?" mit Straße/Geschäften. In "Fun in the bathroom" kann man alles über das Badezimmer erfahren, wobei man, wie auch auf den anderen Seiten, nicht nur englische Begriffe hört, das ganze ist auch untermalt mit Geräuschen (z.B. das lachende Baby in der Wanne oder das "Plätschern" wenn jemand auf dem Klo sitzt...). Daneben werden z.B. auch Körperteile behandelt. "What shall we play today?" beschäftigt sich hauptsächlich mit Kleidungsstücken und wie man damit spielen kann. In "Who lives in the zoo?" geht es hauptsächlich um Tiere, aber auch englische Zahlen werden erklärt. Beim Spiel muss man herausfinden, wie viele der jeweiligen Tiere sich im Bild befinden (also z.B. 10 Spatzen oder 5 Elefanten). Auf den letzten beiden Seiten geht es um Freizeitspiele in "What can you do in the park?". Ein, wie wir finden, wieder rundum gelungenes Buch das viel Spaß macht. Empfohlen ist es für Kinder ab 4 Jahre, wahrscheinlich ist es unserer Meinung nach aber erst ab der 1. Klasse richtig sinnvoll, da auch kurze Geschichten erzählt werden, für die man dann doch einen gewissen Wortschatz braucht. Für die ganz Kleinen bietet es aber durch die Geräusche und die vielen Kinderlieder auch eine Menge Unterhaltung und Spaß. Wer schon das Englisch-Spiel (Englisch-Detektive) hat, dem wird auch dieses Buch richtig Spaß machen (ist aber nicht Voraussetzung). Durch das durchdachte Konzept garantiert es viele Stunden Spaß und Spiel und die Kinder lernen so ganz nebenbei eine Vielzahl englischer Wörter und Lieder. Leider ist die Homepage von Ravensburger nicht ganz so schnell, selbst jetzt, Anfang März, gibt es noch keine ausführlichen Infos über dieses Buch (außer einer Pressemitteilung). Dabei könnte man doch mit einer "Vorschau" ein bis zwei Monate vor Erscheinen doch schon mal Lust auf das Buch machen, oder? Trotzdem 5 Sterne!
Noch ein kleines Nachwort bezüglich einiger anderer Rezensionen: dieses Buch ist NICHT dafür gedacht, dass Kinder, vor allem schon 4-jährige Kinder, selbstständig englisch lernen sollen. Eigentlich sagt einem das der gesunde Menschenverstand! "Kind, setz' dich in die Ecke und lerne englisch!" kann nicht funktionieren! Aber: was spricht denn dagegen, dass 4-Jährige, zusammen mit ihren Eltern, spielerisch eine neue Sprache entdecken? Unsere 2-jährige Tochter z.B. liebt momentan vor allem die Lieder in diesem Buch, sie kann sie schon selbstständig abspielen lassen und tanzt dazu. Normal. Und ganz nebenbei "lernt" sie die Sprachmelodie der englischen Sprache kennen und versucht sogar, einzelne Wörter nachzusprechen. Kann ja nicht so falsch sein. Und wenn sie älter ist, werde ich mich (oder ihre große Schwester sich) mit ihr hinsetzen und ihr dann erklären, was sie nicht gleich kapiert. Auch normal.